Text:
Andreas Reihse, Ralf Krämer, Thomas Hübener, Anne Waak
Nach seinem großartig anmaßenden Anti-Sampling-Manifest P.C.C.O.M. (Personal Contract for the Composition of Music), mit dem sich Matthew Herbert 2005 fast so viele Freunde und Feinde machte wie zehn Jahre zuvor Lars von Trier mit seinem ›Dogma‹, versiegte der Strom relevanter Veröffentlichungen von Matthew Herbert abrupt. Schlimmer noch: Im Unterschied zu den Dogma-Filmen, die mit der Zeit immer bahnbrechender ausfielen, legte Herbert mit seinen unsäglichen Big-Band-Platten schreckliche Plagiate großer Swing-Aufnahmen vor. Auf »One One« nun gibt er den Brit-Barden. Zurückgezogen und ganz allein in seinem Studio will Herbert »One One« aufgenommen haben. Möglicherweise hat er sich für seinen fast parallel erscheinenden Beitrags zur »Recomposed«-Reihe der Deutschen Grammophon als Geistesverwandten Gustav Mahlers entdeckt.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 25.05.2010 15:29
Text:
Walter W. Wacht

Alles Wissenswerte zur neuen »ReComposed«-Veröffentlichung der
Deutsche Grammophon haben wir
bereits vor über einem Monat veröffentlicht (mehr …), für eine kurze Zusammenfassung muss aber Zeit sein: Detroit-Techno-Legende
Carl Craig und Basic-Channel-Mitbegründer
Moritz von Oswald haben im Auftrag der Deutsche Grammophon
den Boléro von Ravel in Stücke zerlegt und zu einem rund einstündigen Beinahe-Abfahrtsset rekonstruiert. Spekuliert hatten wir damals allerdings auch über eine Aufführung des »ReComposed Boléro« in Berlin – dazu steht nun der Termin im Oktober fest.
Text:
Walter W. Wacht

Auf die anstehende Veröffentlichung von Carl Craigs und Moritz von Oswalds Bearbeitungen klassischen Materials haben wir bereits mehrfach hingewiesen. Im Auftrag der Deutsche Grammophon führten beide Teile von Maurice Ravels »Boléro« und Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung« zum dritten Teil der »ReComposed«-Reihe zusammen, entstanden ist so ei ...
Text:
Walter W. Wacht

Die »
ReComposed«-Reihe der
Deutsche Grammophon war bisher stets eine zweischneidige Sache. Für die ersten beiden Teile versuchten
Matthias Arfmann und
Jimi Tenor, dem Backkatalog des ältesten Klassik-Zulieferers Deutschlands neue Tendenzen bzw. Käuferschichten abzuringen. Arfmann hatte dabei als erster Künstler der Reihe einen schweren Stand, seine Dub- und Pop-Kombinationen von Herbert von Karajan floppten. Bei Jimi Tenor klangen Komponisten wie Steve Reich, Erik Satie, Edgar Varèse und Nikolai Rimsky-Korsakow schon stimmiger. Mitte Oktober erscheint nun der dritte Teil von »ReComposed« – diesmal mit Detroit-Techno-Legende
Carl Craig und Basic-Channel-Mtbetreiber
Moritz von Oswald.
Text:
Ralf bei der Kellen

Die Ankündigung des zweiten Teils der ReComposed-Reihe aus dem Hause Deutsche Grammophon ließ bereits im Vorfeld einiges an Hoffnungen aufkeimen. Erschien der erste Teil (Matthias Arfmann kombiniert den Karajan-Backkatalog mit Pop und Dub) vielen wie ein Aufwärmen des alten Rondo-Veniziano-Konzeptes, so hoffte man, Jimi Tenor würde sich bei seiner Be- bzw. Verarbeitung von Bou ...
Text:
Ralf bei der Kellen

Schon lange versucht man bei der Deutschen Grammophon aus dem scheinbar an Schwindsucht leidenden Nischenmarkt Klassik (bzw. E-Musik, bzw. europäische Konzertmusik oder welche auch immer irreführende Bezeichnung man diesem disparaten Genre geben will) auszubrechen. Vor allem die jungen Käuferschichten fehlen (was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass das, was für die El ...
Erschienen in SPEX #292 10/05 | 07.02.2006 00:00