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Walter W. Wacht
Was ist denn hier passiert? Wie ein Fremder in der eigenen, zugegeben noch übersichtlichen Diskografie klingen Von Spar mittlerweile, ihr drittes Album »Foreigner« signalisiert Aufbruch. Nach Im-weitesten-Sinne-Postpunk und verkrampft-zerfasertem Avant-Krautrock stieg zunächst Sänger Thomas Machmoud aus der Band aus, abgesehen von einigen wenigen Shows, einer Kollaboration mit Station 17 und der Single »HyBoLT« hörte man nichts von den Kölnern Von Spar. Was nun eher nebensächlich ist, denn ihr neues Album »Foreigner« ist wohl das, was man als gelungenes Comeback bezeichnen kann.
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Die Redaktion
Die Muppets mit Horrorfilm-Mashup – – – Daft Punk mit Maschinen-Musik für »Tron Legacy« – – – Moodymann mit Frisörtermin bei Red Bull – – – Trevor Jackson mit Musikvideo für Matias Aguayo – – – MP3s von Cobblestone Jazz und Madlib The Beat Conducta – – – »Dial 2010« und Fol »Liar« Chen im Stream – – – Der Spextrakt.
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Die Redaktion
Ein Kinderchor singt Phoenix – – – Marion Cotillard singt mit Franz Ferdinand – – – Four Tet remixt Pantha du Prince – – – Wareika remixen Aufgang – – – Ein neuer Song von The Irrepressibles – – – Das Debüt-Album von Ellie Goulding – – – Haste Töne: Der Spextrakt.
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Walter W. Wacht
Ein gängiges musikjournalistisches Klischee ist das der Album-Spielzeit: Platten einer Spieldauer von knapp 30 Minuten Länge können – so das Klischee – nur Punks, ehemalige Punks oder astreine Popmusiker zustande bringen, jedenfalls muss die Anzahl der Songs überschaubar und die Musik schnell gespielt bzw. sagenhaft gut auskomponiert sein. Im Falle des schwedischen Duos jj und ihrem exakt 27:16 Minuten langen Album »n°3« könnte sich die Musik nicht ferner des Klischees von Punk und Plastik-Pop befinden: jj stehen auch auf ihrem zweiten Album für schön introvertierten, äußerst ungefährlichen Balearic-Pop.
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Die Redaktion
Bissige Worte zur »Selbstbeweihräucherungs-Chose« Echo – – – Weise Worte Žižeks zum Kapitalismus – – – Keine Worte zu Joy Orbison – – – Englische Worte zu einem deutschen Schlachtertreffen – – – Erste Worte zu Mike Skinners vorerst letzten Album – – – Ohne Worte: Live-Shows bzw. -Sets von Pavement bzw. Autechre – – – Der Spextrakt: Wort!
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Die Redaktion
Wie entstand OK GOs Rube-Goldberg-Maschine? – – – Was meint Žižek zu »Avatar«? – – – Von welchem Planeten kommt Flying Lotus? – – – Wie klingt der Very-Best-Remix des XX-Remixes des Florence-Covers des Staton-Originals? – – – Und wie klingt das Mashup der Staton-Gesangsspuren? – – – Was macht Jonny Miller aus Tunng? – – – Und wer streamt eigentlich Archie Bronson Outfits Kokosnuss? – – – Antworten darauf gibt der Spextrakt.
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Walter W. Wacht
Veränderung wird nötig sein: Wie sonst wird Anders Trentemøller sein furios-episches Düster-Techno-Album »The Last Resort« noch einmal toppen können? Sein zweites Album wird auf seinem eigenen Label In My Room Records erscheinen, betitelt ist es »Into the Great Wide Yonder«, was übersetzt soviel wie »in die ganz weite Ferne« bedeutet. Ob sich Trentemøller damit eine Referenz auf Tom Petty und dessen 1991 mit The Heartbreakers erschienenes Album (bzw. den Song) »Into the Great Wide Open« erlaubt, ist allerdings (noch) nicht überliefert. Fest steht bisher nur: Trentemøller veröffentlicht die zehn Stücke starke Platte am 31. Mai, vorab erscheint die Single »Sycamore Feeling« und ab morgen ist Trentemøller als DJ in Deutschland auf Cloub-Tour.
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Die Redaktion
Ein Nachruf auf Louisville Records – – – Vorschlag: 13 Euro für die Kulturflatrate – – – Cover-Artworks als Penguin Books – – – Jörg Buttgereit führt »Durch die Nacht« – – – Die Broken Bells mit Kinder-Kritik – – – OK GO und die Mega-Rube-Goldberg-Maschine – – – Owen Pallett mit No-Budget-Video – – – Neue Remixes als MP3 von The XX für Magic Wands, Chiddy Bang für die Gorillaz und Schlachthofbronx für DJ Mujava – – – Neue Alben von Tunng und Solex vs. Christina Martinez + Jon Spencer im Stream – – – Der Spextrakt.
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Walter W. Wacht
Es stellt schon eine recht gute Ansage dar, als Pop-Act den Tod des gesamten Universums, des »Big Crunch« als Namen zu tragen. Die französische Band rund um das Duo Lisa Li-Lund und Gilbert Cohen tut ebendies und nennt sich The Big Crunch Theory, womit die Wissenschaft das Forschungsfeld des umgekehrten Urknalls bezeichnet, also der Verkleinerung des Universums bis zum endgültigen Verschwinden aller Existenz. The Big Crunch Theory funktionieren als Band nun ganz anders: Sie sind – um einen jener fiesen Branchenbegriffe zu verwenden – Newcomer, verheißungsvolle sogar. Als diese streben sie natürlich weniger Richtung Kollaps sondern zur musikalischen Expansion, was sie mit ihrer Ende März erscheinenden ersten Maxi-EP zu unterstreichen versuchen: Remixes ihrer Stücke wurden von Roman Flügel und dem allseits beliebten DJ Koze angeliefert.
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Oskar Piegsa, Michael Lutz
PIEGSA: Brian Burton, unter dem Namen Danger Mouse bekannt als Messlattenhochleger hinter Gnarls Barkley, den Gorillaz und The Good, The Bad & The Queen, arbeitet auf »Broken Bells« zur Abwechslung mal nicht mit Damon Albarn zusammen, sondern mit James Mercer von The Shins. Das passt gut zu einem Aufsatz, den der Singer/Songwriter Chris Milam kürzlich unter dem Titel »Bored New World« auf der Website popmatters.com veröffentlichte. Dort behauptet Milam, dass es mit der amerikanischen (Gitarren-) Popmusik genau seit dem Moment bergab ging, als Natalie Portman 2004 in dem Film »Garden State« Zach Braff ihre Kopfhörer überstülpte und ihm mit den Worten »Das wird dein Leben verändern« den Song »New Slang« von The Shins vorspielte. Seitdem ist bekanntlich jeder, der den Film gesehen hat, heimlich verknallt entweder in Natalie Portman und/oder Zach Braff bzw. The Shins. Und seitdem – so argumentiert Milam – könnten sich alle weißen mittelständischen Mittzwanziger damit arrangieren, weiße mittelständische Mittzwanziger zu sein und nur noch Musik zu machen, die genauso klingt: nach Langweiler-Pop ohne gewagten ästhetischen Ansatz oder auch nur den Anflug irgendeines politischen Bewusstseins.
Erschienen in SPEX #325 03-04.2010 | 02.03.2010 09:01