Text:
Walter W. Wacht
Zuhause bei Niskers: blasse, gelb-grüne Blümchentapeten, ein Zweisitzersofa, kitschige Wanddekorationen, rote Sitzkissen und Merril Nisker im grauen Bademantel. So hätte man sich die Wohnung von Peaches ja nun wirklich nicht vorgestellt. Daher tippen wir darauf, dass es sich bei der Junggesellinnenbude in Peaches’ neuem Clip zu »Lose You« einfach um ein für den Videodreh angemietetes Appartment handelt.
Text:
Walter W. Wacht
Gerade einmal zwei Club-Shows gibt Peaches anlässlich ihres Anfang Mai erscheinenden Albums »I Feel Cream« in Deutschland – schwer empfohlen von Spex. Am kommenden Donnerstag, den 23. April, stellt Peaches alias Merril Nisker die neue Platte allerdings schon der Öffentlichkeit vor: im kleinen Rahmen des Berliner Scala Clubs auf der Friedrichstraße hören wir – Peaches, unsere Leser und Teile der Spex-Redaktion – gemeinsam das neue Album an.
Text:
Maurice Summen

Wenn sie an die Krise denkt, kriegt sie gute Laune: Merril Nisker kombiniert auf ihrem neuen Album »I Feel Cream« dampfige Soul-Einlagen mit strategisch angebratztem Clubsound.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 20.04.2009 00:00
Text:
Walter W. Wacht
»Dass Lesben im Hiphop nach wie vor als Menschen zweiter Klasse gelten, Schwule sowieso…«, schrieb Jan Kedves in Spex #316 (mehr…) anlässlich des aus Tempa, Florida stammenden Rap-Acts Yo! Majestys, »… erscheint ein bisschen paradox. Immerhin gehört die Inszenierung von Erotik zwischen Frauen fest ins Bildrepertoire aktueller Pornorap-Videos.« Yo! Majesty haben als offen lesbisch orientierte MCs keinerlei Interesse an derlei Inszenierung. Stattdessen spitten sie Aids-Awareness-Texte über hart pumpende Miami-Bass- und Ghetto-Tech-Beats.
Ihr großartiges Album »Futuristically Speaking … Never Be Afraid« erschien im letzten Jahr auf Domino Records, im deutlich erweiterten ›Dunstkreis‹ Peaches’ sah man Yo! Majesty auch schon in Berlin – gemeinsam spielten sie im letzten Jahr auf dem Electronic Beats Festival einen gemeinsamen Song. Und auch in anderen Zirkeln findet man sie: auf dem jüngst erschienenen Album von Chris de Luca vs. Phon.O (mehr …) rappten Yo! Majesty im Stück »Party Hardy«.
Am morgigen Dienstag wird man ihre auf absehbare Zeit letzte Deutschland-Show sehen. Kurz vor der anstehenden Mini-Tour durch die Schweiz treten Yo! Majesty in Berlin auf:
Text:
Jan Kühnemund

Mit großen Namen konnten die Initiatoren der Charity-Serien »War Child« und »Red Hot« schon immer protzen. Für erstere griffen bislang vor allem die jeweilige Crème de la Crème der britischen Inseln in die Saiten, letztere bestritten zumeist nordamerikanische Künstler in variierenden Genres: Mal waren Coverversionen von Fela Kuti zu hören, ...
Text:
Christoph Braun
Nachdem »Impeach My Bush« im Sommer 2006 erschienen war, folgte der übliche Turnus, allerdings in Beinahe-Rockstar-Größen-ausmaß. Jeder, wirklich jeder Kontinent wurde von Merrill Nisker und ihrer Band Sweet Machine bereist. In den USA waren teilweise gar stadien angesagt, als Peaches nämlich im Vorporgramm von Nine Inch Nails unterwegs war. Nur zu verständlich, dass unsere liebe Stimme des Selbstermächtigungs-Porno es anschließend ruhiger zugehen ließ und im Jahr 2008 lediglich als DJ unterwegs gewesen ist. Allerdings brauchte die Wahlberlinerin auch die Zeit, um neue Songs aufzunehmen.
Text:
Christoph Braun
Im Rahmen der soeben zu Ende gegangenen Tour des dramatischen Singer/Songwriters Scott Matthew ist der Name schon mal gefallen: Queer Beats Festival. Reiht sich der bärtige Brooklyner doch ein in die schier endlose Liste dieses Festivals, das nicht ohne Grund so früh im Jahr gefeiert wird. Denn mit der Party am 5. Januar in der Münchener Muffathalle zelebriert man das zehnjährige Bestehen des Candy Clubs, nach eigenen Angaben die »mittlerweile älteste indie-queer-electro Party des deutschsprachigen Raumes.«
Text:
Walter W. Wacht

