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Daniel Fersch
Als am vergangenen Samstag aus dem vormals größten Flächenland Afrikas zwei neue Staaten, der Sudan und der Südsudan, entstanden, nahm einer der längsten Konflikte des Kontinents ein friedliches Ende. Den passenden Soundtrack zur Unabhängigkeit der beiden Landesteile liefert eine EP mit Remixen von Songs süd- und nordsudanesischer Künstler, die ebenfalls am Wochenende erschien.
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Walter W. Wacht

Schon seit langer Zeit erfreut sich der kreative Austausch zwischen europäischen und afrikanischen Musikern wieder höchster Beliebtheit. BLNRB, das vom Goethe Institut Kenia initiierte Projekt zwischen den Berliner Acts Jahcoozi, Modeselektor und Gebrüder Teichmann mit den aus Nairobi stammenden Club-Musikern Just A Band, Abbas Kubaff, Nazizi und vielen anderen, wird mit Konzerten in Berlin und KKöln vorgestellt, dazu erscheinen eine gemeinsame EP und ein für 2011 geplantes Album. Parallel dazu ringt das Berliner Haus der Kulturen der Welt mit akuten Sparmaßnahmen, die auch das »Worldtronics Festival« treffen könnten.
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Walter W. Wacht

Auch 13 Tage nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist die Lage des Landes brisant: Die Zahl der Verletzten und Toten ist enorm, die Hauptstadt Port-au-Prince zum größten Teil zerstört, Hunderttausende Menschen sind obdachlos. Im Zuge der staatlichen Hilfsprogramme und privaten Spenden kam es in den letzten Tagen immer wieder auch aus dem kulturellen Umfeld zu Hilfsaufrufen: Die gemeinschaftliche »Hope for Haiti«-Aktion sammelte Millionenbeträge mit einem Album, Take That geben sich anlässlich einer Benefiz-Single wiedervereint, gemeinsam mit Mariah Carey, Cheryl Cole, Kylie Minogue und vielen anderen nehmen sie eine Neuauflage des R.E.M.-Songs »Everybody Hurts« auf. Auch hierzulande werden Kultur und Hilfe verknüpft, für den kommenden Donnerstag hat Junior-Boys-Mitglied Matt Didemus ein beeindruckendes Line-Up für eine Benefiz-Party im Berliner Club Watergate organisiert.
Gemeinsam mit dem Groove Magazin richtet Didemus den »Haiti Relief«-Abend zugunsten der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen aus, alle DJs sowie die Mitarbeiter des Watergates verzichten auf ihren Gagen bzw. Bar-Gewinn. Die beiden Floors des Watergates werden bespielt von Didemus selbst, daneben engagieren sich Henrik Schwarz mit einem Live-Set sowie die DJs Modeselektor, Jesse Rose, Marcel Dettmann, DJ T., DJ Pete und Ben Mono für Haiti. Alle Künstler seien sofort von der Idee begeistert gewesen, so Didemus: »Without everyone contributing – either through organization, offering to perform or working for free – there wouldn't be any event.« Er habe das Gefühl gehabt, im Zuge der Berichterstattung über Haiti und das menschliche Leid moralisch zur Hilfe verpflichtet zu sein. »I felt the most efficient way for someone like myself to contribute would be to organize a benefit«, so Didemus weiter.
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Walter W. Wacht
Wieder Jazz, wieder Berlin – und warum auch nicht? Schon vor vielen Jahren präsentierte der norwegische Jazz-Pianist Bugge Wesseltoft mit seiner Konzertformation eine »neue Konzeption des Jazz«, veröffentlichte 2007 schließlich mit »Im« ein glasklares Klavieralbum auf dem Label Jazzland Records, natürlich Wesseltoft-typisch angereichert mit elektronischen Schleifen und Sequenzer-Sounds. Vorangegangen waren Kollaborationen mit Matthew Herbert und Laurent Garnier, weshalb es nun nicht wirklich überrascht, dass Wessltoft für sein morgiges Berlin-Konzert gemeinsam mit Innervisions- und !K7-Künstler Henrik Schwarz auftritt.
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Carlos de Brito

Henrik Schwarz ist live ein Erlebnis. Die Bühnenshow beschränkt sich zwar auf einen Mann, der beim Lesen seiner Emails wild an Knöpfen dreht und scheinbar konstant von Stromstößen erwischt wird – aber das ist schon mal mehr als bei manch anderen Laptopmusikern. Seine Bewegungen greifen innerhalb kürzester Zeit auf das Publikum über und intensivieren sich d ...
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Carlos de Brito

Alle Wege führen nach Rom, aber der Weg sieht für jeden ganz anders aus. Für Dixon und das Duo Optimo, deren neue Mix-CDs dieser Tage erscheinen, ist dieses Rom Herberts »Moving Like A Train« im formidabel trötenden Remix von Smith N Hack. Es ist derselbe Song, der beide Mixe beschließt (nicht ganz, Optimo legen nach einem kurzen Skit noch Black Dice’ &r ...
Erschienen in SPEX #308 05-06.2007 | 13.04.2007 00:00