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Stau, überall Stau, viel zu viel Stau! Das Durchschnittstempo der Autos in der Londoner Innenstadt beträgt 16 Kilometer pro Stunde. Bürgermeister Ken Livingstone hat sich zur Behebung des Problems etwas ganz ausgeklügeltes einfallen lassen.
Um nicht in Bangkoker Verhältnisse zu geraten (dort beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit zur besten Zeit vier Kilometer pro Stunde) startet ab 17. Februar ein besonderes Gebühren-Projekt: Für das 21 Quadratkilometer große Innenstadt-Gebiet zwischen Hyde Park im Westen, Tower Bridge im Osten, dem Bahnhof St. Pancras im Norden und dem Stadtteil Vauxhall im Süden werden Passier-Gebühren in Höhe von 5 Pfund (7,60 Euro) pro Wochentag von 07.00 bis 18.30 Uhr erhoben. Dadurch sollen die Staus um 20 bis 30 Prozent abnehmen, hofft Verkehrsspezialist David Begg. Zur Kontrolle werden 800 Kameras postiert, die angeblich bis zu 90 Prozent der Nummernschilder erkennbar aufzeichnen. Diese werden nämlich verglichen mit den Angaben der an Automaten, Tankstellen und Geschäften bezahlenden "Kundschaft". Praktischerweise lässt sich anhand der vielen Kameras dann auch nicht nur für das Verkehrsministerium, sondern ebenfalls für damit verlinkte andere Ministerien wunderbar nachvollziehen, wo sich der Bürger aufhält. Da ergibt sich viel Arbeit für die Surveillance Camera Players . Wer mogelt und dabei erwischt wird, muss Strafe zahlen. Insgesamt erhofft man sich Einnahmen von bis zu 180 Millionen Pfund (netto) pro Jahr, welche für die Straßenplanung gedacht sind. Das momentane Verkehrschaos verursacht einen wirtschaftlichen Schaden von 4 Millionen Pfund – wöchentlich. Unter den 250.00 täglichen City-Autofahrern sind besonders Ladenbesitzer und Pendler ganz und gar nicht mit der Idee einverstanden. Auf diversen Homepages wird schon zur Sabotage aufgerufen. Anwohner erhalten immerhin 90 Prozent Rabatt. Es wird sich lohnen Taxifahrer in London zu sein. Die haben in Zukunft gut Lachen.

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