Text:
Walter W. Wacht
Einen weiteren Beitrag aus der beliebten Serie »Das beste Musikvideo, das Sie heute sehen werden« stellt der neue Clip zu »I’ve Seen Enough« der Cold War Kids dar. Regisseur Sam Jones, den man u.a. durch seine Arbeit mit Wilco kennen kann, hat jeden der vier Musiker dafür einzeln abgefilmt, die Band wiederum hat den Song für das Video neu eingespielt: auf separaten Tonspuren, mit neuen Arrangements, mit Dub-, Dance- und akustischen Elementen.
Text:
Alexander Müller
Du hast den Eindruck, dass dies nicht dein Leben ist und dir jemand ein Messer im Rücken herumdreht, dass die Zeiten härter werden und die Straßen, auf denen Du reist, rauer? Sorge dich nicht, Baby, denn Wilco werden dich lieben und dir eine starke Schulter bieten, genauer gesagt: »A sonic shoulder for you to cry on«. So singen Wilco auf ihrem siebten Studioalbum, im Stück »Wilco (The Song)«, und lassen sich dabei antreiben von einem rostigen Gitarrenriff. Musik als lebensrettender Trostspender also, gewitzt und eingängig zugleich; eine ironische Liebeserklärung an die Fans, fernab der früher bisweilen zur Selbstzerfleischung neigenden Lyrics von Sänger und Gitarrist Jeff Tweedy.
Text:
Alexander Müller
Indie-Darling Swift tourte mit Cold War Kids, Wilco und Stereolab durch die USA. Bei den lieben Kollegen hat er sich einiges abgeschaut, vor allem, was den Pop-Appeal seines Albums betrifft. »The Atlantic Ocean« kommt so melodietrunken und leichtfüssig daher, dass seine früheren Folk- oder Garagenrock-Ausflüge komplett vergessen scheinen. Der Sänger, Multiinstrumentalist und Fusselbartträger bastelt nun lieber am graziösen Ohrwurm in Beatles-Tradition, mit seufzenden Streichern, himmlischen Harmoniegesängen, cleveren Texten und allem Drum und Dran.
Erschienen in SPEX #321 05-06.2009 | 17.06.2009 09:00
Text:
Thomas Hübener

The Autumn Defense erinnern an eine vermeintlich unschuldigere Zeit. Eine, in der Musik noch nicht downloadbar war, Menschen noch keine Festplatten tauschten und Computer in der Regel die Ausmaße von Waschmaschinen besaßen. Das dritte Album des Projekts um die beiden Mitglieder der amerikanischen Alternative-Country-Band Wilco, John Stirratt und Pat Sansone, ist wieder zu einer Organiz ...
Text:
Christoph Braun

Ok, klingt ziemlich nach Rockgigantismus, die Überschrift. Doch zu den wahrgewordenen Verschiebungen im Music Business gehörte neben den mannigfaltigen Album-Download-Selbstvermarktungsmodellen eben in diesem Jahr auch die nochmals gesteigerte Bedeutung der Bühnenshow. Allen voran wechselte
Madonna von einem Tonträger verkaufenden Mischkonzern zu einem internationalen, konzernartig agierenden Konzertveranstalter. Und die
Sparks kündigen für Mai 2008 einen Konzertmarathon an, während dessen das Elektro Pop-Duo das komplette Werk während 21 Konzerte aufführen wird, ein Album für jede Show. Daran haben sich
Wilco nun offensichtlich ein Beispiel genommen.
Text:
René Hamann

Willkommen in der Gediegenheit. Die Gediegenheit ist eine lange, ruhige Zone, musikalisch entdeckt von einigen Langhaarmusikern um 1970 herum und von vielen seitdem auch nicht mehr verlassen (in der Gediegenheit kann man sich verlaufen wie in der Wüste, sagt man. Überhaupt muss man sich die Gediegenheit wie eine Wüste vorstellen: Kontemplation, Ruhe, Nichts, und der Tod lauert ü ...
Text:
Wibke Wetzker

Sie ist Spanierin, er ist Amerikaner. Sie wurde in einem Seerosenbeet gezeugt, er auf einem Weizenfeld geboren. Sie heißt Paz, er ist Josh. Er hat als Singer-Songwriter Melancholie auf die Haut von Klapperschlangen geschrieben und mit seinem Debüt »Dressed Up Like Nebraska« für Furore im Folk-Mekka Nashville gesorgt. Sie ist die kleine Meerjungfrau, die Ihn wieder zum L ...
Text:
Uwe Viehmann

Es war ein gutes Jahr für Jon Stirratt, Glenn Kotche, Mikael Jorgensen, Nels Cline, Pat Sansone und Bandleader Jeff Tweedy. Ihr 2004er Album »A Ghost Is Born«, Wilcos Kraut&Rock-Achterbahnfahrt, wurde zurecht mit zwei Grammys ausgezeichnet und die beiden Backkatalog-Alben »Yankee Hotel Foxtrot« und »Being There« erlangten Gold-Status in den USA. Der ger ...
Erschienen in SPEX #294 12/05 | 17.02.2006 00:00
Text:
Uwe Viehmann

Zwei mögliche Orte gibt es, an denen die Kritik dieser Platte in dieser Ausgabe von Spex stehen kann: An Nummer eins, am vermeintlichen Platz an der Sonne, womit wir uns in den Chor der selbstverständlich jubilierenden Massen einreihen würden - oder am Ende des diesmonatigen Plattenteils. Als eine andere, spirituellere Form der Ehrerbietung, denn: Last but not least, no way!
Haben ...
Erschienen in SPEX #278 07/04 | 31.07.2004 00:00