Michael Jackson

Der Spextrakt

Die Leseempfehlungen der Redaktion vom 26.06.2009

Text: Die Redaktion

Heute bestimmt vor allem der Tod von Michael Jackson den Spextrakt: der Streit zwischen Jackson und Sony-Boss Tony Mottola, sein 1-on-1 mit Basketball-Star Michael Jordan, die zu »Thriller« tanzenden Gefängnisinsassen und der Regiekommentar zu »Billie Jean«. Außerdem: auch Farrah Fawcett und Sky Saxon sind verstorben, Musik kommt von Major Lazer und Rye Rye, und zum Schluss wird das mit den sinkenden CD-Verkäufen wegen Filesharings mal aufgedröselt.                            

 
 

Michael Jackson

1958 - 2009

Text: Die Redaktion


Foto: © Action Press / Axel

Im Alter von 50 Jahren verstarb gestern Michael Jackson an Herzversagen, eines der größten Popgenies unserer und vergangener Zeiten lebt nicht mehr. Gestern Nacht um 23.26 Uhr wurde der Tod des Künstlers in Westwood, Los Angeles bestätigt, Jackson war schon weit vor seinem Tod zur Legende geworden (und bleibt dies nun). Erst im vergangenen Jahr gratulierte Spex den wichtigsten Pop-Stars zum fünfzigsten Geburtstag: Madonna, Prince und Michael Jackson, dem King of Pop.

    Michael Jacksons Leben war stets geprägt durch reine Highlights und bittere Niederlagen: seine aufstrebende Karriere als talentiertester Sänger der Jackson Five war verbunden mit Repression und Misshandlungen durch Jacksons Vater, seine Solo-Karriere mit Millionenfach verkauften Hits wie »Thriller« oder »BIllie Jean«, »Beat It« oder »Man in the Mirror« wurde immer wieder überschattet durch seine stetige Wandlung vom Afroamerikaner zum Ganzgesichtsoperierten und gebleichten weißen Mann. Seine Rolle als großes Kind ohne eigene Kindheit versuchte er als dreifacher Vater abzustreifen, wurde dafür belächelt und teils verspottet. Dazu kamen immer wieder Vorwürfe des Kindesmissbrauchs auf seiner Neverland-Ranch auf, die 1993 zunächst durch einen Vergleich in Höhe von 25 Millionen Dollar Schweigegeld bei-, und nach erneuten Anschuldigungen 2005 gerichtlich widerlegt wurden – allerdings einen gebrochenen Mann zurückließen, dem man seine Unschuld nie ganz glauben konnte oder wollte, der die Menschen zudem durch sein exzentrisches Leben immer wieder irritierte.

    Arto Lindsay stellte in der letztjährigen Spex #315 anlässlich Jacksons 50. Geburtstag fest, dass Michael Jackson in seinem Größenwahn ganz und gar amerikanisch sei:

»Alle amerikanischen Superstars haben im Grunde eine Vollmeise. Sie sind durch und durch das, was man landläufig als ›kranke Persönlichkeiten‹ bezeichnet. Sie alle haben Probleme, die weit über das ›normale‹ Maß hinausreichen, sie haben mindestens einen benennbaren großen Defekt. Einerseits erklärt ein solcher Defekt den übermenschlichen Antrieb, den diese Persönlichkeiten – ob sie nun James Brown, Madonna, Prince, Bruce Springsteen oder Michael Jackson heißen – an den Tag legen, um ihn zu überstrahlen. Der Defekt mag eine Ursache für ihren Ehrgeiz sein. Erst dieses kranke Element, das sie aus der Reihe schlagen lässt, ist der Garant, dass es jenseits von Talent ein echtes Interesse der gesamten Öffentlichkeit an ihnen gibt.«

    Das öffentliche Interesse scheint nie größer als am heutigen Tag gewesen zu sein: Michael Jacksons früher Tod bestimmt alle Medien und Millionen Menschen weltweit. Im März erst kündigte Jackson sein Live-Comeback mit zunächst zehn, dann fünfzig restlos ausverkauften Konzerten in London an, verkaufte über eine Million Tickets und sicherte sich neben seinen zahllosen Auszeichnungen, Verkaufsrekorden und goldenen Schallplatten auch noch diesen Weltrekord.

    Abseits aller Zahlen, der Verkaufsrekorde, der Skandale und des Tratsches werden wir einen Mann in Erinnerung halten, der als wahrer Innovator die Popmusik, den Tanz, die Video- und Filmproduktion sowie das Showgeschäft nachhaltig prägte. Die Spex-Redaktion verneigt sich vor dem King of Pop, vor dem großen Michael Jackson. Hoch die Tassen!                            

 
 

Natürlich benutzte Naomi Campbell Platzpatronen …

Mode-Interview: Nick Knight

Text: Jan Kedves

Berühmt wurde er als der Modefotograf, der zwar keinen Look hat, aber eine »unverwechselbare Haltung zum Sehen«. Im Mode-Interview spricht er über Rassismus und das Internet.                            

 
 

Peter Bjorn And John

It Don’t Move Me

Text: Walter W. Wacht

Der Spaß geht weiter: nach dem Musikvideo zur ersten Single »Nothing to Worry About« aus dem jüngsten Peter, Bjorn and John-Album »Living Thing« legt das Regie-Duo Filip und Andreas Nilsson nach.

    Im Clip zu »It Don’t Move Me« sehen wir ein bizarr wirkendes Vater-Sohn-Gespann, die Keramikkatzen und Holzeulen auf dem heimisch ...                            

 
 

150 Jahre Pop

Arto Lindsay über Michael Jackson

Text: Arto Lindsay

Am 29. August 1958 wurde Michael Joseph Jackson geboren, neben Prince und Madonna wurde er zu einem der wichtigsten Popstars der Welt. Arto Lindsay gratuliert zum Fünfzigsten.                            

 
 

Das ist meine Frau

Andy Warhol’s Interview Magazine

Text: Max Dax

Seinen Gesprächspartnern stellte er sein Diktafon als »meine Frau« vor, die Transkripte druckte er in seinem Interview Magazine ab. Im August wäre Warhol 80 Jahre alt geworden.                            

 
 

Michael Jackson - Neues (und letztes?) Album 2008

Text: Christoph Braun
Ebony-Cover: Michael JacksonDer King Of Pop ist wieder da. »Michael Jackson - 25 Years After Thriller« lautet die Titelgeschichte der US-amerikanischen Zeitschrift Ebony, einem der meinungsbildenden Medien des Black America. Und auch wenn mir hier jetzt nicht sofort eine Ausgabe zur Hand liegt, im Internet verstreuen sich die Aussagen Jacksons. So zitiert das Klatschportal hollyscoop.com den Sänger unter anderem mit den Worten, Pop-Musik leide darunter, dass die Leute nicht mehr experimentell und innovativ genug seien.                            
 
 
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