Text:
Thomas Vorreyer

Mit einem einminütigen Snippet von »Get Lucky« setzen Daft Punk den ersten Ohrwurm für ihr neues Album »Random Access Memories«, Kollaborateure wie Pharrell, Todd Edwards & Nile Rodgers übernehmen dazu passend gleich die Öffentlichkeitsarbeit für das geheimniskrämende Duo. Nicht weniger als die Zukunft der Musik sei zu erwarten. Dabei steckt in dieser Narration eher Revisionismus.
Text:
Arno Raffeiner

Animal Collective sind wieder vier und erzählen auf Centipede Hz u.a. auch vom im Fieber durchlebten großen Brummen. Und Noah Lennox und Josh Dibb erklären, warum sie die Rückkehr nach Baltimore »psyched« gemacht hat. Dazu verlost SPEX noch Plätze für das Konzert in Berlin am Sonntag.
Text:
Thomas Vorreyer

Während sie auf ihrer aktuellen Europatournee vom Pech verfolgt scheinen, veröffentlichen Teengirl Fantasy mit End den ersten Song aus ihrem im August mit den Gästen Laurel Halo, Panda Bear und Romanthony bei R&S erscheinenden Zweitwerk Tracer. Gründe genug, um sich auf das einzige Deutschlandkonzert des House-Duos mit Fatima Al Qadiri in Berlin zu freuen.
Text:
Carolin Weidner
San Marcos – eine mittelkleine Stadt im staubigen Texas – hat nicht viel zu bieten, außer einem Outlet-Center und der Texas State University. Letztere führte immerhin die drei jungen Männer Nate Grace, Jesse Jenkins und Austin Youngblood zusammen. Deren Bandname Pure Ecstasy ward 2009 geändert in PURE X. Dieses X lässt sich aber nicht nur mit dem Wirkstoff MDMA assoziieren. Auch entsteht in Verbindung mit Pure daraus Purex – und dann wird es richtig chemisch. Denn PUREX ist das Akronym aus Plutonium-Uranium-Recoveryby-Extraction, und mehr: ein seit 1922 beliebtes Flüssigwaschmittel aus Los Angeles für kuschelige Wollpullover und schöne Farben.
Erschienen in SPEX #334 09/10 2011 | 20.08.2011 18:45
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Tim Caspar Boehme
Zwei Jahre Sendepause. In der Clubszene ist das eine ziemliche Ewigkeit. Bei ZOMBY, dem anonymen britischen Dubstep-Star, hatte es nach seinem gefeierten Debütalbum Where Were U in ’92? von 2008 gerade mal noch eine EP gegeben, dann ward nichts mehr von ihm gehört. Bis jetzt.
Erschienen in SPEX #333 07/08 2011 | 05.07.2011 15:00
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Daniel Fersch
Es ist Nacht und zappenduster auf dem Friedhof, nur in der Ferne schimmern die Lichter der Stadt über den Hügel. Die erste Kameraeinstellung des Videos zu Surfer's Hymn vom neuen PANDA BEAR-Album Tomboy könnte auch einen Zombie- oder Vampir-Film einleiten.
Text:
Tobi Müller
PANDA BEAR alias Noah Lennox forscht weiter an der Deutlichkeit von Unschärfe. Und sogar der Gender-Steilpass im Albumtitel Tomboy wird dabei zur Vorlage für das Schillern seiner Musik: So wie die Figur des Tomboys männliche Attribute in biologische Weiblichkeit integriert, weicht Lennox die Grenzen auf, die ein regelhaftes Lied vom verflüssigten Treiben des Tracks trennen. Das tun zwar viele andere auch, aber nicht viele auf so prickelnde Art wie Lennox, der mit dem Album Person Pitch darin vor vier Jahren seine Hauptband Animal Collective sogar noch übertraf.
Erschienen in SPEX #332 05/06 2011 | 19.05.2011 11:00
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Walter W. Wacht
Er hatte nicht nur das Album mit einem der besten Artworks des vergangenen Jahres, es war auch musikalisch eine der besten Platten 2010 – jedenfalls solange es nach der Meinung dieses Autoren geht. Für das neue Jahr hat sich Darren J. Cunningham, der Mensch hinter den Maschinenklängen von Actress, einiges vorgenommen: Gleich zwei neue Alben will der Londoner veröffentlichen.
Text:
Walter W. Wacht
Schon im Juli vergangenen Jahres begann Noah Lennox, sein neues Album »Tomboy« peu à peu vorzustellen. Im 7"-Vinyl-Format veröffentlichte der unter dem Namen Panda Bear besser bekannte Musiker von Animal Collective insgesamt sechs neue Solo-Stücke, die auf verschiedenen Labels erschienenen Platten wurden jeweils in limitierter Auflage herausgegeben. Nun folgt noch eine letzte Single, bevor im April das vierte Panda-Bear-Album erhältlich ist.
Text:
Walter W. Wacht
Ein Jahr ohne Veröffentlichung? Undenkbar! Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren haben Animal Collective regelmäßig neues Material nachgelegt – mit zehn Alben verhältnismäßig viel, dazu kamen 12"- und 7"-Vinyls bzw. Maxi-CDs, EPs, die »Animal Crack Box« und ein Mixtape für Rough Trade Records. Warum sollten Animal Collective also im zehnten Jahr anders handeln? Im Juli veröffentlichen sie nun die DVD »ODDSAC«, ein »visuelles Album«, das gemeinsam mit Regisseur Danny Perez entstanden ist. In Berlin und Hamburg wird nun die Vorabpremiere gefeiert.
Text:
Die Redaktion
Ein Kinderchor singt Phoenix – – – Marion Cotillard singt mit Franz Ferdinand – – – Four Tet remixt Pantha du Prince – – – Wareika remixen Aufgang – – – Ein neuer Song von The Irrepressibles – – – Das Debüt-Album von Ellie Goulding – – – Haste Töne: Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht

Das neue Musikvideo von Pantha du Prince zu »Stick to My Side« portraitiert den gemeinen Waldschrat in freier Wildbahn: Die Kamera begleitet den Tannenmann beim tribalistischen Tanz um das prasselnde Lagerfeuer, bei der Partnersuche in winterlicher Landschaft sowie der scheiternden Domestizierung in der Hütte des örtlichen Holzfällers. Das alles ist natürliche knallharte Fiktion statt wirklichkeitsnaher Dokumentation, zeigt aber, dass – sowohl in Wirklichkeit als auch in dieser geschichte – unter der Borke ein Mensch aus Fleisch und Blut steckt.