Verlockung und Gefahr des Gangsterlebens

Mit seinem aktuellen Album »Mixed Race« – dem offiziell neunten – schlägt Tricky nach diversen Versuchen, das Klischee des paranoiden Triphop-Neurotikers abzustreifen, wieder einen Bogen zu seinem ersten, bahnbrechenden Album »Maxinquaye«. Die Parallelen finden sich dabei weniger bei der Musik, die von langsamen, vom Blues infizierten Nummern bis hin zu digitalem Dancehall-Reggae variiert, als vielmehr in der inhaltliche Kohärenz der Songs, die eine zusammenhängende Erzählung bilden.

    Tricky selbst bezeichnet »Mixed Race« als »Gangster-Album«, das verschiedene Aspekte einer kriminellen Karriere beleuchtet. Einen der dramaturgischen Höhepunkte der Platte bildet das Stück »Ghetto Stars«, das ab Ende November auch als Single erhältlich ist. Das dazugehörige Video beginnt mit einer langen, statischen Einstellung, in der ein ehemaliger Schwerkrimineller vor den Konsequenzen des Gangster-Lebens warnt und Jugendlichen rät, sich besser um ihre Ausbildung zu kümmern. Erst danach beginnt das eigentliche Musikvideo, das Tricky unter anderem im Kreis seiner Brüder und Cousins zeigt, während er im Wechselspiel mit seiner Gesangspartnerin Franky Riley die Verlockungen und Gefahren des Verbrechens gegeneinander abwägt.

    Zwischendurch sind zudem Aufnahmen eines Auftritt Trickys mit seiner Liveband zu sehen, die andeuten, was bei seiner Tour, die ihn in den kommenden Tagen nach Karlsruhe, Köln, Hamburg und München führt, zu erwarten ist.


VIDEO: Tricky – Ghetto Stars

Spex präsentiert Tricky live:
18.11. Karlsruhe – Substage
21.11. Köln – Stollwerck
22.11. Hamburg – Docks
24.11. München – Backstage

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