Text:
Jan Kedves, Philipp Ekardt

In Krisenzeiten verabschieden sich Fischerspooner von der Üppigkeit: keine Millionenvorschüsse einer implodierten Plattenindustrie mehr, aber auch keine neuromantischen Bildexzesse, ebenso kein appropriierter Bombast-Rock-Sound. Stattdessen schalten Casey Spooner und Warren Fischer auf den Anfangsgedanken ihres gemeinsamen Projekts zurück und gehen in die Performance-Offensive – mit Unterstützung der New Yorker Wooster Group, mitsamt Kopfbedeckungen, die wie Weltraumstationen aussehen, und Körperfortsatzkostümen, die vom Bekleidungsdiscounter Target inspiriert sind. Ein Gespräch mit Casey Spooner über das neue Fischerspooner-Album »Entertainment«, über die Arbeit in Musik- und Kunstindustrie, und wie man mit deren Unvereinbarkeit umgeht.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 08.06.2009 14:30
Text:
Wibke Wetzker

Schauen wir diesen selbstvergessenen jungen Mann an, ahnen wir sofort: Jeremy Jay lebt in einem Elfenbeinturm – und der ist übrigens eine Wohnung mitten in Paris.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 03.06.2009 00:00
Text:
Jan Kedves

Berühmt wurde er als der Modefotograf, der zwar keinen Look hat, aber eine »unverwechselbare Haltung zum Sehen«. Im Mode-Interview spricht er über Rassismus und das Internet.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 27.05.2009 00:00
Text:
Kito Nedo

Exemplarisch lässt sich an der Verweigerungskarriere Sven Marquardts eine stolze ostdeutsche Selbstbehauptungsposition lesen, die beweist: Wo ein Wille ist, ist auch eine Tür.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 25.05.2009 00:00
Text:
Harald Peters

Phoenix präsentieren mit »Wolfgang Amadeus Phoenix« ein neues Album, das mit musikalischer Dichte begeistert, in der jeder Vokal auf seinen Akkord und zum nächsten Tusch passt.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 20.05.2009 00:00
Text:
Jens Balzer

Sie kleiden sich wie fachkompetente Foltermönche, doch die Gottheit, die Sunn 0))) anbeten, ist einzig die teuflisch niederwerfende Kraft des elektrisch erzeugten Lärms.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 15.05.2009 00:00
Text:
Ralf Krämer

In »13 Tzameti« imaginiert Regisseur Géla Babluani den Kampf der Klassen in seiner brutalstmöglichen Zuspitzung als organisiertes russisches Roulette.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 11.05.2009 00:00
Text:
Florian Sievers

Eine Balance der Kräfte, der dunklen und der hellen, der zerstörenden und der schöpfenden, der chaotischen und der geordneten – darum geht es doch: im Leben allgemein und speziell in einer durchfeierten Nacht, die ja ein ganzes Leben nachbilden und verändern kann. Diese Nacht wäre dann eine, in der man die größte Hymne noch mit einer Träne im Augenwin ...
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 11.05.2009 00:00
Text:
Gunnar Klack
Fällt die eindeutige Zuordnung schwer, drängen sich schnell abwegige Vergleiche auf. So geschah es, als Bat For Lashes alias Natasha Khan vor zwei Jahren mit ihrem Debütalbum »Fur and Gold« die britische Musiklandschaft in Aufruhr versetzte. Mit Referenzen zu Björk und Kate Bush sind Bat For Lashes’ elfenhafte Wesen und ihr Spiel mit angedeutetem Mystizismus zwar abgedeckt, aber noch nichts wirklich treffend beschrieben. Das Erstlingswerk hätte mit seinen sauber dekonstruierten Retro-Anleihen auch ein Lehrstück zum Zeitgeist-Sound 2006/2007 sein können, und Khans Stimme nur eine glückliche Zutat – Hipness durch gekonnten Mix.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 04.05.2009 19:17
Text:
Sebastian Hammelehle

Nach dem MySpace-Star ist nun ein anderes auf Kommunikationstechnik und Internet fußendes Phänomen auszurufen: die Handy-Band. Schon länger fällt auf, dass sich Zuschauer von Rockkonzerten nicht länger auf ihre Kernaufgaben, das Kopfwackeln, Biertrinken und Pogo-Tanzen beschränken, sondern das mit dem Handy festhalten, was lange Zeit der ersehnte, aber eben auch &uum ...
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 04.05.2009 00:00
Text:
Gunnar Klack

Einer Teufelsaustreibung entkam er nur um Haaresbreite, heute gilt David Michael Stith als einer der neuen Folkstars am US-Himmel: Herr, lass es Hipness regnen!
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 29.04.2009 00:00
Text:
Maurice Summen
Was man dem Kanadier Dominic »Mocky« Salole nicht vorwerfen kann, ist mangelnde Musikalität. Er spielt nahezu jedes Saiten-, Rhythmus- oder Tasteninstrument, hat eine angenehme Singstimme, rappt, huht und haht, schreibt Arrangements von Weltniveau und drückt auch noch selbst die Aufnahmetaste. Als Produzent der Jamie-Lidell-Alben »Jim« und »Multiply« gelangen ihm als Co-Autor und -Produzent Meilensteine der aktuellen Neosoul-Bewegung – er ist somit nicht ganz unschuldig an der Tatsache, dass Lidell als Support-Act für Elton Johns »Red Piano«-Tour gebucht wurde.