Text:
Thomas Vorreyer

Aus der Kategorie Kopfhörermusik: Am Freitag schafft es endlich »The Marriage of True Minds«, das neue Album von Matmos, via Thrill Jockey in die Plattenläden und Streamingportale. Matmos-Hälfte Drew Daniel hat vorab aber noch als Soft Pink Truth das Albumstück »Aetheric Vehicle« wunderbar klirrend und versponnen geremixt.
Text:
Thomas Vorreyer

Lassen sich Gedanken übertragen? Wenn Ja, auch in Form grüner Pyramiden? Matmos sind zurück und veröffentlichen bei Thrill Jockey diese Woche die The Ganzfeld EP, gefolgt von einem Langspieler im nächsten Jahr, der sich ebenfalls mit Telepathie auseinandersetzen wird. SPEX zeigt erstmals das neue Video des US-Duos zu »Very Large Green Triangles«.
Text:
Detlef Diederichsen
Es ist schon seltsam, dass The Fiery Furnaces immer noch lediglich als eine weitere US-Indie-Rockband wahrgenommen werden, und nicht als das sehr lustige, hochkomplexe Konzeptkunstwerk, in das sie sich schon vor einigen Jahren verwandelt haben. Erstes Anzeichen dieses Verpuppungsprozesses war 2005 das kaum hörbare Album Rehearsing My Choir – die vertonte Autobiografie der Oma der Friedberger-Geschwister von den Fiery Furnaces – mit Oma persönlich in der Erzählerrolle. 2008 kam die fantastische Cut-up-Live-Doppel-CD Remember heraus, die das etwas angerostete alte Rockformat Live-Doppelalbum für das Copy-and-Paste-Zeitalter neu definierte. Zuletzt überschlugen sich die Meldungen: Noch vor Erscheinen des bislang letzten FF-Werks I’m Going Away (2009) veröffentlichten Eleanor und Matthew Friedberger das Download-only-Album Take Me Round Again mit Coverversionen der Songs eben dieses Albums. Das nächste FF-Werk wiederum sollte ausschließlich im Notendruck erscheinen, mit imaginierten Beschreibungen der Songs seitens williger FF-Fans.
Erschienen in SPEX #333 07/08 2011 | 23.07.2011 15:45
Text:
Michael Lutz

Die melodramatische Stimme Samuel Herrings ist der Dreh- und Angelpunkt der aufgedrehten Synthie-Tracks der Future Islands. In ihnen nimmt sich der Sänger den großen Generalwidersprüchen des Lebens an: Wut und Friedfertigkeit, Wahn und Lethargie, Saufen und Sex. Ab dem 16. September sind die Future Islands präsentiert von Spex Live im deutschsprachigen Raum zu sehen.
Text:
Walter W. Wacht

Nachschub für alle Klingelton-Junkies: Nach der ersten Runde Ringtones hat der in Berlin lebende Experimentalmusiker und Klangforscher Markus Popp soeben eine zweite Charge an Klingeltönen veröffentlicht, die ebenfalls nicht auf seinem neuen Oval-Album »O« enthalten sein werden. Neben diesem Gratis-Download wirbt auch ein neues Musikvideo für die am 6. September auf Thrill Jockey Records erscheinende Langspielplatte, auf der neuen »DJ-Kicks«-Compilation von Apparat ist Popp ebenfalls vertreten.
Text:
Walter W. Wacht
Alle Oval-Hörer bzw. ›Musik-von-CD-Richtung-MP3-Digitalisierer‹ mögen sich bitte kurz innerlich verneigen: Die undankbare Arbeit der id3-Tag-Erstellung haben wir freundlicherweise jüngst übernommen. Nicht weniger als siebzig Stücke ist das neue Oval-Album »O« stark, allesamt mit unterschiedlicher Groß-/kleinschreibung – da kann sich jeder selbst ausrechnen, dass die Gracenote-Fummelei nervig war. Wem diese enorme Stückzahl an entspannten Doombientronica-Tracks noch nicht ausreicht oder noch Bedarf an neuem Klangmaterial für die Anruferverwaltung seines Mobiltelefons hat, den dürfte das kostenlose Klingelton-Paket des Berliners Markus Popp alias Oval interessieren.
Text:
Lukas Dubro, Thomas Hübener, Christoph Braun
Eine geniale 80s-Platte, nichts anderes ist das neue Album der Future Islands aus Baltimore geworden. Auf »In the Evening Air« fügt die Band gekonnt Elemente aus den Genres New Wave, Post Punk und Synthpop zu einem vielschichtigen Sound zusammen, den sie selbst als »Post Waffe« bezeichnet. In allen neun Songs von »In the Evening Air« beweist die Gruppe dabei nicht nur, dass sie geschickt zitieren, sondern auch großartig arrangieren kann. Der hitverdächtige Song »Vireo’s Ehe« veranschaulicht wieso:
Text:
Anne Waak, Max Dax, Lukas Dubro, Thomas Hübener

