Text:
Daniel Fersch
Die Punk-Ikone POLY STYRENE ist gestern im Alter von 53 Jahren an den Folgen einer Brustkrebserkrankung gestorben. Styrene, die mit bürgerlichem Namen Marianne Joan Elliott-Said hieß, wurde in den Siebziger Jahren als Sängerin und Songschreiberin der Band X-Ray Spex bekannt. Erst vor neun Tagen war ihr zweites Soloalbum Generation Indigo erschienen.
Text:
Walter W. Wacht
Den Songtext eines ihrer neuen Songs darf man gerne wörtlich nehmen: In »I Wrote the Book«, einem der in Zusammenarbeit mit Simian Mobile Disco entstandenen Solo-Songs singt Beth Ditto: »The world is full of good intentions / Paradise is full of lies / Tell you they love you but fail to mention / who they were with again last night / (…) I wrote the book on it«. Ein Song über gebrochene Herzen und zahlreiche Erfahrungen mit emotionalem Betrug. Es ist ein quasi selbstreflexiver Song, schließlich liegt die 1981 in Arkansas unter dem bürgerlichen Namen Mary Beth Patterson Searcy geborene Gossip-Sängerin und zwischenzeitliche Lagerfeld-Muse in den letzten Zügen ihrer Biografie »Coal to Diamonds«.
Text:
Walter W. Wacht
Bei genauerer Überlegung fällt auf, dass sich die zweite Gossip-Single »Love Long Distance« bestens zur High Time in der Roller-Disco eignet. Dort spielt das neue Musikvideo zum Song, in hautenge Jumpsuits bzw. Bodys verpackt sieht man Ditto und Band über das von der Disco-Kugel illuminierte Rollfeld kreisen, die Köpfe wurden jeweils durch überdimensionierte und mit Charakter-Animationen verzierte Luftballons ersetzt. Die neue Arbeit von Partizan-Regisseur Joel Trussell, der vor einigen Jahren mit Jason Forrests »War Photographer« sowie weiteren Animations-Clips für u.a. Jakob Dylan, M. Ward, Morcheeba und Coldcut brillierte, wirkt allerdings etwas zwiespältig:
Text:
Die Redaktion
Pardon: die gestrige Ausgabe des Spextrakts musste ausgesetzt werden, es folgen nun die interessanten Links des Tages – heute mit dem endlosen Moonwalk, einer Rückrufaktion von Dinosaur Jr., einer Grizzly Bear-Rezension der älteren Semester, weitere Konkurrenz für MySpace, Übergrößen-Mode von Beth Ditto und was Adam Curtis und Damon Albarn zuletzt so getrieben haben.
Text:
Walter W. Wacht
»Viele Leute werden denken, Hannah sei ein Mann«, antwortete Beth Ditto im Interview auf die Frage, warum Gossip den Celecrity-Status Beths nicht nutzten und stattdessen das Portrait Hannah Blilies abbildeten. »Toll, oder? Die Idee des Covers ist, Männlichkeit als etwas darzustellen, das mit Geschlecht nichts zu tun hat.« Und Blilie ergänzte:
Text:
Jan Kedves

Berühmt wurde er als der Modefotograf, der zwar keinen Look hat, aber eine »unverwechselbare Haltung zum Sehen«. Im Mode-Interview spricht er über Rassismus und das Internet.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 27.05.2009 00:00
Text:
Walter W. Wacht
Sie war auf dem Cover des NME, dann auf dem von Katie Grands Love Magazine (siehe Abbildung links) und zuletzt auf dem Titel der britischen Dazed & Confused: Beth Ditto, längst ist die Gossip-Sängerin – dem Namen ihrer Band entsprechend – auch in den Klatschspalten der bunten Magazine aufgetaucht, spätestens seit ihren Sichtungen auf den Pariser Schauen von Jean Paul Gaultier und Stella McCartney. Aber: der Wirbel wird noch stärker zunehmen, schließlich veröffentlicht das Trio aus Portland bzw. Washington Ende Juni ihr viertes, nun von Rick Rubin produzierte Studio-Album. Details dazu folgen bald, vorab aber dies:
Text:
Walter W. Wacht
In ähnlichem Zusammenhang wurden sie soeben erwähnt: Phoenix und ihr neues Album »Wolfgang Amadeus Phoenix«, welches sie am 20. Mai in Berlin im Rahmen des Spex Live-Festivals vorstellen. Drei Tage später stationieren sie ein weiteres Mal im Club-Festival-Kontext: in Köln spielen sie neben vielen anderen auf dem Electronic Beats-Festival im Köln-Mühlheimer E-Werk – präsentiert von Spex.
Text:
Walter W. Wacht

Was soll man noch groß über Beth Ditto sagen? Sie ist 26 Jahre alt, Sängerin der Band Gossip, Kolumnistin des britischen Guardians, charismatisches Rollmodel, ähnlich wie Madonna britische Stilikone, wobei sie doch eigentlich wie sie Amerikanerin ist, und provokant - sofern das heutzutage noch möglich ist - ist sie auch: Der NME half dabei und zeigte sie nackt auf dem Cov ...