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Thomas Vorreyer

Rundumschlag in Sachen Bassmusik. ZOMBY veröffentlicht eine neue EP und spielt heute in Berlin. BURIAL remixt Massive Attack. SEPALCURE aus NYC veröffentlichen ihr Debütalbum und R&S Records in diesem Jahr nicht nur eine Kompilation, sondern auch eine weitere EP von JAMES BLAKE, den Spex demnächst auf Tour präsentiert.
Text:
Walter W. Wacht

Ihr letzter Clip zu »Saturday Come Slow« war politisches Statement, das neue Video von Massive Attack zu »Psyche (Flash Treatment)« gibt sich wieder deutlich zahmer – dafür hat Regisseur Dougal Wilson mit niedrigstem Budget fantastische Bilder eingefangen. Wir sehen die Martina Topley-Birds Gesang lipsyncende Jungschauspielerin Aoife Doherty auf nächtlicher Wanderschaft durch eine totenstille Innenstadt, verfolgt wird sie von schwebenden Gespenstern. Gemeinsam mit dem Berliner Online-Musikfernsehen tape.tv zeigen wir exklusiv das Video zu »Psyche (Flash Treatment)«.
Text:
Max Dax
Liebe Leserinnern und Leser,
sie zu finden ist gar nicht schwer. Einfach ins Internet gehen, ›Facebook‹ in die Tasten hacken, nach ›Spex Magazin‹ suchen, ›Fan werden‹ anklicken, ›Likes this‹ gleich hinterher, und schon steht man in der virtuellen Spex-Kantine, in der jeden Tag etwas anderes auf den Tisch kommt. Neulich zum Beispiel kochten wir das »Collected«-Schallplattencover von Massive Attack nach: französische Artischocken. (Rezept: Salzwasser zum Kochen bringen, Artischocken rein, nach zwanzig Minuten Artischocken wieder raus.) Das ist der Rede wert, weil wir seit der Punktlandung der Journalismusstudentin und neuen Autorin Anne Waak in der Spex-Redaktion (vgl. MitarbeiterInnen der Ausgabe) jedes Mittagsmahl, das die Küche verlässt, fotografieren und kommentiert von Walter W. Wacht durch Facebook und Twitter blasen – eine spätere Buchveröffentlichung nicht ausgeschlossen. Und das ist auch der Rede wert, weil beim gemeinsamen Essen das Gespräch nicht selten auf die Regelmäßigkeit zufälliger Querverweise kommt, die verlässlich die Spex-Heftinhalte miteinander verlinken.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 12.04.2010 18:34
Text:
Walter W. Wacht

Das neue Musikvideo zu »Saturday Come Slow« von Massive Attack verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie das zu »Paradise Circus«: mehr Reportage als Musikclip, mehr Erzählung als Musik. Der Unterschied: Das von den bildenden Künstlern Adam Broomberg und Oliver Chanarin gedrehte Video ist zusätzlich ein hochgradig politisches Werk, das sich speziell mit sonischer Kriegsführung beziehungsweise Folter beschäftigt. Neben diesem neuen Video zeigen wir gemeinsam mit tape.tv fünfzehn weitere Musikvideos aus der Karriere Massive Attacks.
Text:
Walter W. Wacht

Gestern erst ließen Massive Attack verlauten, dass ihrem neuen, am kommenden Freitag erscheinenden Album »Heligoland« bestenfalls schon im Mai eine zweite EP folgen solle: Aus den Aufnahme-Sessions seien mehrere Stücke übrig geblieben, eines davon sei eine noch nicht fertig gestellte Kollaboration mit dem Elbow-Sänger Guy Garvey. Robert Del Naja sagte dazu im Interview mit BBC6 Radio: »Es gibt diesen Song ›Red Light‹, den wir schon seit zwei Jahren bei Konzerten spielen, aber immer noch nicht fertigstellen konnten. Ich bin mir nicht sicher, ob wir ihn beenden werden können … Manche Stücke sind einfach so. Einige klappen auf Anhieb, andere machen dir laufend Ärger.«
Ein anderer Song schien dabei weniger Probleme bereitet zu haben: Für »Flat of the Blade«, ebenfalls mit dem Gesang Guy Garveys, wurde soeben ein Musikvideo freigegeben.
Text:
Max Dax, Mark Stewart
Sie liefen Gefahr, zu einer Supergroup zu werden, auf die sich alle einigen können – und daran zu ersticken. Also ließ sich Robert »3D« Del Naja, der Gründer und zuletzt alleinige Lenker der Band, acht Jahre Zeit, löschte ein bereits komplett eingespieltes Massive-Attack-Album und hieß seinen alten Mitstreiter Grantley »Daddy G« Marshall wieder in der Band willkommen. Mit »Heligoland« wärmen Massive Attack ihren auf »100th Window« auf Eiseskälte heruntergefahrenen Sound wieder spürbar auf. Warm ist auch die Umarmung, als sich Mark Stewart und Del Naja im Berliner Tempodrom wiedersehen. »How do you get the cheese from the bear in the woods?«, fragt Stewart zur Begrüssung. Und als Del Naja verdutzt guckt, feuert Stewart die Pointe ab: »C’mon, bear!«
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 01.02.2010 16:35
Text:
Walter W. Wacht

