Mocky
Mit Streicherquartett in Berlin
Text: Walter W. Wacht
»It’s hard to pin down where, or when Mocky comes from«, sagt Superproducer Chilly Gonzales in der »Mockumentation« über den in Berlin lebenden Musiker und Produzenten Dominic »Mocky« Salole. »Is it Jazz? Maybe Jazz in it’s original form, when Jazz was about the pop song and composition«, führt Gonzales weiter aus. »He is like a one-man-Motown-rhythm-section«, ergänzt Jamie Lidell nur eine Minute später. Am 2. August stellt Mocky sein jüngstes Album »Saskamodie« in Berlin vor, für das exklusive Konzert wird er mit einem Streicherquartett auftreten.
Der Spextrakt
Die Leseempfehlungen der Redaktion vom 17.07.2009
Text: Die RedaktionDer überaus sendungsbewusste Gonzales legt zwei neue Folgen des »Superproducers« nach, Oasis kann man im Livestream sehen, Morrissey findet die Netzaktivitäten seiner Fans doof, zu den White Stripes darf man nun auch tanzen, Jochen Distelmeyer will Live mehr und die Friendly Fires haben Sade nicht gecovert. Der heutige Spextrakt, frisch gepresst aus sechs sonnig gereiften Hyperlinks.
Der Spextrakt
Die Leseempfehlungen der Redaktion vom 09.07.2009
Text: Die RedaktionNachhilfe in Sachen Marketing von Trent Reznor, gutes Marketing der Beastie Boys, Digitalproduktion im Browser, Modetalks mit The Sartorialist und Sissel Tolaas, Architektur von Le Corbusier sowie Musik von John Coltrane, Gonzales und Mr. Scruff: das Studium des heutigen Spextrakts könnte wieder für ausreichend Kurzweil sorgen.
Gonzales
»Superproducer«, exklusiv bei Herr von Eden
Text: Walter W. Wacht
Nicht schlecht, monsieur détenteur du record mondial: seit Ende Juni ist Gonzales als übellauniger »Superproducer« unterwegs – im Internet rettet er in einer fiktiven Web-Serie jeden Freitag quasi die Musikindustrie. Bisher wurden zwei Episoden veröffentlicht, die an Witz und brillanter Überzeichung jeglicher Musikerklischees kaum zu übertreffen sind. Da wird aus dem »Coffee Boy« Jérrôme eben G-Rome, hört sich der schwarze R&B-Sänger D.O.V.E. nach Meinung des Superproducers nicht schwarz genug an.
Mocky
Saskamodie
Text: Maurice Summen
Was man dem Kanadier Dominic »Mocky« Salole nicht vorwerfen kann, ist mangelnde Musikalität. Er spielt nahezu jedes Saiten-, Rhythmus- oder Tasteninstrument, hat eine angenehme Singstimme, rappt, huht und haht, schreibt Arrangements von Weltniveau und drückt auch noch selbst die Aufnahmetaste. Als Produzent der Jamie-Lidell-Alben »Jim« und »Multiply« gelangen ihm als Co-Autor und -Produzent Meilensteine der aktuellen Neosoul-Bewegung – er ist somit nicht ganz unschuldig an der Tatsache, dass Lidell als Support-Act für Elton Johns »Red Piano«-Tour gebucht wurde.
Peaches
Neues Album Ende April
Text: Christoph Braun
Nachdem »Impeach My Bush« im Sommer 2006 erschienen war, folgte der übliche Turnus, allerdings in Beinahe-Rockstar-Größen-ausmaß. Jeder, wirklich jeder Kontinent wurde von Merrill Nisker und ihrer Band Sweet Machine bereist. In den USA waren teilweise gar stadien angesagt, als Peaches nämlich im Vorporgramm von Nine Inch Nails unterwegs war. Nur zu verständlich, dass unsere liebe Stimme des Selbstermächtigungs-Porno es anschließend ruhiger zugehen ließ und im Jahr 2008 lediglich als DJ unterwegs gewesen ist. Allerdings brauchte die Wahlberlinerin auch die Zeit, um neue Songs aufzunehmen.
The Hidden Cameras
Was machen eigentlich...?
Text: Christoph Braun
Die Hidden Cameras sind Joel Gibb plus X, und Joel Gibb hängt rum. Könnte man meinen, denn die letzte News auf der Band-Homepage wurde am 6. Mai 2008 unter der Überschrift »Europe Was Taken« vermeldet. Auch der 6. September 2008 ist ein historischer Tag: Da meldete sich zum letzten Mal ein Fan auf der MySpace-Seite der Hidden Cameras. Womöglich sind ja zur Zeit neue Songs am entstehen. Und auch sonst: Auch wenn es sich Joel Gibb nach einem Jahr, in dem seine Band im Münchener Olympiastadion gespielt hat, etwas gemütlicher macht: Ein bisschen was geht doch.
Jamie Lidell
Jim
Text: Stephan Loichinger
»A little bit more / with you it’s always a little bit more«, sang Jamie Lidell auf seinem Erfolgsalbum »Multiply«, das ihn als Soul- und Funksänger etablierte. Zuvor hatte man ihn in einer experimentellen Techno-Szene wahrgenommen: an der Seite Cristian Vogels bei Super_Collider, für deren elektronischen Space-Funk man erst mal bereit werden musste; dann al ...
Gonzales
Nimmt Gesangsstunden, Boys Noize- & Teki Latex-Remixes, Live
Text: Walter W. Wacht
Ha! Gesangsstunden, Gonzales, klar! Gerade mit »Staying Alive« bei der Robert-Smith-Gedächtnisfrisur sportenden, vollkommen unmusikalischen Gesangslehrerin. Man nennt es Viral Marketing, was seit wenigen Tagen auf Frankreichs YouTube-Pendant Dailymotion zu sehen ist. »Slow Down« ist die zweite Single aus Gonzales' im April erscheinenden neuen Album »Soft Power« (mehr …). Jonathan Barré hatte die ›Gonzpiration‹ zur Vermarktung des Albums, vier Minuten brüllend komisches Viral Video samt Knebelvertrag und Gesangsunterricht. Und sonst so?
Gonzales & Jamie Lidell - Neue Alben im Frühjahr ‘08, Videos
Text: Walter W. Wacht
Die Brüder im Geiste. Vor knapp zwei Jahren tourten Jamie Lidell und Gonzales (bürgerlich: Jason Beck, siehe Foto) noch mit Mocky und Snax als ›Jamie Lidell Big Band‹ durch Europa und brachten dabei die Bühnenbretter zum biegen. Entertainment auf höchstem Niveau beherrschen beide aber auch im Privaten bzw. solo. Lidell wurde zu Recht für sein Album »Multiply« (2005) bis in die Brigitte abgefeiert, gerade Live spielte er im Goldpaillettenbesetzten Bademantel aber alle Karten aus. Auch Gonzales hat die Show drauf: die DVD »From Major To Minor« spiegelte die Kongenialität des heute in Paris lebenden Kanadiers wieder. Im Frühjahr diesen Jahres kann man sich erneut von ihren Pop-Entwürfen überzeugen: beide bringen im April neue Alben heraus.
Feist
The Reminder
Text: Daniel Erk
Leslie Feist ist nun, nach einigen Jahren in den Mühlen der Musik und ihrer Vermarktung, in den Feuilletons, in den Herzen, in den Ohren, ach: überall angekommen, wo man überhaupt ankommen kann. Jener Weg bis dahin war lang und umständlich: Von der Peaches-Gespielin, mit Broken Social Scene, auf eigene Faust auf kleinen Bühnen: Leslie Feist ist rumgekommen. Nächste Et ...





