Buch

Mudhoney

Am Donnerstag einzige Deutschland-Show in Berlin, Grunge-Buch

Text: Walter W. Wacht

Im vergangenen Jahr testeten Mudhoney nach jahrelanger Auszeit ihren heutigen Marktwert und legten auf ihrem alten und aktuellen Label Sub Pop Records ihr aktuellles, achtes Album »The Lucky Ones« sowie die Wiederveröffentlichung von »Superfuzz Bigmuff« auf. Jene Debüt-Platte von Mudhoney wurde zwar etwas klanglich etwas optimiert, fühlte sich dabei aber so rau und kantig wie je zuvor an. Abgesehen davon, dass man darauf auch neun Stücke einer Berlin-Show von Mudhoney hörte, aufgezeichnet vor nunmehr einundzwanzig Jahren.

    Am morgigen Donnerstag spielen Mudhoney also erstmals seit Ewigkeiten wieder in Berlin – seit vierzehn Jahren, um ganz genau zu sein –, präsentiert von Spex und ohne Garantie auf zeitnahe Wiederholung dieser Show.                            

 
 

Der Spextrakt

Die Empfehlungen vom 29.09.2009

Text: Die Redaktion

Arto Lindsays »Penny Parade« als Video – – – Dietmar Dath im Interview – – – Dokumentation zum Melt! Festival – – – Pivot covern Grizzly Bear – – – David Lynch mag Au Revoir Simone – – – ?uestlove mag The Dirty Projectors – – – Künstler verweigern das Playback – – – Lou Barlow mit Video-Kanal – – – Der Spextrakt.                            

 
 

Der Spextrakt

Die Empfehlungen vom 28.09.2009

Text: Die Redaktion

Abmahnungen gegen Musik-Blogs wegen Promotion von MP3s – – – Musik-Blog mit MP3-Promotion von Phoenix-/Banhart-Remix – – – Offener Brief an Lily Allen – – – Lady GaGa als Brünette – – – Im Stream: Snippets von Bob Dylan, Album von Lou Barlow – – – Und: Goldener Trash mit richtig miesen Büchern.                            

 
 

How not to run a Club

Buch, Dokumentation und Compilation von Peter Hook zur »Haçienda Fac51«

Text: Walter W. Wacht



Es gibt eine Szene in Michael Winterbottoms Film »24 Hour Party People«, in welcher Tony Wilson, Radio-DJ und Fernsehmoderator bei Granada TV, Gründer von Factory Records und Entdecker von Joy Division, durch die leere Halle der Haçienda Manchester wandelte, sich kurz am ebenfalls leeren Tresen festhielt, um schließlich begeistert Richtung Bühne zu applaudieren, auf der sich Vini Reilly (Sänger von The Durutti Column) gerade bemühte, der riesigen Halle mit ihren Säulenkonstruktionen so etwas wie Leben abzugewinnen. Es müssen Abende wie diese gewesen sein, die den Ruf der Haçienda, den von New-Order-Bassist Peter Hook geleiteten Club, legendär machten.

    Nun erscheint mit »The Haçienda: How Not to Run a Club« ein Buch von Peter Hook über einen der zentralen Fixpunkte der britischen Popkultur der ausgehenden Neunziger Jahre.                            

 
 

Der Spextrakt

Die Empfehlungen vom 18.09.2009

Text: Die Redaktion
DJ Guttenberg vs. die ›Sportis‹ – – – Gonzales vs. Andrew W.K. – – – Arte Tracks & Strut Records vs. Mulatu Astatke – – –  Simon Reynolds vs. Musikmagazine – – – Außerdem: Video zu Thom Yorkes Marc Mulcahy-Coversong – – – Merge Records mit illustrierter Diskografie – – – art über HGich.T – – – Warp Records stoppen Druckbetrieb wegen Squarepusher – – – Der Spextrakt.                            
 
 

Der Spextrakt

Die Empfehlungen vom 10.09.2009

Text: Die Redaktion

Karl Lagerfeld fotografiert für Vogue Tokyo Hotel – – – iNudge liefert Musikproduktion zwischen Tenori-On und Minesweeper – – – DOOM präsentiert seine Lieblingscomics – – – Cut Chemist dreht erstes 360°-Panoramavideo – – – Der Spextrakt.                            

