Text:
Thomas Vorreyer

Keinesfalls zum Hände-über-dem-Kopf-Zusammenschlagen: Wir bringen Licht in die dunkle Flut an Dubstep-, 2-Step-, Garage-Neuigkeiten. Mit einem neuen SBTRKT-Video und -Deutschlandterminen, einer prominent besetzten Hyperdub-Reinterpretation von KING MIDAS SOUND, grandiosen Tracks bzw. Mixen von IKONIKA, JAMIE XX und dem Nachwuchs von ALPHABETS HEAVEN sowie kommenden Veröffentlichungen von SCUBA und FOUR TET, sprich: mit allem Drum und Dran.
Text:
Gerd Janson
Das Konzept des Wunderkindes ist beliebt, besonders in der Musik. Menschen, die trotz oder gerade wegen ihrer Jugend sensationelle Fähigkeiten auf dem Gebiet der Klangerzeugung beweisen, können sich der Bewunderung ihres Alters und dem sich ins Unendliche fortsetzenden Echo darauf sicher sein. Man schlage bei Thomas Mann und seiner gleichnamigen Kurzgeschichte nach. Der Stuttgarter Danilo Plessow kennt die Leier.
Text:
Walter W. Wacht

Nachschub für alle Klingelton-Junkies: Nach der ersten Runde Ringtones hat der in Berlin lebende Experimentalmusiker und Klangforscher Markus Popp soeben eine zweite Charge an Klingeltönen veröffentlicht, die ebenfalls nicht auf seinem neuen Oval-Album »O« enthalten sein werden. Neben diesem Gratis-Download wirbt auch ein neues Musikvideo für die am 6. September auf Thrill Jockey Records erscheinende Langspielplatte, auf der neuen »DJ-Kicks«-Compilation von Apparat ist Popp ebenfalls vertreten.
Text:
Walter W. Wacht
Apropos »DJ-Kicks«: In Kürze wird nicht nur Kode9s Beitrag zur »DJ-Kicks«-Reihe veröffentlicht, der Hyperdub-Gründer bietet mit »You Don’t Wash«, einem 15-minütigen Mini-Mix der Compilation sowie einem kostenlosen Mittneunziger-Jungle-Set auch neues Material aus dem Wobble-Kosmos. Daneben sind auch King Midas Sound aktiv: Ihr Album »Waiting For You« gibt es nun auch als Vinyl, dazu erscheint eine neue EP samt Musikvideo.
Text:
Robert Defcon, Gerd Janson, Holger Klein, Christoph Braun
Mechanisches Rattern, Piepen, atmosphärisches Filter-Rauschen. Die Grillen zirpen als der moogeske Lead-Synth und kurz danach der treibende Arpeggiator einsetzen und Mr. Watermark verkündet: »You are listening to James Holden, ›DJ-Kicks‹, coming late May on !K7 Records«. Musikalische Assoziation: »Shine On You Crazy Diamond« von Pink Floyd, während ein erstes technoides 808-Drum-Pattern mit Low-Pass-Filter reingeschraubt wird, nach wenigen Takten von housigen Sampling-Drums abgelöst. Jetzt, der CD-Track-Marker zeigt schon Track 2 an, schwindet der Lead-Synth und öffnet den Klangraum für ein weirdes Vocalsample, einen einzelnen harten Gitarrrenakkord, der das fortlaufende, harmonisch eher dunkle, mit kurzem Delay versehene Arpeggiogedudel für einige Takte unterbricht, um schließlich in den neu beginnenden Arpeggiogroove als Element integriert zu werden. Doch nur für kurze Zeit.
Text:
Walter W. Wacht
Endlos lange im Raum stehen blieb Burials für 2008 angekündigter Beitrag zur DJ-Kicks-Reihe des Berliner Labels !K7 Records. Was sich mit der Release-Ankündigung anließ wie ein feuchter Musik-Geek-Traum, hinterließ nach Monaten der Ereignis- bzw. Releaselosigkeit nur noch die vage Hoffnung, dass Burial seine Master-Aufnahme vielleicht doch nur versehentlich hinter den Plattenschrank gefallen sei und er ihn früher oder später doch noch beim Aufräumen finden würde. Aber Pustekuchen! Kein DJ-Mix, nur vereinzelte Single-Veröffentlichungen bzw. Album-Beiträge gab es vom Dubstep-Wunderkind. Aber genug der Verbitterung: Mit Steve Goodman alias Kode 9 hat !K7 nun gleich den Labelbetreiber von Hyperdub Records für die DJ-Kicks-Reihe gewonnen
Text:
Walter W. Wacht
»Auf die kaputte Art« war Florian Sievers Artikel zum Soul-Funk-Duo Chromeo aus Spex #309 übertitelt. Anlässlich des neuen Stücks »I Can’t Tell You Why«, welches als kostenloses MP3 die Veröffentlichung der ersten »DJ-Kicks«-Platte seit zwei Jahren antriggern soll, möchte man die Überschrift im positivsten Sinne zu »Auf die schmierige Art« variieren. Chromeo, denen es schon mit ihrem Debüt »She’s In Control« gelang, die Talkbox und damit die deutlich hörbare Stimm-Modulation wieder Salonfähig zu machen (wir denken da an die jüngst sehr populäre Verwendung des Auto-Tune-Plugins), haben nun das Eagles-Stück »I Can’t Tell You Why« von 1980 gecovert.
Text:
Christoph Braun

Was war nicht schon alles spekuliert worden über die Identität des Dubstep-Produzenten
Burial. Viele große Namen mit derzeit eher inaktiven Star-Pseudonymen wurden hinter dem Künstler-Namen vermutet, da trafen sich Aphex Twin und Moritz von Oswald ebenso in der Gerüchteküche wie Fatboy Slim und Wolfgang Voigt. Burial setzt jetzt allen Mutmaßungen ein Ende. Seine Identität gibt er im
My Space Blog wie folgt preis: