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Thomas Vorreyer

Das New Yorker Label DFA RECORDS, ein Eckpfeiler der jüngeren Musikgeschichte, wird gerade zehn Jahre alt. Hold My Breath, das neue Video von HOLY GHOST! und aktuelle DFA-Single, nutzt den Moment für eine sich aus den privaten Fotoalben bedienende Hommage.
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Patricia Vetter
Ihre Stimme klang nach reinem Gold und in den hysterischeren Momenten auch nach ewig währender Gospelverzückung. Ohne sie wäre Disco um eine voluminöse Diva, und die elektronische Musik um eine äußerst beliebte Samplequelle ärmer gewesen. Loleatta Holloway, 1946 in Chicago geboren und als Kind bei den Holloway Community Singers – dem Gospelchor ihrer Mutter – ausgebildet, ist gestern, so meldet die Webseite Spinning Soul, im Alter von 64 Jahren gestorben.
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Walter W. Wacht
Die kosmetische Technik des Skull Morphings bzw. die angeklebte Antäuschung subdermaler Implantate scheint sich derzeit wieder großer Beliebtheit zu erfreuen: Unabhängig voneinander zeigen zwei Veröffentlichungen der letzten Tage das menschliche Gesicht oder gleich den ganzen Körper stark verfremdet und deformiert. Zum einen ist dabei Lady GaGas Cover-Artwork zu ihrer neuen Single »Born This Way« zu nennen. Zum anderen die in Berlin lebende Multiinstrumentalistin Janine Rostron alias Planningtorock, die sich für ihren neuen Videoclip als Wesen von einem anderen Stern (oder zumindest nicht von dieser Welt) zeigt.
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Klaus Walter
MTV? CD? www? SMS? Spex? Nie gehört, als 1979 Gang Of Four ihr erstes Album »Entertainment« veröffentlichten. In der Zwischenzeit ist die Berliner Mauer gefallen, die Twin Towers stehen nicht mehr, und die freie Marktwirtschaft hat die chinesische Mauer übersprungen. Darf man von einem neuen Gang-Of-Four-Album erwarten – dem ersten seit 15 Jahren – diese Zeitenbrüche wiederzuspiegeln, so wie man ihren frühen Alben anhörte, woher der politische Wind wehte?
Erschienen in SPEX #330 01-02.2011 | 31.01.2011 10:41
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Die Redaktion

Nur noch wenige Tage, dann ist auch dieses Kalenderjahr wieder passé. Traditionell gehört diese Jahreszeit auch den popkulturellen Rückblicken: Wie aus den Vorjahren gewohnt findet sich in der aktuellen Spex-Ausgabe der große Jahresrückblick 2010, mit vielen Listen unserer Leserinnen und Leser, unserer Mitarbeiter und der Redaktion selbst: Alben, Songs, Bücher, Filme, Ausstellungen, Webseiten und natürlich auch: Musikvideos. Zusammen mit tape.tv, dem Musikfernsehen im Internet, präsentieren wir die besten Musikclips des Jahres 2010.
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Walter W. Wacht
Roboter dürften die wahrscheinlich beliebtesten Komparsen in Musikvideos sein: Ob Modest Mouse, Daft Punk, The Dresden Dolls, Björk, Beck, The Chemical Brothers oder Sage Francis – in Musikvideos der genannten Künstler haben Maschinen mit mal mehr, mal weniger menschlichem Antlitz einen größeren Auftritt. Nun reihen sich auch Regisseur Rick Darge und Produzent Mark Ames mit einem (inoffiziellen) Clip zum LCD-Soundsystem-Song »Home« in diesen Reigen ein.
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Walter W. Wacht

