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Jan Kedves

Vera von Lehndorff alias VERUSCHKA ist eine deutsche Modeikone. Im Spex-Modeinterview spricht sie u.a. über Schönheit, ihre Modelarbeiten für die Vogue der 1960er bishin zu Giles Deacon und die legendären Veruschka Self-Portraits. Derzeit läuft zudem das Filmporträt Veruschka - Inszenierung (M)eines Körpers von Paul Morrissey und Bernd Böhm in einigen deutschen Kinos.
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Daniel Fersch
Die Streetwear-Messe BREAD & BUTTER feiert kommende Woche in Berlin ihr zehnjähriges Jubiläum mit einem dreitägigen Musikfestival auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Aus dem vollständigen Line-up der sogenannten B&B Super Nights machten die Veranstalter bis vor kuzrem ein großes Geheimnis. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass am Eröffnungsabend Mos Def und Deichkind spielen werden; die Headliner der weiteren Abende bleiben vorerst weiter unbekannt. Während sich die Messe ausschließlich an Fachbesucher richtet, sind die Super Nights öffentlich zugänglich. Die Tickets gibt es nicht zu kaufen, sondern nur zu gewinnen - zum Beispiel bei uns.
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Walter W. Wacht

»
Wenn man direkt mit einem Künstler zusammenarbeitet«, antwortet der New Yorker Designer
Zaldy Goco (
siehe Foto links) im Mode-Interview der
aktuellen Spex #331 auf die Frage nach dem Unterschied zwischen Maßarbeit und Kundenkollektionen, »
ist man immer unmittelbar von dieser Person inspiriert, und davon, wie sie wahrgenommen werden möchte.« Entwarf Zaldy bisher aufwendige Kostüme für Popstars wie Michael Jackson, Lady GaGa, die Scissor Sisters oder Lady Miss Kier (Deee-Lite), so sieht man seine Kleidungsstücke nun erstmals auch im Theater – an den Darstellern von
Bruce LaBruces Inszenierung des »Pierrot Lunaire«. An vier Abenden wird das Stück in Berlin gezeigt.
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Edwina Pru
»I don’t speak German, but I can if you like«, moderiert Lady GaGa ihre jüngste musikalische Äußerung an. Ein Remix ihres neuen Songs begleitete vorgestern bei den Modenschauen in Paris die Präsentation der Männerkollektion Herbst/Winter 2011/2012 des frisch reaktivierten Modehauses Thierry Mugler.
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Martin Eiberle
Nächste Woche geht das Spektakel wieder los: Erneut findet in Berlin die Modemesse Bread & Butter statt. Abseits der Ausstellungsfläche präsentiert die Bread & Butter (BBB) ihren Besuchern und Modeinteressierten Zaungästen ein vielfältiges Programm mit Showcases der Fashion-Punkband Bonaparte, schweißtreibendem Schachboxen, einer Douglas Kirkland-Ausstellung und natürlich zahlreichen Messeständen mit den Saisonhighlights der kommenden Herbst-/Winter-Kollektionen. Ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungszeitraum außerhalb des offiziellen Programms ist eine Ausstellung mit Arbeiten des Fotografen Juergen Teller.
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Jan Kedves
Ein Model lebt davon, gesehen zu werden – eigentlich. Doch Vera Lehndorff, berühmt unter dem Namen Veruschka, ist nicht einfach Model. Die 1939 in Königsberg, Ostpreußen geborene Künstlerin, die in den 1960ern von sämtlichen Größen der Modefotografie – Penn, Avedon, Newton – in ikonischen Bildern verewigt wurde und in Antonionis »Blow up« einen legendären Fünf-Minuten-Auftritt hat, erklärt im »Mode-Interview« der neuen Spex-Ausgabe, warum sie sich schon immer eher als »Anti-Model« verstanden hat. Nun hat Veruschka ihre Porträts aus der Peter Lindbergh-Ausstellung »On Street« im Fotomuseum C/O Berlin entfernen lassen.
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Edwina Pru
Anfang dieses Jahres äußerte sich die Modetheoretikerin Barbara Vinken im Spex-Interview zu zwei Kernströmungen der aktuellen Mode: Sie sprach über die Rückkehr des Eleganz-Ideals in der Pariser Couture, exemplarisch verkörpert in den Designs von Alber Elbaz für das Modehaus Lanvin; andererseits über den anfallartigen Markenfetischismus für die Massen, die die limitierten Designerkollaborationen des Retail-Giganten H&M auslösen. Wer nun dachte, dass distinguierte Eleganz, guter Schnitt, ausgewählte Stoffe einerseits und die Hau-raus-Mentalität des schwedischen Textilgiganten andererseits einander ausschließen, kennt die Modeindustrie schlecht. Wie gestern bekannt wurde, kommt die nächste Designerkollektion für H&M von niemand anderem als Alber Elbaz.
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Walter W. Wacht

