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Sebastian Hammelehle
Es hieß, sie seien ausgebrannt und hätten die Arbeit an ihrem neuen Album abgebrochen, Jake Shears sei nach Berlin geflüchtet. Man machte sich Sorgen um die Scissor Sisters. Doch im Mai tauchte auf dem »Shrek 4«-Soundtrack ein neues Stück der Band auf. Prompt folgt ihr neues Album »Night Work«. Im Spex-Gespräch mit Sebastian Hammelehle plaudern Jake Shears und Scott »Babydaddy« Hoffman über das Berghain, Robert Mapplethorpe und ihr Verständnis von wahrem Christentum.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 30.07.2010 08:22
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Walter W. Wacht

Frage: Woran erkennt man häufig die Wandlung einer Band vom Hype zum Pop-Künstler? Antwort: Bereits veröffentlichte Musikvideos zu bereits veröffentlichten Songs werden in edlerem Look neu aufgelegt. Das britische Pop-Duo Hurts hat nun ihre Single »Wonderful Life« visuell interpolieren lassen.
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Walter W. Wacht, Michael Lutz
»Live and direct aus Abidjan« berichtete uns kürzlich des Golden Pudels oberer Zeremonienmeister Jacques Palminger. Der Hamburger dAdA-Texter Palminger alias Heiner Ebber reiste kürzlich gemeinsam mit Carsten »Erobique« Meyer an die Elfenbeinküste, um mit den dort beheimateten Musikern Shaggy Sharoof und Elvis Seconde eine gemeinsame Nummer einzuspielen. Von unterwegs sendete Ebber einen rund zweiminütigen Reisebericht, und wie es sich für eine »Totaler Spinner« betitelte Single gehört, folgte auch die eine und einzige Folge des Palminger’schen Videotagebuchs der Logik der Unlogik. Zu verstehen ist beides als Ausblick auf das von Spex präsentierte Festival Rue Princesse in Berlin und Hamburg.
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Walter W. Wacht
Anfang des Jahres klang es noch nach einem guten Gag: Tocotronic sprachen anlässlich ihres aktuellen Albums »Schall & Wahn« alle »Bürgerinnen und Bürger von Entenhausen« mit einem Videogrußwort an. Was man aber im aktuellen »Micky Maus«-Magazins zu sehen bekommt, kann man wohl als feinste Selbstironie und gleichzeitig als Erlebnisbericht der schall- und wahnsinnigen Verkaufsschau in Hamburg verstehen. Donald Duck als ewig glückloser, ewig tobsüchtiger Freund Daisy Ducks, der es das neue Album der Gruppe Monotronic zu kaufen gilt. Im Interview erklären Tocotronic-Bassist Jan Müller und Ehapa-Redakteur Kai Reininghaus, wie es zu der Monotronic-Geschichte kam.
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Walter W. Wacht

Ende letzten Jahres tauchten die gigantischen, von den entsprechenden Arbeiten Gwon Osangs und Bert Simons inspirierten Papierköpfe des Künstlers Eric Testroete zunächst in verschiedenen Blogs auf, im April machte die De:Bug mit einem Design des Kanadiers auf und nun verwenden gleich zwei Musikprojekte die mittels 3D Studio Max, Mudbox 2010 sowie Photoshop erstellten Riesenpapierköpfe. Bei dem einen handelt es sich um die Kollaboration von Kid Cudi, Best Coast und Rostam Batmanglij (Vampire Weekend) für den Schuhhersteller Converse, die andere kommt in Form des Porträts von Marten Laciny alias Marsimoto alias Marteria. Der deutsche Rapper ließ sein Gesicht für das Cover seines neuen Albums »Zum Glück in die Zukunft« in 3D einscannen, ausdrucken und als Maske neu zusammenkleben. In seinem neuen Musikvideo zur Single »Verstrahlt« tauchen die Papiermasken nun nur am Rande auf.
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Aram Lintzel
Brian Wilson hasst den Strand, schon immer. Die vier Mitglieder der Drums inzwischen wohl auch. Seit »Let’s Go Surfing«, ihrem hymnisch-hysterischen Hit aus dem letzten Jahr, haben sie das Image der feucht-fröhlichen Beach-Popper weg. Ein Stigma, das die Brooklyner Band loswerden will.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 23.07.2010 08:22
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Walter W. Wacht, Martin Hossbach

Das neue Musikvideo zu Gonzales »I am Europe« ist streng genommen kein Musikvideo, sondern vielmehr: ein Kino-Trailer, der Gonzales Stück »I am Europe« dazu verwendet, auf seinen Schachspielfilm »Ivory Tower« hinzuleiten. Jason Beck alias Chilly Gonzales befindet sich gerade in der heißen Vorveröffentlichungsphase seines ebenso betitelten Albums, Ende dieses Jahres soll darauf noch der Spielfilm folgen. Im Interview mit Martin Hossbach für die kommende Spex-Ausgabe gab Gonzales schon einen Ausblick auf sein Film-Debüt »Ivory Tower«.
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Walter W. Wacht
Die Stücke sind fordernd, repetitiv, treibend und schon einmal von großzügiger Vertracktheit geprägt – tendenziell ein mögliches Todesurteil für so ziemlich jedes Konzert an einem heißen Sommertag. Aber erstens legt der Hochsommer am kommenden Freitag mit ganztägigen Regenschauern bei angenehmen 25° Celsius eine kurze Pause ein und zweitens handelt es sich an diesem Tag nicht um die Show von irgendwem, sondern um den einzigen Auftritt von Tony Bucks Projekt Transmit. Der Avant-Jazz-Drummer, bestens bekannt durch seine Arbeit als Teil des Improvisations-Trios The Necks, spielt am Wochenende im Büro für postpostmoderne Kommunikation West Germany Berlin.
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Martin Hossbach
Tracey Thorn, 47, veröffentlichte dieser Tage ihr drittes Soloalbum, »Love and Its Opposite«, das in Berlin und London aufgenommen wurde. Das Bandprojekt, das sie und ihren Ehemann Ben Watt berühmt machte, Everything But The Girl, ruht seit 2002. Der Spex-Questionnaire, mit Antworten auf Fragen nach Männern, Kindern, London, Ritualen, Covers und Remixen.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 20.07.2010 09:12
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Michael Lutz
In der Beschissenheit der Dinge kann große Kunst liegen, und genau diese scheinen die Strange Boys aus Texas für sich entdeckt zu haben: Ihr rauschumspülter Garage-Rock leiert launisch vor sich hin, ihr amateurhaft austarierter Sound klingt so schräg, dass man glauben möchte, die ganze Band sei seit drei Tagen besoffen. Im Juli spielen die Strange Boys präsentiert von Spex einige Shows in Deutschland, Österreich und der Schweiz.