»Exquisite Corps« ist ein auf einer surrealistischen Technik basierendes Partygesellschaftsspiel, bei dem jeder Mitspieler ohne Ansehen der Vorarbeit der anderen ein Satz- oder Bildfragment zum entstehenden Gemeinschaftswerk beisteuert. Genau auf Basis dieser Methode schreibt das aus Brooklyn stammende, mittlerweile in Los Angeles lebende Duo High Places, bestehend aus Mary Pearson und Rob Barber, seine Songs: Ideen entwickeln die beiden nicht gemeinsam und in Abstimmung, sondern getrennt voneinander. Ergebnis dieser Methode ist ein in der anschließenden Assemblage stets eintretendes Überraschungsmoment.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 30.04.2010 16:00
Text:
Walter W. Wacht
Als würde er regelmäßig Metallspäne zum Frühstück verspeisen und anschließend genüsslich eine Schachtel Zigaretten wegquarzen – ungefähr so klingt die Stimme Sam Herrings, Sänger des begnadeten Post-Wave-Trios Future Islands aus dem amerikanischen Baltimore. Umso ungewöhnlicher klingt die restliche Musik der Future Islands:
Text:
Walter W. Wacht

Am Freitag findet die zweite Ausgabe von Spex Live vor ausverkauftem Haus in Hamburg statt, für alle ohne Ticket kommt hier das Trostpflaster: Schon am 12. Mai findet Spex Live erneut statt, dann wie im Vorjahr im Berliner Club Berghain. Auf Twitter wurde bereits über Termin und Booking spekuliert, dem möchten wir gerne einen Schuss Bestätigung hinzufügen: Als erste Zusage freuen wir uns über das Konzert des fabelhaften Weird-Pop-Duos High Places, die im Rahmen von Spex Live ihr neues Album »High Places vs. Mankind« vorstellen werden.
Das zweite Studioalbum der ursprünglich aus Brooklyn stammenden und heute in Los Angeles lebenden Band wird Anfang April auf Tthrill Jockey Records erscheinen und soll deutlich Songorientierter, gesanglich weniger verfremdet und Gitarrenlastiger ausfallen. Inhaltlich wollen Mary Pearson und Rob Barber die großen Themen des Lebens unterbringen: Liebe, Sucht, das Altern und der Tod. Ende letzten jahres veröffentlichten High Places bereits die neue Digital-Single »I Was Born«, in den nächsten Wochen soll ein zweites Stück des Albums von einem Musikvideo begleitet ausgekoppelt werden.
Im Interview äußerten sich Pearson und Barber zu den Gründen ihres Umzugs an die Westküste, den musikalischen Neuerungen auf »High Places vs. Mankind«, dem Aufnahmeprozess des Albums, Cover-Versionen von Burial sowie zu ihrem Wunsch-Kollaborateur David Lee Roth.
Text:
Die Redaktion
Post-Experimental mit OOIOO – – – Post-Popper mit Lake Heartbeat – – – Hakan Lidbo und Magnum 38 gönnen sich einen Flipper – – – Lily Allen nimmt Elton John als Geisel – – – Prince im französischen Fernsehen – – – Geoff Barrows Beak> im Stream – – – Der Spextrakt.
Text:
Michael Lutz

Tortoise sind eine wahre Bilderfabrik. Seit rund zwanzig Jahren produzieren sie instrumentale Musik von geradezu fotorealistischer Ausdruckskraft. Daher ist es kein Wunder, dass ihre Stücke gerne als Filmmusiken verwendet werden und Schlagzeuger/Produzent John McEntire als Supervisor ganzer Soundtracks gebucht wird, wie beispielsweise für John Hughes’ dramatische Außenseiter-Studie »Reach the Rock«.
Erschienen in SPEX #321 05-06.2009 | 15.06.2009 09:05