Filmstarts — 31. Januar

Jessica Chastain in Zero Dark Thirty, Universal Pictures
Jessica Chastain in Zero Dark Thirty, Universal Pictures

Was mensch außer Arnies müden Knochen ab heute noch im Kino sehen kann? Zweimal Historienkino zur jüngeren Vergangenheit mit »Zero Dark Thirty« und »The Impossible«, allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die relevanten FILMSTARTS von heute.

  • Zero Dark Thirty
    USA 2012
    Regie: Kathryn Bigelow. Mit Jessica Chastain, Jason Clarke, Joel Edgerton u. a.

    Der 2. Mai 2011: Eine Spezialeinheit der US Navy Seals stürmt das geheime Anwesen Osama bin Ladens in Pakistan und erschießt den al-Quaida-Führer. Regisseurin Bigelow, die für ihr letztes Werk The Hurt Locker als erste Frau mit einem Regie-Oscar ausgezeichnet wurde, hat nun einen Film über die Jagd der US-Institutionen nach bin Laden gedreht. Dabei gelingen ihr gleich zwei Dinge: Ihr Spielfilm mit dokumentarischen Anmutungen hält den Spannungsbogen und fällt – von der Inszenierung der federführenden CIA-Beamtin einmal abgesehen – geradezu nüchtern, besonders in puncto der einzelnen Charakter-System-Beziehungen. So gab es neben einer Oscar-Nominierung für Hauptdarstellerin Jessica Chastain auch eine für den Film an sich und sein Drehbuch.
  • The Impossible
    USA, Spanien 2012
    Regie: Juan Antonio Bayona. Mit Naomi Watts, Ewan McGregor, Tom Holland u.a.

    Der 26. Dezember 2004: Ein Tsunami fegt über den Indischen Ozean und flutet die Küstenstreifen mehrerer Länder bis zu einigen Kilometer weit ins Landesinnere. Über 200.000 Menschen sterben, Einheimische wie Urlauber gleichermaßen – und hier beginnt das Problem dieses Films. Wie auch Bigelow hat Regisseur Bayona mit Naomi Watts eine hervorragende, für diese Rolle ebenfalls von der Academy nominierte Schauspielerin zur Seite und auch ihm gelingt eine äußerst realistische Darstellung der eigentlichen Katastrophe. Doch schon hier verengt sich sein Blick auf das Schicksal einer nun zerrissenen Touristenfamilie (für die es ein reales spanisches Vorbild gibt), die im Chaos mühevoll und von allerhand Pathos begleitet wieder zusammenfindet. Ein alles aufbrechender Perspektivenwechsel, etwa auf einheimische Betroffene, wird schmerzlich vermisst.

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