Partizan

Transatlantische Metamorphosen

Scissor Sisters mit »Shady Love« samt Boys Noize & Azealia Banks ganz neu

Text: Thomas Vorreyer

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Ein überraschender Jahresstart: Die Scissor Sisters kehren mit dem Video zu Shady Love zurück. Jake Shears rappt plötzlich, kleine Kindern tanzen und zu den Mitstreitern gehören, neben dem Berliner Boys Noize und Newcomerin Azealia Banks, auch die ominösen Krystal Pepsy.                            

 
 

Von Kreuzigung und Lanzenstich

Neues Musikvideo zu »Invisible Light« der Scissor Sisters

Text: Walter W. Wacht

Scissor Sisters Invisible Lights VideoSchon mit seinem Musikvideo für El Guinchos »Bombay« zeigte der Regisseur Nicolás Méndez fantastische, thematisch unzusammenhängende Bilder. Bei dem neuen Clip zu »Invisible Light« der Scissor Sisters durfte er nun mit einem deutlich höheren Budget deutlich ästhetischere und drastischere Bilder filmen.                            

 
 

Im Gedächtnis verankert

Tensnake remixt »Any Which Way« der Scissor Sisters, Gratis-Download

Text: Walter W. Wacht

Tensnake Scissor Sisters RemixIm Folgenden soll es nur am Rande um die Scissor Sisters, ihr aktuelles Album »Night Work« und ihre jüngste Single »Any Which Way« gehen. Ein kostenloser Download dieser Single ist nur ein willkommener Anlass, dem Hamburger Produzenten Marco Niemerski die längst überfällige Aufmerksamkeit zu widmen: Unter seinem Projektnamen Tensnake gelingen ihm seit einiger Zeit Erfolgsgeschichten in Reihe gelingen.                            

 
 

Yeah Yeah Yeahs

Skeletons

Text: Walter W. Wacht

Für das neue Musikvideo zur Single »Skeletons« (aus dem Album »It’s Blitz«) wählte Regisseur Barney Clay eine recht naheliegende Technik: Die Yeah Yeah Yeahs selber tauchen nur als Geister auf, schweben als leuchtende Projektionen über den Grabstätten des nächtlichen, von dichtem Nebel durchwaberten Hollywood Forever Friedhofs in Los Angeles. Dazu filmte Clay die Band zunächst im Studio während der Performance des Songs, modifizierte die Aufnahmen anschließend am Rechner, um sie schlussendlich auf die Nebelwände des Drehorts zu projizieren und erneut abzufilmen.                            

 
 

The XX

Ausstellung ihrer Musikvideo-Skulptur in Berlin, Nick-Hornby-Diss, Video zu »VCR«, MP3, Scott-Heron-Remix

Text: Walter W. Wacht

XX Skulptur TeaserIn der zweiten Januarwoche wurde in London die neueste Arbeit des Musikvideoregisseurs Saam Farahmand präsentiert, die der Brite gemeinsam mit der bzw. für die derzeit omnipräsente Neogaze-Band The XX realisierte: »XX – A Sculpture of the Album«. Mittels dreier schwarzlackierter hölzerner Stelen samt darin jeweils eingelassenem Flachbildschirm und Verstärker-Box hat Farahmand eine räumlich begehbare Installation geschaffen, über die Bildschirme und Boxen konnte man den jeweiligen Bandmitgliedern während der Performance oder Ruhepausen von Songs ihres Albums »xx« zusehen. Nun kommt »XX – A Sculpture of the Album« für fünf Tage auch nach Deutschland. Ihre aktuelle Tour ist derweil nahezu ausverkauft, Pop-Autor Nick Hornby gab sich im Interview etwas gelangweilt und ein ›richtiges‹ Musikvideo zur neuen Single »VCR« gibt es nun auch.                            

 
 

A Sculpture of The XX

Musikvideo-Installation in London, auf Tour, neue Single mit Matthew Dear

Text: Walter W. Wacht

»Es wird eine Gegenreaktion zu YouTube geben«, konstatierte Sasha Nixon von der britischen Produktionsfirma Partizan im vergangenen Jahr. Die Hochzeiten der Musikvideos sind vorbei, zumindest die der fetten Budgets. Mittlerweile kämpft eine Vielzahl von professionellen Regisseuren, Produktionsteams und andererseits Amateuren um die bei den Plattenfirmen immer schmaler werdenden Budgets für Videoclips, die sich trotz den wachsenden Erfolgen von iTunes und anderen Plattformen immer noch nicht wirtschaftlich rechnen.

    Die für ihre Werbe-, Spielfilm- und Musikvideoarbeiten äußerst renommierte Londoner Agentur Partizan reagierte auf diese Entwicklung – und arbeitete mit ihrem Regisseur Saam Farahmand an dem neuen Format des nicht-digitalisierbaren Musikvideos. Das erste Ausstellungsstück dieser Art wird nun ab Donnerstag in London gezeigt, es handelt sich um die Visualisierung von »xx«, dem durchaus überraschenden Album der fabelhaften britischen Neogazer The XX.                            