Bristol strikes again: Überraschten gestern erst Portishead in »Chase the Tear« mit einem Krautrock-Track, so folgt heute das neue Musikvideo zu »Paradise Circus« aus dem heißersehnten fünften Studio-Album von Massive Attack. Den Gesangs-Part in »Paradise Circus« übernahm die amerikanische Songwriterin Hope Sandoval, ihre Stimme trägt das träumerisch-schlafwandlerische, mit Handclaps, einer brummenden Bassline und zarten Klavieranschlägen arbeitende Stück.
Der dazugehörige, nicht jugendfreie Clip legt nun den, wenn man so sagen will, Quellcode des Stücks offen: 1973 ließ der Regisseur und Produzent Gerard Damiano den Teufel von der Kette. In dem heutigen Klassiker des Pornofilms »The Devil in Miss Jones« ließ er seine Hauptdarstellerin Georgina Spelvin als eiserne Jungfrau Justine Jones Selbstmord begehen, im Vorhof der Hölle gab ihr der Teufel eine letzte Chance zur Auslebung ihrer Triebe – was Jones letztendlich in den Wahnsinn trieb. Regisseur Toby Dye brachte den Film nun für Massive Attack auf Videoclip-Länge, das Video ist nicht für Zuschauer unter 18 Jahren geeignet.
Text:
Walter W. Wacht
Es dürfte eines der vorerst meist erwarteten Alben des nächsten Jahres sein: Im Februar werden Massive Attack ihr neues Studio-Album veröffentlichen, auf das sie mit der EP »Splitting the Atom« und der Oktober-Tournee bereits öffenlichkeitswirksam hingeteased haben. Nun wurden die Tracklist, Titel und Artwork des neuen Albums veröffentlicht.
Text:
Gunnar Klack

Für das Konzert von Massive Attack am Freitag ist das Berliner Tempodrom restlos ausverkauft, aber für die Aftershow-Party verlost Spex dreimal zwei Gästelistenplätze! Im St.Georg Klub dürfte sich am Freitag nach dem Konzert eine illustre Runde tummeln. Die Band wird als Gast erwartet. Auch wenn mit keiner weiteren Live-Einlage von Massive Attack zu rechnen ist mangelt es nicht an exzellentem Musikprogramm. Namosh und Angie Reed spielen live, Mark Stewart, Max Dax und Eric D. Clark legen auf. Weitere DJs sind iGedget, Grizzly Adams und Jesse Fox.
Text:
Die Redaktion
Die Riesen im Archiv – – – Dizzee mit Sneaker-Kollabo – – – Dylan mit Bank-Kollabo – – – Banhart mit möglicher GZA-Kollabo – – – Massive Attack mit möglicher Burial-Kollabo – – – Ein Einblick auf die »iTunes LP« – – – Kein Einblick in die MySpace-Upload-Politik – – – Im Stream: Ein Sampler von Urban Outfitters – – – Ein Album von Kyp Malone – – – Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht
Man darf nun wohl von einem geschlossenen Produkt sprechen: Das titelgebende Stück »Splitting the Atom« der neuen Massive-Attack-EP bekam nun auch ein Musikvideo. In dem grobkörnigen, in Zeitlupe gedrehten Farb- und Schwarz-Weiß-Video beobachtet man den (ungleichen) Kampf zwischen Torero und Bulle in der Corrida, dem spanischen Stierkampf – wie es das Protokoll bzw. die Tradition erwartet, geht der Bulle geschlagen zu Boden.
Den Clip zu »Splitting the Atom« mit dem Gesang von 3D, Daddy G und Horace Andy kann man exklusiv auf der Homepage von Massive Attack streamen.
Text:
Walter W. Wacht
Es ist Zeit für ein Update: nach dem ersten Stück »Splitting the Atom« mit dem Gesang von 3D, Daddy G und Horace Andy sind nun die drei weiteren Stücke der neuen Massive-Attack-EP als MP3 bzw. Stream im Netz aufgetaucht. Die Runde machte zunächst das ruhig-trippige »Pray For Rain«, das von TV-On-The-Radio-Sänger Tunde Adebimpes Stimme getragen wird. Heute folgte Guy Garveys Beitrag: der Frontmann der britischen Band Elbow unterstützt mit seiner Stimme den düster hämmernden, mit Blechbläsern verstärkten und an Minimal Techno erinnernden »Bulletproof Love«-Remix der Fever-Ray-Produzenten Van Rivers und The Subliminal Kid. Dazu kam auch der langsame, mit zähen Blubber-Loops und zischenden Snare-Sounds arbeitende Feature-Beitrag der Tricky- und Gorillaz-Kollaborateurin Martina Topley-Bird, der wie alle Stücke dieser Ausblicks-EP absolut zu überzeugen weiß. Aber sehen und hören Sie doch bitte selbst: