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Hanna-Järver by NilsCarmel

Das ist Hanna Järverthe well-rounded artist

Hanna Järver hat kürzlich ihr Deutschlanddebüt auf dem Midsommar Festival in Berlin gegeben. Für SPEX.de haben wir die junge Schwedin getroffen und mit ihr über Nostalgie und die autokratische Künstlerin gesprochen.

»Durchgerauscht durch die Mediengeschichte«

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Mit FRIEDRICH A. KITTLER ist einer der bekanntesten und prägendsten Medientheoretiker des Landes verstorben. Der Stichwortgeber der Popkulturanalyse und Vordenker der digitalen Evolution lieferte das theoretische Fundament für die Analyse der technischen Medien.

Und einer zählt die Geldscheine

Sein Blog »Mudd Up!« ist eine der wichtigen Schaltstellen, über welche die Stile der sogenannten World Music mit Pop und Noise-Avantgarde zusammenfinden. Diesen globalistischen Ansatz verfolgt DJ Rupture alias Jace Clayton auch als Produzent. Mixtapes, Alben und Singles des in Brooklyn lebenden Produzenten sind auf Soul Jazz und Tigerbeat 6 erschienen.

Das T-Shirt sagt: »I am Burial«

Er lebt ein digitales Doppelleben: Tagsüber ist der Schotte Steve Goodman Doktor der Philosophie und unterrichtet als Dozent an der University of East London Kurse in »Sonischer Kultur«. Nachts ist er Kode 9, bekannter Dubstep-Produzent und Betreiber des Labels Hyperdub. Dort erscheinen unter anderem auch die Produktionen des geheimnisumwitterten Dubstep-Stars Burial.

In der Nische zählt jede einzelne Platte

Kunst macht arm, zumindest ihre Künstler. Mit einer »Konferenz zur Lage der postökonomischen Musik« wollen der Musiker Ekkehard Ehlers und der Musikwissenschaftler und Spex-Autor Björn Gottstein die weit reichenden Konsequenzen für Musik, Musiker und Musikhörer eruieren. Unter dem Schlagwort »Audio Poverty« wird die ökonomische Krise zur Wertkrise erweitert. Mit Blick auf Geschichte, Praxis und Theorie soll im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, der Ratlosigkeit des Musikstandes begegnet werden. Apokalypse nicht ausgeschlossen. Der Kongress findet vom 6. bis 8. Februar 2009 statt.

Ist Musik eine Ware wie Fischmehl oder Schrauben?

Die ›Musikindustrie‹ und der ihr angeschlossene Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft waren in der Vergangenheit traditionell Projektionsflächen für begründete Systemkritik wie auch für diffuse Ressentiments. Im Jahr der größten Krise um Imagepolitur bemüht, änderte der Verband seinen Namen 2007 in ›Bundesverband Musikindustrie‹. Der Vorstandsvorsitzende Dieter Gorny, auch bekannt als Gründer des Musiksenders Viva und der Musikmesse Popkomm, scheint tatsächlich bemüht um eine Neuordnung der Verhältnisse. Sein Hauptthema ist die Frage nach dem Urheberschutz – und nach welchen Verteilerschlüsseln Tantiemen in einer globalisierten, vernetzten Welt den jeweiligen Rechteinhabern zufließen sollen. Im Interview spricht Gorny über Zukunftsvisionen und räumt Fehler ein, die in der Vergangenheit gemacht wurden. Vergleicht man seine Positionen mit den Thesen der Videokünstlerin Candice Breitz sowie denen der Kuratoren des Kongresses »Audio Poverty« in Berlin Ekkehard Ehlers und Björn Gottstein, scheinen Industrie und Künstler inzwischen dieselben Fragen zu stellen. Ist die Zeit reif für einen Wandel?

Eine Verlockung, kein Ersatz

Die digitale Evolution und ihre Folgen. Im achten Teil der Reihe berichtet Schriftsteller und Blogger Cory Doctorow von neuen Vertriebswegen und Urheberrechtsformen.

Warum lasse ich mir Lügen erzählen?

Die digitale Revolution verändert unsere Lebenswirklichkeit, entpolitisiert die Menschen zunehmend und vereinfacht den Konsum. Im Rahmen der Reihe »Digitale Evolution« sprachen wir mit dem ZickZack-/What’s So Funny About?-Labelchef und Musikjournalisten Alfred Hilsberg über die Auflösung des Formats Album, die heutigen Herausforderungen für Künstler und die Chancen des Internets für selbstbestimmtes Arbeiten.

›Neuneu.doc‹

Kathrin Passig, 37, in Berlin lebende Bloggerin, Autorin und Webtechnikerin, ist Geschäftsführerin der 2002 gegründeten »Zentrale Intelligenz Agentur«, aus welcher das mit dem »Grimme Online Award« prämierte Weblog »Riesenmaschine« hervorging. Zusammen mit Holm Friebe verfasst sie die in der Berliner Zeitung erscheinende Kolumne »Das nächste große Ding«, die sich neben bissigem Zynismus und aufgeweckten gesellschaftlichen Beobachtungen durch Positivismus und Fortschrittsglauben auszeichnet. Mit ihrem bei den »Klagenfurter Tagen der Deutschsprachigen Literatur« vorgetragenen Text »Sie befinden sich hier« gewann sie letztes Jahr den Ingeborg-Bachmann-Preis.

 

Die Szenen splittern auf

Noch nie hatten wir so schnell und so leicht Zugriff auf das Weltwissen, zu keiner Zeit konnten Künstler so selbstbestimmt wirken wie heute. Im Rahmen unserer Reihe »Digitale Evolution« trafen wir Pop-Theoretiker Diedrich Diederichsen, Professor an der Merz Akademie Stuttgart und von 1985 bis 2000 Redakteur und Herausgeber von SPEX. Wir sprachen über das Format ›Popalbum‹, den Wechsel von der Single- zur Albumkultur und zurück, die Loslösung der Musik vom physischen Tonträger und die Zersplitterung der Hörerschichten.

Digitale Evolution: Georg Albrecht

Die Veränderung unserer Lebenswirklichkeit, die Entpolitisierung der Menschen und die zunehmende Vereinfachung des Konsums. Fluch – und Segen: Nie hatten wir so schnell und so leicht Zugriff auf das Weltwissen, zu keiner Zeit konnten Künstler so selbstbestimmt wirken wie heute. Im Rahmen unserer Reihe »Digitale Evolution« trafen wir Apple-Deutschland-Sprecher Georg Albrecht, der erklärt, warum ein ehemals reiner Computer-Hardware-Hersteller wie Apple zu dem international agierenden Multimedia-Haus aufsteigen konnte und wie iPod und iPhone unseren Alltag verändern.

Digitale Evolution: Andy Müller-Maguhn

Andy Müller-Maguhns Interesse an der Informationsgesellschaft entwickelte sich während seines Studiums. Er pflegte dabei einen kritischen Umgang mit den Technologien und Entwicklungen der elektronischen Medien und ihren Anwendungen. 1986 trat er dem Hackerverein Chaos Computer Club (CCC) bei, dessen Sprecher er noch heute ist. Als einer der Direktoren der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) war er von 2000 bis 2002 für die Entwicklung weltweit gültiger Richtlinien und Strukturen des Internets zuständig. Innerhalb seiner Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi) arbeitete er bis 2005 an der Durchsetzung der Menschenrechte im Digitalzeitalter. Den Broterwerb sichert seine Arbeit für die GSMK, die Gesellschaft für sichere und mobile Kommunikation, deren Mitinhaber er ist.