Im goldenen Licht eines Parkplatzes
»A Single Man« von Tom Ford
Text: Esther Buss
In »A Single Man« zeigt sich Modedesigner und Regiedebütant Tom Ford wenig interessiert am ›period picture‹. Am 8. April läuft der Film in den Kinos an.

In »A Single Man« zeigt sich Modedesigner und Regiedebütant Tom Ford wenig interessiert am ›period picture‹. Am 8. April läuft der Film in den Kinos an.

Lady GaGa und Regisseur Jonas Åkerlund haben am Freitag ein neues Musikvideo zu GaGas Single »Telephone« veröffentlicht, das als Kurzfilm Spielfilme wie Quentin Tarantinos »Kill Bill Vol. 1« und »Death Proof«, Oliver Stones »Natural Born Killers« und Ridley Scotts »Thelma & Louise« zitiert, das mit dem Massenmord einen Querverweis auf die Schlussszene des Clips zu »Paparazzi« liefert, und das GaGa in der Einstellung mit dem Leopardenkostüm aussehen lässt, wie Shania Twain in ihrem Video zu »That Don’t Impress Me Much«.
Daneben könnten wir im Weiteren auf die im Titel gestellte Frage nach dem Penis von Lady GaGa eingehen, aber das hatten wir schon anderswo. Wir könnten die aufwendigen Kostüme bzw. Kleider und Accessoires von Designern wie Fred Butler, Jean Charles de Castelbajac, Brian Lichtenberg, Viktor & Rolf, Search And Destroy, Chanel, Atsuko Kudo, Jeremy Scott, Thierry Mugler, Emilie Pirlot und Haus of GaGa betonen, aber das hatten wir schon anderswo. Wir könnten über das Product Placement diverser GaGa-Konsumgüter im Video schreiben, aber das hatten wir schon anderswo. Wir könnten über die Paarung GaGa und Beyoncé schreiben, aber auch das hatten wir schon anderswo. Das einzige, was man prinzipiell zu Lady GaGas neuem Video zu »Telephone« wissen muss, ist dies:

Was macht James Murphy eigentlich, wenn er nicht gerade an seinem neuen Studio-Album oder dem Soundtrack zu »Greenberg« arbeitet? Genau: Modemusik. Für die Präsentation der Herbst/Winter-Kollektion 2010/2011 des Modehauses Yves Saint Laurent trat Murphy als LCD Soundsystem gestern ›Live‹ im Pariser Grand Palais auf, er folgte damit einer Einladung von YSL-Designer und -Kreativchef Stefano Pilati – ob damit ein Live-Konzert oder -Set, oder aber nur die Verwendung eines Songs gemeint war, ist derzeit nicht exakt überliefert. Einem Bericht des Telegraph zufolge besagten die Programmnotizen der Schau: »A woman in motion. Dynamic. Contemporary. Aware«. Schon seit rund zwei Jahren arbeiten Murphy und Pilati immer wieder zusammen, allerdings noch nie mit dem Ergebnis einer gemeinsamen Show. Der neue rund elfminütige LCD-Soundsystem-Instrumental-Track wurde exklusiv für die Schau produziert, gemeinsam mit einem Video vom Catwalk der YSL-Show kann man den Song nun streamen.
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Etwas altklug beginnt der neue Song »Mamma’s Place« von Róisín Murphy, aber dafür grundehrlich: »So you think you know it all / that’s just the arrogance of youth / I’ve been there and I’ve done it, Baby / I’m telling you the truth«, singt die seit einem Monat frischgebackene Mutter des Mädchens Clodagh Henwood, den Song an sich könne man durchaus als Brief an das damals noch ungeborene Kind verstehen, so Murphy im Interview: »That was the first song I wrote when I knew I was pregnant. The song is really just me saying don’t think you can get one over on me, I’ve been there, I’ve done that: I’ve been as naughty as you can be.«
Schlechte Zeiten für Minimalisten: Wie der Welt wichtigste Modekritikerin Suzy Menkes heute in der New York Times berichtet, hat die Übernahme profilierter Avantgarde-Modehäuser durch internationale Großkonzerne ein weiteres Langzeitopfer gefordert. Während schon vor einigen Jahren Helmut Lang und Jil Sander ihre mehrheitlich an Prada veräußerten Marken im Unfrieden verließen, hat nun Martin Margiela seinen Hut genommen und Maison Martin Margiela ganz dem Eigner Diesel überlassen.
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