Text:
Daniel Fersch
In Enfield im Norden London ist gestern Nacht ein Vertriebszentrum des Unterhaltungskonzerns Sony in Flammen aufgegangen, in dem auch die PIAS Entertainment Group - einer der größten Vertriebe für Independent-Labels in Großbritannien - ihr zentrales Lager unterhielt. Der 20.000 Quadratmeter umfassende Gebäudekomplex wurde durch einen Großbrand fast vollständig zerstört. PIAS vertreibt im Vereinigten Königreich unter anderem die Tonträger von Domino, XL Recordings, Beggars Group, Warp und Sunday Best.
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Walter W. Wacht
»Worüber sollte Joan Wasser noch singen«, fragt Lutz Happel in der aktuellen Spex #330 anlässlich des neuen, ein Sternbild des Großen Bären im Titel tragenden Albums »The Deep Field« von Joan As Police Woman, »nachdem der Superlativ der eigenen Sinnlichkeit besungen ist? Gott?« Mit einer Antwort auf die Frage darf sich die amerikanische Songwriterin gerne noch etwas Zeit lassen, schließlich ist ihr drittes, diese Frage aufwerfende Album gerade erst erschienen. »The Deep Field« kann man jetzt schon im Stream hören, vorab spielt Joan As Police Woman ein Radiokonzert in Berlin und für die Tour im Februar verlosen wir Tickets.
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Walter W. Wacht

Fotografisch ansprechende, inhaltlich aber rätselhafte Musikvideos scheinen derzeit Hochkonjunktur zu haben: Nach Charlotte Gainsbourg, El Guincho und den Scissor Sisters spielt auch der Clip zur neuen Joan-As-Police-Woman-Single »The Magic« mit ›What the Fuck?!‹-Elementen und ästhetischen Bildern.
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Walter W. Wacht

Er rüttelt nicht nur am Thron von prominenten Musikvideoregisseuren, allmählich bekommt man den Eindruck, der schwedische Filmemacher Andreas Nilsson habe bereits seinen eigenen Thron bestiegen. Nach beeindruckenden Arbeiten für The Knife, Fever Ray, José González und Röyksopp hat Nilsson nun einen zehnminütigen Kurzfilm mit madorierenden Clowns auf Charles Mansons Ranch gedreht.
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Andreas Reihse, Ralf Krämer, Thomas Hübener, Anne Waak
Nach seinem großartig anmaßenden Anti-Sampling-Manifest P.C.C.O.M. (Personal Contract for the Composition of Music), mit dem sich Matthew Herbert 2005 fast so viele Freunde und Feinde machte wie zehn Jahre zuvor Lars von Trier mit seinem ›Dogma‹, versiegte der Strom relevanter Veröffentlichungen von Matthew Herbert abrupt. Schlimmer noch: Im Unterschied zu den Dogma-Filmen, die mit der Zeit immer bahnbrechender ausfielen, legte Herbert mit seinen unsäglichen Big-Band-Platten schreckliche Plagiate großer Swing-Aufnahmen vor. Auf »One One« nun gibt er den Brit-Barden. Zurückgezogen und ganz allein in seinem Studio will Herbert »One One« aufgenommen haben. Möglicherweise hat er sich für seinen fast parallel erscheinenden Beitrags zur »Recomposed«-Reihe der Deutschen Grammophon als Geistesverwandten Gustav Mahlers entdeckt.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 25.05.2010 15:29
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Die Redaktion
Ein Nachruf auf Louisville Records – – – Vorschlag: 13 Euro für die Kulturflatrate – – – Cover-Artworks als Penguin Books – – – Jörg Buttgereit führt »Durch die Nacht« – – – Die Broken Bells mit Kinder-Kritik – – – OK GO und die Mega-Rube-Goldberg-Maschine – – – Owen Pallett mit No-Budget-Video – – – Neue Remixes als MP3 von The XX für Magic Wands, Chiddy Bang für die Gorillaz und Schlachthofbronx für DJ Mujava – – – Neue Alben von Tunng und Solex vs. Christina Martinez + Jon Spencer im Stream – – – Der Spextrakt.
Text:
Die Redaktion
Jay Reatard ist tot – Ein Nachruf – – – Das Making-Of zu MGMTs »Kids«-Video – – – Alles über britische Popmusik der Achtziger: Die Dokumentation »Synth Britannia« – – – Die neue EP von Dubstep-Wunderknabe Joy Orbison im Stream – – – Facebook-Promotion for Blur gone wrong – – – Die vergangene Dekade in zwei Minuten und 92 Zeitschriften-Titelbildern – – – Der Death-Metal-Hahn
Die Shortcuts: Zwei neue Videos von Peaches, MP3s von Kano, Major Lazer und Vitalic, die neuen Alben von Spoon sowie Lindstrøm & Christabelle im Stream – – – Der Spextrakt.
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Walter W. Wacht
Die Bassdrum hämmert und brummt, die Streicher-Arrangements wirken mehr gesampelt denn gespielt, aus dem Off erschallen schrille Pfiffe und Schreie, eine tiefe Computer-Stimme trägt unverständliche Wortfetzen vor – die Grundstimmung ist düster. Das titelgebende und von Fréderic Chopin adaptierte Stück »Marche Funèbre« ihrer neuen EP hat der österreichische Shooting-Star Anja Plaschg alias Soap&Skin teilweise re-arrangiert. Daneben hört man auf der neuen Platte einen äußerst reduziert klingenden DJ-Koze-Remix, ein Musikvideo wurde zudem für das Stück »Thanatos« abgeliefert.
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Die Redaktion
Die Editors mashen ihr Album mit Google Street View – – – Colatron masht Burial mit Michael Jackson mit Lady Di – – – Damon Albarn liest ein Kinderbuch – – – Nick Cave rettet das Hörbuch – – – Als MP3: Neuer Song von Annie – – – Neues Stück von CANT – – – Im Stream: Erik Hassle covert ABBA – – – LCD Soundsystem covern Alan Vega – – – Zwei neue Stücke von Spain – – – Vier neue Stücke von Christian Naujoks – – – Elf neue Stücke von Atlas Sound – – – Der Spextrakt.
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Die Redaktion
Ted Gaier mit Brief an die Stadt Hamburg – – – GEMA mit Brief an die nächste Bundesregierung – – – Neil Landstrumm mit Podcast für Resident Advisor – – – Phoenix mit neuem Grincheux-Dangereux-Remix – – – Chromeo mit neuem Skream-Remix – – – Palminger, Erobique und Baumann mit neuem Song for Joy – – – Editors mit neuem Albumstream – – – Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht

Warme Synthesizer-Arpeggien eröffnen das neue Editors-Album, dazu singt Tom Smith »London’s become the most beautiful thing I’ve seen«, während sich der Kern des Stücks langsam mit sanften Klavieranschlägen und sich steigerndem Bassspiel dem Gipfel nähert. Nach drei Minuten dann ein hartes Break, die Gitarre wird laut und verzerrt gespielt, das Schlagzeug nimmt plötzlich viel Raum ein, dazu wieder ein lautes, dominantes Synthie-Motiv. Das gleichbetitelte Eröffnungsstück macht klar, dass sich die Editors mit ihrem dritten Album »In This Light And On This Evening« deutlich weiterentwickelt haben.
Text:
Michael Lutz
Black Lips sind schon seit einer Ewigkeit auf Tour. Rastlos ziehen sie durch die Kontinente und bespielen auch noch die verpilztesten Rockschuppen mit ihrem wahnwitzigen Garagenrock.