Der November reißt die wohl größten vorweihnachtlichen Budget-Löcher: kurz vor dem Jahreswechsel kommt noch einmal jede Band auf Tour, an so manchem Abend kann man in den deutschen Großstädten gleich vier oder fünf Konzerte in verschiedenen Clubs besuchen. Dem ist auch am 20. November in Berlin so, der Unterschied ist nur, dass das
Electronic Beats Festival (EBF) an nur einem Ort – dem Berliner Postbahnhof – stattfindet und man sich so zumindest das enervierende Hetzen durch die Stadtteile spart. Andererseits spricht das Line-Up Bände: neben den britischen
Late Of The Pier treten gleich vier Favoriten der Spex-Redaktion auf, namentlich
Peaches,
Munk,
Santogold sowie die New Yorker Gruppe
Hercules And Love Affair. Dementsprechend ist die Veranstaltung ausverkauft, weswegen man bezüglich Tickets aufmerksam weiterlesen sollte.
Text:
Walter W. Wacht

Anfang letzten Jahres war
Uffie schon einmal in Deutschland unterwegs. Das war zu Zeiten, als ihre erste Single »Ready to Uff« bereits durch die Decke diverser Clubs gegangen war, jeder etwas, aber nicht vieles über die kleine Amerikanerin wusste, und sich die Hysterie mit ihrer zweiten Single »Hot Chick« gerade so richtig hochschaukelte. Das
Hotel Shanghai in Essen war dementsprechend bis zur Tür gefüllt, die Erwartungshaltung groß, die Euphorie ebenfalls und unzählige Handykameras leuchteten über den Köpfen der Gäste. Im Anschluss konnte man sicher sein, dass der Hype klarging und Anna-Catherine Hartley alias Uffie ihrer selbstauferlegten Rolle als Partykanone und Anheizerin durchaus nachkam.
Text:
Michael Lutz

Dieses Jahr findet zum dritten Mal das
Berlin Festival statt - und darf endlich auch beim Wort genommen werden: Hatte man sich in den ersten beiden Jahren noch vor die Tore der Stadt verzogen, so finden die Feierlichkeiten heuer zum ersten Mal im zentral gelegenen
Poststadion in Berlin-Mitte statt.
Zudem steht jetzt das endgültige Line-Up fest, und das kann sich durchaus sehen lassen:
Tocotronic,
Peaches,
Peter Bjorn and John und
The Go! Team heißen die Headliner unter den rund 20 Bands und DJs, die sich am 27. und 28. Juli die Ehre geben werden. Doch auch kleinere Lieblingsbands wie
Midlake oder
Au Revoir Simone werden zu sehen sein. An jedem Abend findet nach dem letzten Konzert eine After-Festival-Party im nahe gelegenen Tape Club statt, bei der unter anderem die Soulwax-Brüder
2 Many DJ's auflegen werden. Alle Informationen zum Festival und zur Anreise finden sich
hier.
Text:
Daniel Erk

Leslie Feist ist nun, nach einigen Jahren in den Mühlen der Musik und ihrer Vermarktung, in den Feuilletons, in den Herzen, in den Ohren, ach: überall angekommen, wo man überhaupt ankommen kann. Jener Weg bis dahin war lang und umständlich: Von der Peaches-Gespielin, mit Broken Social Scene, auf eigene Faust auf kleinen Bühnen: Leslie Feist ist rumgekommen. Nächste Et ...
Text:

Wer am gestrigen Montagabend dem Konzert von Leslie Feist (Support: Noël) im ausverkauften Berliner Schillertheater beiwohnen durfte, der konnte mehrere Dinge feststellen.
Erstens: Es darf mitgeklatscht werden, auch oder gerade vor vollem Haus.
Wo bei Konzerten vielerorts coole Contenance gewahrt wird, das Publikum normalerweise erst dem Ende eines Stücks mit Applaus begegnet und tun ...