 
 

Der Spextrakt

Die Leseempfehlungen vom 31.07.2009

Text: Die Redaktion

Die Wochenendausgabe des Spextrakts bringt uns Texte zur Kunst von Marc Brandenburg, neue Ideen für das Musikstreaming im Netz und auf Mobilgeräten vs. Musikpiraterie, einen Gedanken-raubkopierenden Bob Dylan, Berlin-Wochen von und mit Helge Schneider und Musik von La Roux, jj und einen Mitschnitt aus Moritz Wolperts »Schaltzentrale«.                            

 
 

Der Spextrakt

Die Leseempfehlungen der Redaktion vom 20.07.2009

Text: Die Redaktion

Ein zwiespältiges Mashup. Ein halbstündiges Mixtape. Ein als PDF wiedererlebbares Magazin. Ein ganz unorigineller Wahlwerbespot. Ein Spextrakt vom 20. Juli 2009.                            

 
 

Das Ich mit all seinen Problemen

Jörg Fauser

Text: Peter Henning

Jörg FauserEr schrieb die vielleicht besten Reportagen der achtziger Jahre und prägte ganze Generationen deutschsprachiger Autoren: Jörg Fauser, 1987 im Heroinrausch auf der Autobahn überfahrener Schriftsteller, Poet und Journalist, übertrug den Funken der Beat-Literatur der fünfziger Jahre auf den Schreibbetrieb der BRD und grundierte die eigene Sprache mit einer politischen Aufmerksamkeit, die bis heute selten erreicht ist. Der Autor Peter Henning, Bekannter Fausers in den Achtzigern, las sich durch »Gesammelte journalistische Arbeiten«, den endlich erschienenen Abschlussband der neunbändigen Werkausgabe.                            

 
 

Der Spextrakt

Die Leseempfehlungen der Redaktion vom 02.07.2009

Text: Die Redaktion

Ein Magazin stirbt den Anzeigentod, ein Toter verkauft über eine Million MP3s, zwei Produzenten lassen sich im sechsminütigen Minimix mit Nirvana mashen, ein anderer cuttet einen neuen Track nach dem anderen aneinander und die Chicks on Speed klingen nicht mehr »contemporary«. Zeitgemäße Leseempfehlungen im heutigen Spextrakt:                            

 
 

A History of Printed Matter

Drucksachen mit Barney, Kippenberger, Shrigley & Sonic Youth

Text: Walter W. Wacht

»File war nicht bloß Parodie, sondern vor allem ein Nachspielen des Mainstreamformats zu Bedingungen des Untergrunds«, schrieb Jan Kedves in Spex #314 anlässlich der Wiederveröffentlichung des kanadischen Quasi-Hochglanz-Magazins File. Und weiter: »In dem Heft fand sich etwa früh ein Porträt über die deutsche Foto- und Filmkünstlerin Katharina Sieverding, dort, wo in Life ein Abriss über eine glamouröse Hollywooddiva gestanden hätte. Daneben kurze, ironische Texte über die Kunstwelt, Berichte über Punk und andere Neuerungen der Popkultur, eine bissige Tratschkolumne, Tabellen, Spalten, und immer wieder Adresslisten.«

    Das File Megazine, 1972 von Jorge Zontal, Felix Partz und AA Bronson gegründet, dient nun auch als Ausgangspunkt einer Ausstellung im Badischen Kunstverein Karlsruhe: »Learn to read Art: A History of Printed Matter« widmet sich der Dokumentation subkultureller Printkultur aus dem Archiv von Bronsons Non-Profit-Buch- und Magazinhandlung Printed Matter.                            

 
 

Aber wie sollte es sonst sein?

Rocko Schamoni

Text: Christoph Twickel

Eine multiple Karriere vom Sänger zum Wirt zum Quatschmacher zum Bestseller-Autor kommt zum Vorschein: der 42-Jährige ist ein Meister (fast) aller Disziplinen.                            

 
 
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