Prinzipiell kommt diese EP in Sachen Aufmerksamkeit rund ein Jahr zu spät: Im Juli letzten Jahres verpflichtete der Label-Ableger eines amerikanischen Softdrink-Herstellers das New Yorker Produzententeam Holy Ghost! für einen Beitrag ihrer »Green Label Sounds«-Reihe, ihr Track »I Will Come Back« glänzte damals mit einem hervorragenden, detailverliebten Musikvideo – einem New-Order-Covervideo, um ganz genau zu sein.
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Walter W. Wacht
Ist »This is Happening« nun der bessere Albumtitel als »Internet Sensation!«? Anfang März gestand James Murphy gegenüber NME Radio noch die »Entsetzlichkeit« von »Internet Sensation!« als Arbeitstitel seines dritten LCD-Soundsystem-Albums ein, der finale Titel der kommende Woche erscheinenden Platte wird nun aber »This is Happening« – salopp übersetzt: »So sieht’s aus« oder »So wird’s gemacht« – lauten. Ob das neue Album hält was Murphy und seine Band (bestehend aus Nancy Wang, Pat Mahoney, Tyler Pope, Gavin Russom, David Scott Stone und Matt Thornley) damit versprechen, kann man vorab selbst überprüfen: Das dritte LCD-Studio-Album kann man in Gänze im Stream hören. Daneben gibt es noch weitere Neuigkeiten:
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Walter W. Wacht

Kostüme. Konfetti. Megafon. Randale. Graffiti. Schläge. Studiokulisse. Feuerlöscher. Permanent Marker. Perücken. Musik. Luftballons. Gaffer-Tape. Sektdusche. Müll. Feuerwerk. WG-Party gone wrong. Spike Jonze. LCD Soundsystem. »This is Happening«.
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Walter W. Wacht

Was macht James Murphy eigentlich, wenn er nicht gerade an seinem neuen Studio-Album oder dem Soundtrack zu »Greenberg« arbeitet? Genau: Modemusik. Für die Präsentation der Herbst/Winter-Kollektion 2010/2011 des Modehauses Yves Saint Laurent trat Murphy als LCD Soundsystem gestern ›Live‹ im Pariser Grand Palais auf, er folgte damit einer Einladung von YSL-Designer und -Kreativchef Stefano Pilati – ob damit ein Live-Konzert oder -Set, oder aber nur die Verwendung eines Songs gemeint war, ist derzeit nicht exakt überliefert. Einem Bericht des Telegraph zufolge besagten die Programmnotizen der Schau: »A woman in motion. Dynamic. Contemporary. Aware«. Schon seit rund zwei Jahren arbeiten Murphy und Pilati immer wieder zusammen, allerdings noch nie mit dem Ergebnis einer gemeinsamen Show. Der neue rund elfminütige LCD-Soundsystem-Instrumental-Track wurde exklusiv für die Schau produziert, gemeinsam mit einem Video vom Catwalk der YSL-Show kann man den Song nun streamen.
And in other related news:
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Walter W. Wacht
Wenn im Mai das neue, derzeit noch unbetitelte Album von LCD Soundsystem erscheint, hat der Kopf des Projekts bereits ein arbeitsreiches Jahr hinter sich. Parallel zum dritten LCD-Studioalbum mit dem um sich gescharten Musikerkollektiv arbeitete James Murphy am Soundtrack zu Noah Baumbachs Spielfilm »Greenberg«, einer Liebeskomödie mit Ben Stiller über einen von Orientierungslosig- und Antrieblosigkeit überwältigten Vierzigjährigen, der House-sittend in Los Angeles an dem eigenen alternden Freundeskreis zu nagen hat. Neben dem Soundtrack sowie dem neuen Studio-Album kommt James Murphy mit LCD Soundsystem im Mai für eine Club-Show nach Deutschland.
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Wibke Wetzker

Der Berliner Kulturbetrieb stand in der vergangenen Woche ganz im Zeichen der 60. Berlinale. Auch Spex war auf den Filmfestspielen in der Hauptdstadt unterwegs, mit Schreibauftrag, Jurykompetenz und als Teil eines filmbegeisterten Publikums. Für Max Dax begann die Berlinale mit seiner Begrüßung als Mitglied der Kurzfilmjury im Rahmen der Eröffnungsgala im Berlinalepalast. Am Ende fiel auch sein Votum zu Gunsten eines Beitrags aus Schweden aus: »Händelse Vid Bank« von Ruben Östlund wurde mit der goldenen Trophäe für den besten internationalen Kurzfilm ausgezeichnet. Die Geschichte über einen gescheiterten Banküberfall wertete die Jury als gelungene »Reflektion unserer Zeit und wie diese von den Medien beeinflusst ist«, in seinem Spex-Blog »Dissonanz« reflektiert Dax eigene Beobachtungen der diesjährigen Berlinale. Für die Medien ist solch ein Filmfest appetitanregendes Häppchen und gefundenes Fressen zugleich: