Stream

Grüße an Lovecraft

ZOLA JESUS arbeitet beständig an der Ausweitung ihrer Klangwelt, Album-Teaser & Download

Text: Daniel Fersch

zola-jesus-conatus-teaserÜber ihren Twitter-Stream sendete ZOLA JESUS diese Woche Geburtstagsgrüße an den 1937 verstorbenen, von seiner Fangemeinde kultisch verehrten Horror-Schrifsteller H.P. Lovecraft. Dessen Bücher spielen im bisherigen Werk der 22-jährigen russisch-amerikanischen Sängerin eine nicht unbedeutende Rolle. Einen Vorgeschmack auf ihr drittes Album Conatus, das Ende September erscheint, bieten jetzt ein Video-Teaser und das vorab als Gratis-Download veröffentlichte Stück Vessel.                            

 
 

PURE X

Pleasure

Text: Carolin Weidner

pure-x-pleasure-cd-coverSan Marcos – eine mittelkleine Stadt im staubigen Texas – hat nicht viel zu bieten, außer einem Outlet-Center und der Texas State University. Letztere führte immerhin die drei jungen Männer Nate Grace, Jesse Jenkins und Austin Youngblood zusammen. Deren Bandname Pure Ecstasy ward 2009 geändert in PURE X. Dieses X lässt sich aber nicht nur mit dem Wirkstoff MDMA assoziieren. Auch entsteht in Verbindung mit Pure daraus Purex – und dann wird es richtig chemisch. Denn PUREX ist das Akronym aus Plutonium-Uranium-Recoveryby-Extraction, und mehr: ein seit 1922 beliebtes Flüssigwaschmittel aus Los Angeles für kuschelige Wollpullover und schöne Farben.                            

 
 

Wörter, die Musik werden

Zwei weitere Hörproben aus BRIAN ENOs neuem Album

Text: Daniel Fersch

brian-eno-drums-artwork-2Kommende Woche erscheint BRIAN ENOs zweites Album für das britische Independentlabel Warp. Für Drums Beetween The Bells hat die Produzentenlegende mit dem Dichter Rick Holland zusammengearbeitet und dessen Texte von unterschiedlichen Sprechern aufnehmen lassen. Nachdem bereits im April ein erstes Stück der Platte als Stream auf Enos Webseite zu hören war, hat er der Öffentlichkeit nun zwei weitere Kostproben zur Verfügung gestellt.                            

 
 

Nenn sie nicht Rockabillies

Neues Album von KITTY, DAISY & LEWIS, Tour im Herbst

Text: Daniel Fersch

kitty-daisy-and-lewisSie tragen Haartollen, Schulterpolster und geblümte Kleider, aber bei der Erwähnung des Wortes Rockabilly reagieren KITTY, DAISY & LEWIS Durham allergisch: Das Geschwister-Trio aus London hat sich die Fünfziger Jahre zum ästhetischen Vorbild genommen, jedoch mit der festen Absicht, sich nicht in eine bestimmte Szene-Schublade stecken zu lassen. Ihr neues Album, von dem die Plattenfirma Sunday Best fünf Stücke als Vorhör-Stream ins Netz gestellt hat, präsentiert die Band am Donnerstag im Lido in Berlin.                            

 
 

Androgyner Futurismus

Das Debütalbum von BARBARA PANTHER im Stream

Text: Daniel Fersch

barbara-panther-empire-video-2Wie eine Mischung aus Grace Jones und einer Nyabinghi-Göttin wirkt BARBARA PANTHER auf der Bühne und in ihren Musikvideos: Ihr Stil ist androgyn, futuristisch und mystisch zugleich. Das von Matthew Herbert koproduzierte Debüt von Barbara Panther ist seit dem 19. Mai erhältlich, die Plattenfirma City Slang hat das gesamte Album als Stream zum Vorhören zur Verfügung gestellt.                            

 
 

Vielstimmig und düster

Das neue PLANNINGTOROCK-Album im Stream

Text: Daniel Fersch

planningtorock-v-album-coverAls »kryptisch düsteres Pop-Album, [bei dem] [...] Rostrons Stimme im Zentrum steht - oder eben: ihre vielen, sich von Song zu Song unterscheidenden Stimmen«, beschreibt Oskar Piegsa in der aktuellen Spex-Ausgabe die neue Langspielplatte von Janine Rostron unter ihrem Alias PLANNINGTOROCK. Bevor W an diesem Freitag erscheint, hat das Label DFA Records nun das gesamte Album als Vorab-Stream online gestellt.                            

 
 

Neo Blade Runner Funk

COM TRUISE macht halluzinogenen Synth-Pop und verschenkt »Polyhurt«

Text: Daniel Fersch
com-truise-fairlight-ep-coverDer Künstlername COM TRUISE klingt schon einmal verdächtig nach einem schweren Fall von Achtziger-Jahre-Obsession, höchstwahrscheinlich ausgelöst durch zu häufigen Konsum von zweifelhaften cineastischen Machwerken wie Top Gun oder Cocktail. Auch Tracktitel wie VHS Sex oder BASF Ace deuten darauf hin, dass hier ein Produzent mit einer Vorliebe für das prähistorische Zeitalter der analogen Hochtechnologie am Werk ist. Spätestens aber nach dem Drücken des Abspielknopfes besteht kein Zweifel mehr, dass der Musiker und Designer Seth Haley ein hoffnungsloser Fall ist.                            

