Musikalisch muskulös, unerwartet beschwingt

Die Stücke sind fordernd, repetitiv, treibend und schon einmal von großzügiger Vertracktheit geprägt – tendenziell ein mögliches Todesurteil für so ziemlich jedes Konzert an einem heißen Sommertag. Aber erstens legt der Hochsommer am kommenden Freitag mit ganztägigen Regenschauern bei angenehmen 25° Celsius eine kurze Pause ein und zweitens handelt es sich an diesem Tag nicht um die Show von irgendwem, sondern um den einzigen Auftritt von Tony Bucks Projekt Transmit. Der Avant-Jazz-Drummer, bestens bekannt durch seine Arbeit als Teil des Improvisations-Trios The Necks, spielt am Wochenende im Büro für postpostmoderne Kommunikation West Germany Berlin.

    Im Gegensatz zu seinen früheren Arbeiten tritt Tony Bucks präzises Schlagzeugspiel zugunsten von Gesang und Gitarre weiter in den Hintergrund, gemeinsam mit den Musikern Magda Mayas, James Welburn und Brendan Dougherty hat der Australier im vergangenen Jahr das Album »Projekt Transmit« auf dem Experimentalmusik-Label Staubgold veröffentlicht. Darauf hört man die Musiker an detailverliebtem Post-Rock feilen, der zwischenzeitlich mal an die musikalische Muskulosität von Bands wie Shellac erinnert (»Masters of War«, »What I Mean«), mal unerwartet fröhlich beschwingt klingt (»Follow You«).

 


VIDEO: Projekt Transmit – What You Want

Projekt Transmit Live:
23.07. Berlin – West Germany (ab 21 Uhr, mit Lija)

Foto: CC | Andy Newcombe / Flickr

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here