Das Tier und sein Körper

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FOTO (Ausschnitt): Zanele Muholi Betesta Segale

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   Im November hatten wir auf das Symposium Die Ästhetik des Fleisches in Stuttgart verwiesen, in der der menschliche Körper an sich im Fokus des Diskurs stand. Letzterer wird nun in den nächsten drei Tagen und im erweiterten Sinne in Berlin mit zwei Veranstaltungen fortgesetzt. Namenhaft besetzt ist das Projekt The Human Animal in Politics, Science, and Psychoanalysis, das vom Freitag, dem 16. Dezember, bis zum Samstag, dem 17., bei freiem Eintritt in den KW Institute for Contemporary Art (die Kunstwerke) stattfindet. U.a. versuchen der Initiator aus Stuttgart, Felix Ensslin, der populäre slowenische Philosoph Slavoj Žižek und die Organisatoren Mladen Dolar und Lorenzo Chiesa von den Universitäten Ljubljana bzw. Kent neue Erkenntnis über ein lange Zeit als überkommen geltendes Thema, die »Natur des Menschen«, zu diskutieren. Mit den politischen Implikationen des Begriffs Humanität, einem Austausch zwischen Philosophie einer- und Neurowissenschaften und Evolutionsbiologie andererseits sowie der Formulierung einer wahrlich materialistischen, anti-substanzialistischen Anthropologie hat das Projekt dabei gleich drei Schwerpunkte bzw. Anliegen. Das gesamte Programm findet sich hier.

   Einen etwas anderen Einstieg zur Thematik bietet die Veranstaltung Die Politisierung des Körpers in der zeitgenössischen Fotografie in der Wentrup Gallery (sic) – man denke an Agambens Auseinandersetzung mit dem Homo Sacer, dem straffrei tötbaren, nicht aber opferbaren Leben, die in den abgebildeten Flüchtlingskindern aus Anzeigen von Hilfswerken gipfelt. Die Monopol-Autorin Silke Hohmann, der Kunsthistoriker Nico Anklam, die Publizistin und Kuratorin Nadine Barth und Tina Wentrup sprechen heute, am 15. Dezember, ab 19:30 Uhr, gemeinsam über die performativen Elementen, politischen wie gesellschaftlichen Thematiken und die Inszenierung und Stilisierung des Körpers in ausgewählten Fotografien. Mit dem Porträt Betesta Segale von der Fotografin Zanele Muholi ist oben ein Beispiel aus der Selektion zu sehen.

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