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Walter W. Wacht
Anfang des Jahres klang es noch nach einem guten Gag: Tocotronic sprachen anlässlich ihres aktuellen Albums »Schall & Wahn« alle »Bürgerinnen und Bürger von Entenhausen« mit einem Videogrußwort an. Was man aber im aktuellen »Micky Maus«-Magazins zu sehen bekommt, kann man wohl als feinste Selbstironie und gleichzeitig als Erlebnisbericht der schall- und wahnsinnigen Verkaufsschau in Hamburg verstehen. Donald Duck als ewig glückloser, ewig tobsüchtiger Freund Daisy Ducks, der es das neue Album der Gruppe Monotronic zu kaufen gilt. Im Interview erklären Tocotronic-Bassist Jan Müller und Ehapa-Redakteur Kai Reininghaus, wie es zu der Monotronic-Geschichte kam.
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Martin Eiberle

Der reine Schall- und Wahnsinn, die Zweite: Nach dem Video zur ersten Tocotronic-Single »Macht es nicht selbst« folgt nun das brandneue Musikvideo zu dem desperat-romantischen Stück »Im Zweifel für den Zweifel«, das wir im Folgenden mit dem Online-Musikfernsehsender tape.tv als Premiere zeigen.
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Martin Eiberle

Der reine Schall- und Wahnsinn, die Zweite: Nach dem Video zur ersten Tocotronic-Single »Macht es nicht selbst« folgt nun das brandneue Musikvideo zu dem desperat-romantischen Stück »Im Zweifel für den Zweifel«, das wir im Folgenden als Premiere zeigen.
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Michael Lutz

Wenn ein Konzert der Hamburger Formation Deichkind ansteht, hat man immer ein bisschen das Gefühl, der Zirkus sei in der Stadt. Und auch wenn die Formation immerhin schon zehn Jahre auf dem Buckel hat, gilt sie immernoch als sichere Bank, wenn man sich mal wieder so richtig das Hirn durchspülen lassen will. Mit ihrem manischen Mash-Up aus Hiphop, Electro und Freak-Theater treiben Deichkind die Euphorie in ausverkauften Hallen auf die Spitze. Da fragt man sich schon, ob das noch ein Konzert ist oder schon ein kultisches Ritual zur Beschwörung mächtiger Götter. Jedenfalls tropft bei diesen szenischen Happenings jede Menge Flüssigkeit von der Hallendecke – wobei es sich freilich nicht ausschließlich um Kondenzwasser handelt.
Weil aber der Feier-Imperativ auch sein Gegengewicht braucht, präsentieren Deichkind im Frühjahr eine neue, nachdenklichere Form des Wahnsinns: »Deichkind in Müll«, eine von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Koproduktion der Band mit dem Hamburger Theaterhaus Kampnagel. Neben der Premiere in Hamburg wurden außerdem ein Termin in Krems bestätigt, außerdem kann man nun den Deichkind-Remix von Tocotronics »Macht es nicht selbst« streamen.
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Walter W. Wacht
Noch vier Tage hin, dann erscheint nicht nur Tocotronics neues Album »Schall und Wahn«, sondern dann findet auch die zweite Ausgabe von Spex Live statt, diesmal aus Hamburg. Im Rahmen des Konzertteils werden Tocotronic »Schall und Wahn« erstmals Live vorstellen, das Konzert ist leider restlos ausverkauft. Den größten Fans raten wir allerdings dringend vom Kauf unverschämt-überteuerter Wiederverkaufstickets auf eBay ab – im Zweifel für den Zorn und die Spende des gesparten Geldes für humanitäre Zwecke in Haiti. Natürlich kann man das Geld auch in den Besuch der Spex Live-Party oder in eine Übernachtung in Hamburg am Vorabend unseres Fests investiert werden: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag veranstaltet der feine Hamburgensien-Musikfachladen Hanseplatte nämlich den großen Tocotronic-Mitternachtsverkauf.
Text:
Christoph Twickel
Christoph Twickel, Co-Autor des Manifests »Not In Our Name, Marke Hamburg!«, über das Jahr des Widerstands gegen die Hamburger Turbo-Gentrifizierung.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 29.12.2009 09:00
Text:
Walter W. Wacht

Eng sitzende Lederjacken, flüchtende Musiker, mit Prügel und Feuer randalierende Nagetiere in roten Latzhosen: Das neue Musikvideo zur ersten Single »Macht es nicht selbst« aus Tocotronics neuntem Studio-Album wirkt angenehm kämpferisch. Regisseurin Stephanie von Beauvais inszeniert die Band als dunkle Silhouetten vor weißer Leinwand inmitten eines Revier-Kampfs von Baumarkt-Maskottchen – passend zum Credo des Songs. »Plötzlich bekommen Hobbyheimwerkerei, das Wörtchen ›originell‹ und die Online-Buchung des Sommerurlaubs als Demonstrationen individuellen Handelns einen fiesen Beigeschmack«, bemerkt Spex-Redakteurin Wibke Wetzker in der Titelgeschichte unserer aktuellen Ausgabe zum letzten Teil der Tocotronic’schen »Berlin-Trilogie«. Neben der Premiere des »Macht es nicht selbst«-Clips zeigen wir an dieser Stelle auch alle achtzehn anderen Musikvideos von Tocotronic.
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Walter W. Wacht

Warum nicht mal wieder einen Ausflug nach Hamburg machen? Oder für die Hamburger: Warum nicht mal wieder einen Abend im Uebel & Gefährlich verbringen? Hier ist der Anlass dazu: Am 22. Januar findet die zweite Ausgabe von Spex Live statt – zum ersten Mal in Hamburg. Untergebracht im massiven Betonbau der während des zweiten Weltkriegs errichteten Flaktürme am Heiligengeistfeld – einen Steinwurf vom Millerntor-Stadion St. Pauli entfernt – ist das Uebel & Gefährlich innerhalb kurzer Zeit zu einem der wichtigsten Clubs Hamburgs geworden. Nun startet auch der Vorverkauf für den Abend mit Tocotronic, Final Fantasy, Pantha du Prince, DJ Sprinkles und Will Bankhead.
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Die Redaktion
Reaktionen auf antisemitischen Übergriff in Hamburg – – – Dirk von Lowtzow zu Antisemitismus – – – Morrissey verweist Hamburger Konzertbesucher des Saals – – – Thurston Moore plaudert über seinen letzten Tanz – – – Neues Material von Gil Scott-Heron – – – Neue Videos von Crystal Fighters sowie Beyoncé & Lady GaGa – – – Zwei MP3s von Hot Hot Heat – – – Fünfzig MP3s aus fünfzig Alben – – – Joe Goddard im Four-Tet-Remix – – – Mixtape von DOOM und Live-Show von Fever Ray im Stream – – – Humor aus Hamburg: Der Deichkind’sche Witzeerklärer – – – Der Spextrakt.
Text:
Die Redaktion

Acht Monate nach der ersten Ausgabe von »Spex Live«, der abendfüllenden Konzert- und Clubveranstaltung der Berliner Spex-Redaktion, geht das Fest in die zweite Runde: Diesmal findet die Veranstaltung in Hamburg statt, am 22. Januar wird einer der besten Clubs der Hansestadt, das Uebel & Gefährlich, von u.a. Tocotronic, Pantha Du Prince und Final Fantasy bespielt werden.