 
 

Cyber-Poesie für die Androiden-Disko

BRIAN ENO kündigt neues Album an, Hörprobe »Glitch«

Text: Daniel Fersch

brian-eno-drums-between-the-bells Beim britischen Elektroniklabel Warp erscheint Ende Juni bereits BRIAN ENOS zweites Album innerhalb von acht Monaten. Die erste Hörprobe daraus klingt vielversprechend.                            

 
 

Einen Nerv getroffen

JAMES BLAKE: Tour ausverkauft, neues Stück im Stream

Text: Daniel Fersch

Dass JAMES BLAKE mit seinem Post-Dubstep-Pop offensichtlich einen Nerv getroffen hat, beweist der Ansturm auf seine Mini-Tournee durch Deutschland in dieser Woche: Alle vier Konzerte in Köln, Hamburg, Berlin und München sind restlos ausverkauft. Diejenigen, die keine Karten mehr bekommen haben, mag da vielleicht über die verpasste Live-Show hinweg trösten, dass es demnächst neues Material von Blake zu erwerben gibt.                            

 
 

Beans

End It All

Text: Michael Lutz

Beans End It All Tonträger Spex #331Seit seinem Solodebüt »Tomorrow Right Now« aus dem Jahr 2003 gilt der New Yorker MC Beans als Meister der Akkumulation von Stilen. Anders als in seiner Arbeit mit High Priest, M. Sayyid und Earl Blaize, dem zwischenzeitlich wiedervereinigten Antipop Consortium, sind seine Solotracks nicht selten eine Hommage an legendäre Gerätschaften der Achtziger wie die Roland TR-808-Drum-Machine. Gleichzeitig baut Beans diese trockenen Rhythmen aber mit synthetischem Programming aus, das in den Nullerjahren insbesondere für das Label Warp, bei dem fast alle bisherigen Beans- und Antipop-Alben erschienen, charakteristisch wurde.                            

 
 

Hurra!

Das neue Album »Blood Pressures« von The Kills im Stream

Text: Walter W. Wacht

The Kills Blood Pressures Albumstream LiveWer auf einen Konzertbesuch der einzigen Club-Show von The Kills in Berlin spekulierte, derzeit aber noch kein Ticket besitzt – Pech gehabt: die Show im Huxley’s ist ausverkauft. Schon im Januar des Jahres haben Alison Mosshart und Jamie Hince die Promo-Maschine für ihr neues Album »Blood Pressures« angeworfen, die logische Konsequenz: große Vorfreude auf ihr viertes Studioalbum und ein damit ausverkauftes Konzert. Zwei Trostpflaster gibt es allerdings:                            

 
 

Wye Oak

Civilian

Text: Elias Kreuzmair

Wye Oak Civilian Tonträger Spex #331»Eine archetypische Independent Band« sei Wye Oak – so steht es im Geleitschreiben zu »Civilian«, dem dritten Album dieses Duos aus Baltimore. Natürlich, denkt man und gähnt. Sängerin Jenn Wasner bedient ja eine Gitarre und das entspricht der landläufigen Definition dessen, was ›Indie‹ ist. Dabei liegt das Problem des Begriffs natürlich in seiner Sinnverschiebung: Früher waren Bands ›Indie‹, sobald sie nicht bei Majors verlegt wurden, heute dürfen sie ob ihres Erfolgs durchaus dort landen – ›Indie‹ bleiben sie, weil sie mit ihrer Musik eine spezifische Ästhetik bedienen. Umso schöner ist es, auf eine Band zu treffen, die sich gegen die Vereinnahmung durch dieses Indie-Verständnis sträubt und stattdessen auf zwei Dinge setzt: freiwillige Selbstbeschränkung und kleine Formen. »Civilian« besteht aus zehn selbstvergessenen Songs, die auf den Moment und nicht auf Überwältigung aus sind. Reduktion lautet hier die Devise.                            

 
 
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    Die neue Ausgabe Spex #336 ist ab dem 16. Dezember im Handel erhältlich, u.a. mit Newcomerin Lana Del Rey, David Lynch als Musiker, Occupy Wall Street mit Mark Greif, The Black Keys und dem Jahresrückblick RE: 2011.

    Außerdem: Gordon Matta-Clark, Miguel Adrover, Frank Miller, Rodarte, Mary Bauermeister, Drive, Veronica Falls, Sepalcure, Das Racist, Winfried Menninghaus, Niobe, Let Me In u.v.m.

    Dazu: Die Spex-CD #100 mit 15 Titeln und einem tierischen Foto von Juergen Teller.
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