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Michael Lutz

Unter dem Banner »Pop Culture 2.0« werden im Rahmen der diesjährigen c/o pop Convention in Köln sowohl die positiven Aspekte der digitalen Entwicklung im Musikbereich als auch ihre negativen Folgen debattiert. Es gilt, Ideen und Konzepte für die bestehenden Probleme zu finden: Internet-Piraterie, Verteilungsschlüssel, Wertverfall der Ware Pop – und das sind nur einige der Themenkomplexe, über die am 13. und 14. August debattiert wird.
Dem grundlegenden Wandel widmet sich auch das von Spex präsentierte Panel »Werte 2.0« am Donnerstag, den 13. August im Business Forum der c/o pop. In Zusammenarbeit mit den Veranstaltern von re:publica, dem Berliner Social-Media-Kongress, wird beim Panel »Werte 2.0 – Geistiges Eigentum und Netzkultur« nachgefragt, was genau geistiges Eigentum im digitalen Zeitalter noch ist und wer vor dem Hintergrund mit welcher Motivationen mit wem diskutieren sollte. Denn (reale) Orte der Diskussion sind rar und meist branchenintern; übereinander sprechen ist nicht schwer, miteinander dagegen sehr.
Erschienen in SPEX #321 07-08.2009 | 03.08.2009 11:50
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Walter W. Wacht
Nicht schlecht, monsieur détenteur du record mondial: seit Ende Juni ist Gonzales als übellauniger »Superproducer« unterwegs – im Internet rettet er in einer fiktiven Web-Serie jeden Freitag quasi die Musikindustrie. Bisher wurden zwei Episoden veröffentlicht, die an Witz und brillanter Überzeichung jeglicher Musikerklischees kaum zu übertreffen sind. Da wird aus dem »Coffee Boy« Jérrôme eben G-Rome, hört sich der schwarze R&B-Sänger D.O.V.E. nach Meinung des Superproducers nicht schwarz genug an.
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Walter W. Wacht
Die Kernaussage der heutigen Pressekonferenz lautet: »Die Popkomm ist für ein Jahr ausgesetzt, nicht abgeschafft.« Wegen des drei Monate vor Messebeginn geringen Rücklaufs an Ausstellern und Teilnehmern hat sich der Popkomm-Vorstand dazu entschieden, die Popkomm 2009 nicht zu veranstalten.
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Michael Lutz

Die
c/o pop ist in ihrem sechsten Jahr zu einem der wichtigsten internationalen Branchentreffen der Musik- und Entertainmentindustrie geworden – weshalb in Köln keine Sau mehr der alten Popkomm nachheult. Auch die sinnvolle Aufteilung in Convention und Festival überzeugt nach wie vor, denn obschon bei der Tagung, dem ›ernsten‹ Teil der Veranstaltung, wieder die übermächtigen Probleme im Vordergrund stehen werden, so hat man doch an jedem Messetag auch die Möglichkeit, bei den vielen Konzerten und DJ-Sets gehörig freizudrehen.
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Walter W. Wacht
Auch einen Tag vor unserem eigenen (ausverkauften) Festival möchten wir noch auf andere Veranstaltungen hinweisen. Im sechsten Jahr bleibt die c/o Pop, das Kölner @Musikfestival samt angeschlossener @Fachmesse (oder umgekehrt), in Bewegung. Im August wird mit den Opernterassen ein neuer Veranstaltungsort installiert – statt dem vormals genutzen Rheintriadem nahe des Hauptbahnhofs. Mit der neuen Festivalzentrale am Offenbachplatz neben bzw. auf den Opernterassen sind nun in zentraler Innenstadtlage sowohl Indoor- als auch Open-Air-Veranstaltungen (mit u.a. Patrick Wolf und The Whitest Boy Alive) möglich, zudem kommen die zahlreichen Panel-Veranstaltungen im Rahmen der Convention c/o Pop.
Dabei sind diese Neuerungen längst nicht alles: neben den ersten zahlreichen Festival-Bestätigungen gastiert die c/o Pop in der Philharmonie, gab erste inhaltliche Schwerpunkte bekaannt und bittet zudem um die Einsendung studentischer Publikationen aus den Themenbereichen Musik, Digitalisierung, Wirtschaft und Gesellschaft.
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Walter W. Wacht
Neulich im Berliner Club Watergate: Swahimi, »Der Unerleuchtete« alias DJ Koze alias Stefan Kozalla spielt vor vollem Haus die Release-Show seiner neuen, auf Get Physical Music erschienenen Remix-Compilation »Reincarnations« (mehr …) (siehe dazu auch Spex #319). Und als man gegen vier Uhr morgens endlich die lange Warteschlange, die lange Garderobenschlange und schließlich die beinahe noch längere Tresenschlange bewältigt hat, nun den Dancefloor betretend, gluckert einem das legendäre Detroiter House-Stück »Shades of Jay« von Moodymann von Kosis Plattenteller entgegen. Es folgt ein rund vierstündiges Set bis in den Sonnenaufgang, das selbst dann nicht die Abfahrt verpasst, wenn Swahimi zur Peaktime ein gefühlt zehnminütiges Balearic-Gitarren-Stück einschiebt – um die Euphorie auf der Tanzfläche zumindest ein wenig zu deckeln. Apropos »Euphorie deckeln«: Koze hat kürzlich einen lässigen Ambient-Beitrag für das Label Mule Musiq abgeliefert.
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Christoph Braun
Zwischen dem 19. und 25. Januar findet in Köln die Design-Woche »Passagen« statt, laut Pressemitteilung »Deutschlands größte Design-Veranstaltung«. Wo sich das Expertisenpersonal der Inneneinrichtung einstellt, darf natürlich Musik nicht fehlen. Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens hat »Passagen« eine kluge Entscheidung getroffen und gleich das ganze Musikprogramm bei der c/o pop Gmbh in Auftrag gegeben. Und die wiederum macht aus diesem Nebenprogramm gleich mal die selbstbewusste »Cologne Music Week«.
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Christoph Braun
Hat sich die Cologne On Pop inzwischen als der Treffpunkt für die elektronische Musik etabliert, so veranstaltet das Haus der Kulturen der Welt in Berlin nun zum zweiten Mal ein Festival mit anders gelagertem Schwerpunkt. Die »Worldtronics« stellen elektronische Musik weniger bekannter Menschen aus drei ausgewählten Ländern vor. Zusätzlich öffnet ab Mittwoch, den 26. November täglich um 18h der Elektronik-Fachmarkt als Mini-Leistungsschau von Dienstleistern der Digitalen Musikproduktion im weitesten Sinne: Ableton, Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie, Creative Commons, Iosons Soundsystems zeigen in der Waschmaschine im Tiergarten ebenso neueste Produkte wie die Labels Staubgold, M-Enterprise, Sonar Kollektiv und andere.
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Walter W. Wacht

