Text:
Walter W. Wacht

Anfang der neunziger Jahre begann es musikalisch ernsthaft zu klappern. Erst gründeten Steve Beckett, Rob Mitchell und Robert Gordon das Label Warp Records, ein Jahr später taten sich die Coldcut-Musiker Jonathan More und Matt Black zusammen, ihr gemeinsames Baby nannten sie Ninja Tune. Beide konnten damals nicht ahnen, als wie musikalisch wegweisend und einflussreich, vor allem aber: als wie langlebig sich ihr Label erweisen sollte. Derzeit begehen Ninja Tune ihren zwanzigsten Geburtstag, gefeiert wird mit einem äußerst umfangreichen Boxset und zwei Showcases in Berlin.
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Walter W. Wacht
Sein letztjährig erschienenes Album »Los Angeles« dürfte auch den letzten Skeptiker von Steve Ellisons alias Flying Lotus’ genialen Wonky-Wobbel-Jazz-Beats überzeugt haben, am 30. April soll nun schon sein neuestes Album »Cosmogramma« auf Warp Records erscheinen. Der Titel beruhe auf der etwas vernuschelten Aussprache des Begriffs »Cosmic Drama« seiner Tante Alice Coltrane und bezeichne »die Lehre der Kartierung des Universums und der Relationen zwischen Himmel und Hölle«, wie es FlyLo im Interview mit Pitchfork-Autor Tom Breihan formulierte. Das Album soll dabei wesentlich stärker als zuvor von Live-Instrumentierung geprägt sein, die Liste der beteiligten Musiker lässt sich mit Miguel-Atwood Ferguson (Shafiq Husayn, DNTEL), Laura Darlington und dem früheren Suicidal-Tendencies-Bassisten Stephen ›Thundercat‹ Bruner bereits gut an, zuletzt wurde eine Kollaboration mit Radiohead-Sänger Thom Yorke bestätigt. Neben einem ersten neueren Track produzierte Flying Lotus zuletzt außerdem für José James und Gonjasufi, außerdem soll ein Massive-Attack-Remix in der Pipeline liegen.