Da hilft selbst das beste Haarspray nicht: der bretthart zur Tolle toupierte Afro hält nicht länger Stand. Die afroamerikanische Soul-Sängerin Janelle Monáe ist gerade in der Mitte ihres rund 45-minütigen Sets im Rahmen der Modemesse Bread & Butter angelangt, als ihre Frisur hitzebedingt kollabiert. Kein Wunder: 37 Grad Celsius zeigt das Thermometer auf dem Rollfeld des früheren Verkehrsflughafens Berlin Tempelhof an, und die gefühlte Temperatur liegt weitaus höher. Die 24-jährige Monáe trägt's mit Fassung, rückt die Haare zurecht und setzt ihre furiose Live-Show fort.
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Martha Linz
Letzte Woche stand in der Zeitung, in der taz, um genau zu sein: »Die 80er waren das Jahrzehnt von Pop, die 90er das Jahrzehnt von Rave und Politik, die Nuller das Jahrzehnt von Kunst und Mode.« Vorausgesetzt, das stimmt so: Was werden die Zehner dann für ein Jahrzehnt? Bei der Modemesse Bread & Butter, die wieder vom 7. bis 9. Juli im Berliner Flughafen Tempelhof ihre Zelte aufschlagen wird, gibt man schon eine Antwort: Die Zehner könnten das Jahrzehnt der Kunstmode werden – beziehungsweise der Modekunst.
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Walter W. Wacht
Ihr neues Musikvideo zu »Glamour Girl« bedient sich der gleichen Prinzipien, die auch den zahllosen »Jackass«-Formaten und Skateboard-›Bail‹-Videos zugrunde liegen: Stürze aus mittlerer Höhe, eine meist scheinbar schmerzhafte Landung, die oft aber gerade noch glimpflich ausging. Der Unterschied: Die Chicks On Speed zeigen keinen Sport oder fügen sich selbst Schaden zu, stattdessen collagieren sie nun für die Neuauflage ihres 1998 erstmals veröffentlichten Songs »Glamour Girl« zahllose Cat-Walk-Aufnahmen von Modeschauen, Miss-Wahlen oder Casting-Shows, in denen junge Damen auf geheiß der Modehäuser auf hohen Absätzen über den Laufweg staksen und schließlich vor der Schwerkfraft kapitulierend zu Boden gehen. Aber es gibt noch weitaus interessantere Neuigkeiten der Chicks On Speed: Von Juni bis August wird man endlich das Ergebnis von Melissa Logans und Alex Murray-Leslies ›Residency‹ im schottischen Dundee sehen können.
Text:
Walter W. Wacht

Vor knapp zwei Wochen drehte Robyn ihr neues Musikvideo zu »Dancing On My Own« ab, am nächsten Tag trat sie vor restlos gefülltem Haus bei Spex Live in Berlin auf. Dabei trug sie während ihres Auftritts im Berghain dasselbe graue, von Fußball inspirierte Sweater-Kleid mit braunen Leder-Schulterpolstern aus der Frühjahrs-Kollektion 2010 des Mode-Designers Alexander Wang – welches nun auch im neuen Clip zu sehen ist. Gedreht wurde in Stockholm, die Doppel-Nutzung des Kleides hat dabei ganz pragmatische Umstände: »Zwischen dem Videodreh und meiner Abreise nach Berlin lag nur sehr wenig Zeit – ich hatte einfach keine Gelegenheit mehr, mir ein zweites Outfit für Spex Live zuzulegen«, sagt Robyn selbst. Und auch beim nächsten Punkt fühlen wir uns stark an Robyns Live-Set in Berlin erinnert:
Text:
Jan Kedves

Malcolm McLaren ist gestern in einem Schweizer Hospital im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Künstler, den man genauso als genialen Manager, Designer, Provokateur, Impresario, Ausbeuter und Pressemanipulator bezeichnen konnte, litt seit einigen Jahren an der seltenen Krebsart Mesotheliom, ohne dies publik zu machen. Sein Zustand schien lange Zeit stabil. Im Oktober brach die Krankheit erneut aus. Mit McLaren, der in den Siebzigern als Manager der Sex Pistols berühmt wurde, verliert die Kunst- und Popwelt einen ihrer wichtigsten Vordenker.