»
’cause that music got no groove, no balls«, tönte es zuletzt von der »
Kompakt - Total 9«-Compilation.
Matias Aguayo beschäftigte sich für seinen Beitrag zur alljährlichen
Kompakt-Werkschau (bzw. für seine eigene Single-Veröffentlichung) mit Minimal Techno. Ist Minimal tot? Einfallslos? Am siechen? Diese Frage stellte jedenfalls gestern noch der Guardian-Autor Tony Naylor in seinem Blog: Unter der Überschrift »
The strange, lingering death of minimal techno« stellte er die These auf, die Hochzeiten von Minimal Techno seien vorbei, die Leute seien »gelangweilt«. Das ist etwas zu kühn und spitz formuliert, denn abgesehen von der stilistisch breitgefächerten »Kompakt - Total 9« lässt sich – zumindest in Berlin – eine rege und aktive Minimal-Techno-Szene ausmachen: wer will, kann hier – ganz Klischeeentsprechend – an fünf von sieben Tagen zu Minimal Techno tanzen.
Kommen wir nun zum Kern der Meldung: es ist Popkomm, wer kein Interesse an Minimal hat, der kann an den kommenden Abenden auf Indierock-Konzerten, Rave-Parties oder lupenreinen Popshows seine Longdrinks schlürfen und Business-Schwätzchen halten – die anderen besuchen die Berliner Dependance-Parties der beiden Kölner Elektro- bzw. Techno-Institutionen c/o pop und Kompakt.
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Christoph Braun

Es ist nicht so, dass eine Party wie »
Total 9« noch Werbung nötig hätte. Im Expo XXI zu Köln werden sich ohnehin
c/o pop-Professionals und Rave-Rabauken gegenseitig auf die Füße treten, wenn am Freitag, den 15. August die Feier des Kölner Techno-Giganten steigt. Doch muss es mal gesagt sein.
Text:
Ralf Krämer
Vom 13. bis 17. August findet in Köln zum 5. Mal die c/o pop statt. Ralf Krämer berichtet über das urbane Festival mit Musik und Inhalten aus den unterschiedlichsten Disziplinen.
Erschienen in SPEX #315 07-08.2008 | 13.08.2008 00:00
Text:
Christoph Braun

Die wunderbare Städtefreundschaft zwischen den beiden Rheinmetropolen sorgt mal wieder für begrüßenswerte Effekte. Köln hat die
c/o pop. Indiskutabel gutes Programm eben dort. Und nun also lässt sich auch Düsseldorf nicht lumpen. Kaum hat die Cologne On Pop die Kabel ausgestöpselt, wartet die Malerstadt mit einem Festival für einen Tag und eine Nacht auf.