Text:
Robert Defcon

MATTHEW HERBERTs neues Album One Pig gehört zu den kontroversesten der jüngsten Zeit. Der Grund: Der Brite vertont hier das gesamte Leben eines Schweins, Tod & Verzehr inklusive. Mit der PETA kam es deshalb zum öffentlichen Schlagabtausch. Nun ist das Werk erschienen.
Text:
Ralf Krämer

Auch abseits der App-Thematik bietet BJÖRKs neues Album Biophilia genügend Stoff. Wohin geht die Reise? Ist Björk am Ende angekommen? Und lohnte sich die Last-Minute-Überarbeitung? Inklusive Albumstream.
Text:
Ralf Krämer
»Herkunft wird überschätzt«, sagt BARBARA PANTHER und verschweigt aus diesem Grund Details aus ihrem Lebenslauf genauso konsequent wie ihr Geburtsdatum. »Alter ist nicht wichtig«, erklärt sie knapp. Nur so viel lässt sie wissen: Sie wurde in Ruanda geboren, wuchs in Brüssel auf und ist seit fünf Jahren Berlinerin – wobei all diese Orte keinen größeren Einfluss auf sie ausübten »als das, was gerade sonst auf der Welt passiert«.
Erschienen in SPEX #333 07/08 2011 | 21.06.2011 14:00
Text:
Holger Klein
Gabor Schablitzki, der Mann, der sich den knuffigen Künstlernamen Robag Wruhme gegeben hat, ist zurück – und das in der Form seines Lebens. Mit seinem alten Kumpel Sören Bodner bildete der DJ und Produzent aus dem thüringischen Jena das DJ- und Produzententeam Wighnomy Brothers. In der großen Zeit von Minimal waren die beiden ganz obenauf – und das, obwohl sie mit Minimal eigentlich nur am Rande zu tun hatten.
Erschienen in SPEX #332 05/06 2011 | 29.04.2011 15:30
Text:
Daniel Fersch
Für das Album »RedHead« seines neuen Projekts The Machine verwendet der britische Produzent Matt Edwards (alias Radio Slave) Feldaufnahmen und Klänge, die er auf seinen Reisen in aller Welt gesammelt hat. Diese Töne und Geräusche setzt Edwards zu sechs, bis zu sechzehn Minuten langen, Stücken zusammen, die in den besten Fällen die einengenden Formensprache der Tanzmusik hinter sich lassen und an die repetitiven Loops der Minimal Music erinnern. Wir haben das Album im Stream zum Vorhören und verlosen zwei Radio-Slave-Spielfiguren.
Text:
Gerd Janson

Im September 2009 setzte der britische Musiker und Klangkünstler Matthew Herbert einen lange gehegten Wunsch um: Den Klang eines Clubs samt seiner Gäste einzufangen und in Musik zu transformieren. Als Ort wählte Herbert dafür das Offenbacher Robert Johnson aus, Spex.de berichtete über »One Club«. Anfang Juli diesen Jahres kehrte Matthew Herbert nun nach Offenbach zurück, Gerd Janson beobachtete die Aufführung des einjährigen Prozesses. Am 29. Oktober erscheint »One Club« in Deutschland, bis zum 11. Oktober hört ihr den Album-Stream exklusiv auf Spex.de.
Erschienen in SPEX #328 09-10.2010 | 07.10.2010 10:30
Text:
Walter W. Wacht

Anfang der neunziger Jahre begann es musikalisch ernsthaft zu klappern. Erst gründeten Steve Beckett, Rob Mitchell und Robert Gordon das Label Warp Records, ein Jahr später taten sich die Coldcut-Musiker Jonathan More und Matt Black zusammen, ihr gemeinsames Baby nannten sie Ninja Tune. Beide konnten damals nicht ahnen, als wie musikalisch wegweisend und einflussreich, vor allem aber: als wie langlebig sich ihr Label erweisen sollte. Derzeit begehen Ninja Tune ihren zwanzigsten Geburtstag, gefeiert wird mit einem äußerst umfangreichen Boxset und zwei Showcases in Berlin.
Text:
Walter W. Wacht
Ihre Stimme erinnert an Björk, ihr Auftreten an Grace Jones, ihre Musik ist von elektronischer Verzerrung bestimmt. Die in Ruanda geborene, in Brüssel aufgewachsene und in Berlin lebende Sängerin Barbara Panther veröffentlicht in Kürze ihre von Matthew Herbert produzierte Debüt-EP, die wir in Gänze exklusiv als Stream anbieten.
Text:
Martin Hossbach

»Dem Brief droht das Schicksal, nicht mehr geschrieben zu werden«, lautete der einleitende Satz anlässlich unseres Essays zum »Brief als Ereignis«. Der Großteil unserer Kommunikation wird heutzutage digital geführt, dem gegenüber steht ein neuer Trend zum klassischen Briefwechsel – ob wie zuletzt in Buchform oder nun als Kunstprojekt. Die britische Künstlerin Lenka Clayton überträgt mit ihrer neuen Arbeit »Mysterious Letters« den Postbrief gleich auf ganze Gemeinden. Gemeinsam mit Michael Crowe will sie nun jedem Menschen auf der Welt einen Brief schicken und sucht dafür mittels Crowdfunding nach neuen Investoren.
Text:
Andreas Reihse, Ralf Krämer, Thomas Hübener, Anne Waak
Nach seinem großartig anmaßenden Anti-Sampling-Manifest P.C.C.O.M. (Personal Contract for the Composition of Music), mit dem sich Matthew Herbert 2005 fast so viele Freunde und Feinde machte wie zehn Jahre zuvor Lars von Trier mit seinem ›Dogma‹, versiegte der Strom relevanter Veröffentlichungen von Matthew Herbert abrupt. Schlimmer noch: Im Unterschied zu den Dogma-Filmen, die mit der Zeit immer bahnbrechender ausfielen, legte Herbert mit seinen unsäglichen Big-Band-Platten schreckliche Plagiate großer Swing-Aufnahmen vor. Auf »One One« nun gibt er den Brit-Barden. Zurückgezogen und ganz allein in seinem Studio will Herbert »One One« aufgenommen haben. Möglicherweise hat er sich für seinen fast parallel erscheinenden Beitrags zur »Recomposed«-Reihe der Deutschen Grammophon als Geistesverwandten Gustav Mahlers entdeckt.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 25.05.2010 15:29
Text:
Die Redaktion
Bissige Worte zur »Selbstbeweihräucherungs-Chose« Echo – – – Weise Worte Žižeks zum Kapitalismus – – – Keine Worte zu Joy Orbison – – – Englische Worte zu einem deutschen Schlachtertreffen – – – Erste Worte zu Mike Skinners vorerst letzten Album – – – Ohne Worte: Live-Shows bzw. -Sets von Pavement bzw. Autechre – – – Der Spextrakt: Wort!
Text:
Walter W. Wacht

Als wir vor bald einem Jahr an anderer Stelle über »One Pig«, das Konzeptalbum des britischen Komponisten und Künstlers Matthew Herbert berichteten, schloss der Beitrag mit der Frage, wie wohl die Tierschutzorganisation PETA auf Herberts Vertonung des Lebenszyklus eines Schweines reagieren würde. Die Reaktion von Peta liegt nun vor: Ablehnung, kategorische! In einem auf Matthew Herberts »One Pig«-Blog veröffentlichten Artikel liest sich die Reaktion von PETA International so: