Gorillaz
On Melancholy Hill
Text: Walter W. Wacht
Die Frage lautete: Wie kamen die Gorillaz eigentlich nach »Plastic Beach«? Das neue Musikvideo zu »On Melancholy Hill« gibt nun eine ganz einfache Antwort darauf.

Die Frage lautete: Wie kamen die Gorillaz eigentlich nach »Plastic Beach«? Das neue Musikvideo zu »On Melancholy Hill« gibt nun eine ganz einfache Antwort darauf.
Gute Neuigkeiten, alle zusammen: Die beste Selbstreferenzialität-betonende Popsängerin der letzten Jahre Robyn ist erstens ein Fembot und zweitens eine Dancehall-Queen, jedenfalls wenn man nach ihren ebenso betitelten neuen Stücken geht. »Fembot« ist dabei ein Ausblick auf die drei (oder zwei, gesichert ist diese Zahl noch nicht) Robyn-Alben, welche die Schwedin in diesem Jahr aus Kreativitätsüberschuss- und Veröffentlichungsrhythmusgründen auf ihrem Label Konichiwa Records zu veröffentlichen gedenkt. Neben dafür angekündigten Kollaboration mit Röyksopp und Snoop Dogg hat vor kurzem auch ihr gemeinsamer Track »Dance Hall Queen« mit dem Produzenten Diplo den Weg ins Netz gefunden, ein auf postpostmodern getrimmtes Take auf Ace of Base bzw. Midi, Maxi & Efti, wie Robyn im Interview mit Pitchfork Media sagte. Daneben lohnt sich ein Blick auf die schwedische Reportage »Dom kollar oss Artister«, die mit englischen Untertiteln einen Einblick in den Alltag Robyns gibt – mehr dazu im Aufgemischt!-Blog.
Derweil baut Robyn ihre Netzaktivitäten enorm aus:

Neben der kurzen Meldung der möglichen Reunion der genialen Surf-Band from outer space Man or Astro-Man? im Rahmen des diesjährigen SXSW-Festivals ist das Thema des Tages in Sachen Popmusik das neue Album der Gorillaz. Auf ihrer Webseite veröffentlichte Damon Albarns Schattenkabinett heute die offizielle Tracklist des neuen Albums »Plastic Beach« samt aller Gastsänger, und davon hat das Album nicht wenige. Außerdem wurde mit »Stylo« die erste Single des Albums vorgestellt, den Song kann man nun zwei Monate vor Albumveröffentlichung im Stream hören.
Ob zu House, Gospel, HipHop oder Klassik – der Detroit Techno-Pionier Carl Craig hat viele Anekdoten auf Lager. Nur Manfred Krug im DDR-Loveboat bereitet ihm Kopfschmerzen.
Interessant, wie die Meldungen so zustande kommen: vertreibt man sich die Zeit mit der englischen Wikipedia-Ausgabe, so stößt man immer auf gut informierte Beiträge zu neuen, hochkarätigen Alben. So auch im Falle von Snoop Doggs neuer Platte »Ego Trippin'«, die schon am kommenden Freitag in Deutschland im Laden stehen soll. Eingeschworene Snoop-Fans dürfte das dort abgebildete Tracklisting freuen: 21 Tracks soll das neunte Studioalbum lang sein. Wenn dem tatsächlich so sein sollte, dann wäre es wohl besser, die amerikanische Pressung zu importieren. In Deutschland hört man jedenfalls nur zwölf Stücke.

Das Problem fängt im Grunde schon beim Cover an – es ist schrecklich. Snoop Doog auf einem Schwarzweißfoto neben einem historischen Automobil hockend, wobei er so finster drein schaut, als habe er gerade die Reifen inspiziert und festgestellt, dass sie längst hätten gewechselt werden müssen. Hätten sie ja auch, zumindest im übertragenen Sinn. Den kü ...
»Fifteen years in the game, and I'm still relevant!« Unbescheiden beginnt »Neva Hafta Worry« nicht gerade. Der mit viel Streichern, Cheese-Sax, Soul und Hustlin' ausgestattete Song feierte gestern Premiere bei Allhiphop.com, Snoop Dogg 2008 bedeutet auch weiterhin sprachliche Finesse. Schon die erste Single »Sensual Seduction / Sexual Eruption« machte uns hier schnell klar: kann nur Wahnsinn sein, das Album. Im Making-Of des Video-Shoots äußerte sich Snoop Dogg denn auch zum ›Wie?‹ und ›Wer?‹ in Sachen »Ego Trippin'«, seinem neunten Studio-Album:
Heiß diskutiert wird auf dieser Seite der neue Song und Clip von Snoop Dogg. »Sensual Seduction« erfährt in all seiner seidenen Sämigkeit User-Kommentare, die den Song wahlweise mit einem Pups, mit Outkast, purer Schönheit oder auch Eric D. Clark vergleichen. Die beiden letztgenannten Referenzen laufen ja eigentlich auf's Gleiche hinaus, und einem weiteren Kommentar kann ich jetzt antworten: Endlich gibt es einen VÖ-Termin von Universal für die CD-Single »Sensual Seduction«, und ich nehme an, das Datum 8. Februar gilt auch für die Downloads.

Manchmal muss man Meinungen revidieren: das Animal Collective-Video zu »Peacebone« wird ganz sicherlich nicht das beste Video des Jahres, dieses hier ist es! Was Snoop Dogg da mit Hilfe von Regisseurin Melina geschaffen hat, ist die Übertragung des Jahres 1978 auf die Jetztzeit, und zwar ohne Umweg! »Sensual Seduction / Sexual Eruption« ist die er ...

Der Meister der Dada-Rhymes, der Form-Over-Substance-Flowmaster, der Rap-Star mit der kalten Hundeschnauze ist endlich wieder dort angekommen, wo schon immer alles scheißegal war, wo sich nach wie vor Original Gangstas und (andere) Proleten mit dem Charme von Sackläusen um ihren kümmerlichen Restverstand amüsieren, wo sich erwachsene Menschen mit grimmiger Entschlossenheit an ...

In Pressevorführungen sitzen vormittags Lohnschreiber, Bummelstudenten und Arbeitslose beisammen, um den heißen Scheiß anzuschauen, der ein bis zwei Monate später fürs gemeine Publikum anläuft. Bei Blockbuster-Alarm gilt: Handys müssen draußen bleiben. Handgranaten sind ausdrücklich erlaubt. Und wer jemals das Vergnügen hatte, so manches Kritike ...