 
 

Hell

Neue Single & Video zu »U Can Dance«, C2-Remixes, Ideensammlung mit Vodka

Text: Walter W. Wacht

DJ Hell teaserEs war der erste Track, den man aus Hells diesjährig erschienenem Album »Teufelswerk« im Netz zu hören bekam, und nun ist die Zusammenarbeit mit Roxy-Music-Sänger Bryan Ferry der letzte Track, mit dem Helmut Geier das Jahr ausklingen lässt: Soeben wurde das neue Musikvideo zur Single »U Can Dance« veröffentlicht, für das Regisseurin Jo Apps von der Londoner Produktionsfirma Partizan verantwortlich zeichnete. Wie schon im Video zu »The DJ« wird der Modebezug Geiers konsequent weiter gedacht: In schwarzen Kleider und dunklem Make-Up feiern junge Models Hells und besonders Ferrys schwelgerische Suche nach Gesellschaft in einem Nachtclub. Zwischendurch sieht man kurze Bild-Einstreuungen des jungen Bryan Ferry, das grobkörnige Schwarz-Weiß-Bild verschnitten mit den gestochen scharfen Aufnahmen Jo Apps wirkt wie ein Nachhall der Erinnerung. Das Video sieht man im Vorfeld der Single-Veröffentlichung mit Remixes von Carl CraigSimian Mobile Disco und Tim Goldsworthy, vorab kann man sich den Song auch als MP3 bei einem Spirituosenhändler abholen.                            

 
 

Jarvis Cocker

Further Complications

Text: Walter W. Wacht

Jarvis Cocker Further Complications Video Still

»Endlich!«, möchte man sagen, »endlich hat Jarvis Cocker es hinbekommen, ein Musikvideo zu seinem jüngsten Album freizugeben«. Im Mai dieses Jahres erschien sein zweites Solo-Album »Further Complications«, mit knapp sechsmonatiger Verzögerung folgt nun der Clip zum gleichbetitelten Song. Außerdem: Ein Mitschnitt von Cockers Gastauftritt in Gonzales’ »Piano Talk Show«.                            

 
 

Peaches

Neuer Clip zu »I Feel Cream«, Remix, Spex präsentiert Shows in Köln und Berlin

Text: Walter W. Wacht

Peaches I Feel Cream TeaserKeine Lo-Fi-Ästhetik mehr wie bei »Take On You«, nun gibt es bei Peaches ironisch vorgetragene Klischee-Bilder zu Glamour, Hetereo-Sex-Appeal und Fashion: Für ihr neues Video zum von Drums of Death und Simian Mobile Disco Song produzierten Song »I Feel Cream« ließ sich Peaches von Partizan-Regisseurin Kinga Burza mit fetten Schulterpolstern, durchsichtigem Mantel und in hüfthohen Schürstiefeln ablichten, Cory Enemy liefert den dazu passenden Großraumdisco-Remix.

    Im Anschluss an ihre Ende Oktober beginnende ausführliche USA-Tournee wird Peaches außerdem zwei von Spex präsentierte Deutschland-Shows spielen, Mitte Dezember besucht sie die größeren Konzerthäuser in Köln und Berlin.                            

 
 

Gossip

Love Long Distance

Text: Walter W. Wacht

Gossip TeaserBei genauerer Überlegung fällt auf, dass sich die zweite Gossip-Single »Love Long Distance« bestens zur High Time in der Roller-Disco eignet. Dort spielt das neue Musikvideo zum Song, in hautenge Jumpsuits bzw. Bodys verpackt sieht man Ditto und Band über das von der Disco-Kugel illuminierte Rollfeld kreisen, die Köpfe wurden jeweils durch überdimensionierte und mit Charakter-Animationen verzierte Luftballons ersetzt. Die neue Arbeit von Partizan-Regisseur Joel Trussell, der vor einigen Jahren mit Jason Forrests »War Photographer« sowie weiteren Animations-Clips für u.a. Jakob Dylan, M. Ward, Morcheeba und Coldcut brillierte, wirkt allerdings etwas zwiespältig:                            

 
 

Kanye West

Paranoid

Text: Walter W. Wacht

Das Video zur nächsten Single »Paranoid« aus Kanye Wests Album »808 & Heartbreak« taucht Regisseur Nabil Elderkin in schwarz-weiße fünfziger-Jahre-Ästhetik. Einen Gastauftritt sieht man von R&B-Sängerin Rihanna: im (Alb-)Traum erscheint ihr der leibhaftige Auto-Tune-Kanye, ein zum Wersänger mutierter Rapper, der sie im Sportwagen sitze ...                            

 
 

Schnipp, schnapp!

La Roux

Text: Oskar Piegsa
Sie gelten als eine der größten Hoffnungen des Musikjahres 2009: Elly Jackson und Ben Langmaid alias La Roux. Erst ein Unfall, dann ein Witz – jetzt ist es Pop.                            
 
 
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