Text:
Walter W. Wacht
Ihre Stimme erinnert an Björk, ihr Auftreten an Grace Jones, ihre Musik ist von elektronischer Verzerrung bestimmt. Die in Ruanda geborene, in Brüssel aufgewachsene und in Berlin lebende Sängerin Barbara Panther veröffentlicht in Kürze ihre von Matthew Herbert produzierte Debüt-EP, die wir in Gänze exklusiv als Stream anbieten.
Text:
Martin Hossbach

»Dem Brief droht das Schicksal, nicht mehr geschrieben zu werden«, lautete der einleitende Satz anlässlich unseres Essays zum »Brief als Ereignis«. Der Großteil unserer Kommunikation wird heutzutage digital geführt, dem gegenüber steht ein neuer Trend zum klassischen Briefwechsel – ob wie zuletzt in Buchform oder nun als Kunstprojekt. Die britische Künstlerin Lenka Clayton überträgt mit ihrer neuen Arbeit »Mysterious Letters« den Postbrief gleich auf ganze Gemeinden. Gemeinsam mit Michael Crowe will sie nun jedem Menschen auf der Welt einen Brief schicken und sucht dafür mittels Crowdfunding nach neuen Investoren.
Text:
Andreas Reihse, Ralf Krämer, Thomas Hübener, Anne Waak
Nach seinem großartig anmaßenden Anti-Sampling-Manifest P.C.C.O.M. (Personal Contract for the Composition of Music), mit dem sich Matthew Herbert 2005 fast so viele Freunde und Feinde machte wie zehn Jahre zuvor Lars von Trier mit seinem ›Dogma‹, versiegte der Strom relevanter Veröffentlichungen von Matthew Herbert abrupt. Schlimmer noch: Im Unterschied zu den Dogma-Filmen, die mit der Zeit immer bahnbrechender ausfielen, legte Herbert mit seinen unsäglichen Big-Band-Platten schreckliche Plagiate großer Swing-Aufnahmen vor. Auf »One One« nun gibt er den Brit-Barden. Zurückgezogen und ganz allein in seinem Studio will Herbert »One One« aufgenommen haben. Möglicherweise hat er sich für seinen fast parallel erscheinenden Beitrags zur »Recomposed«-Reihe der Deutschen Grammophon als Geistesverwandten Gustav Mahlers entdeckt.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 25.05.2010 15:29
Text:
Die Redaktion
Bissige Worte zur »Selbstbeweihräucherungs-Chose« Echo – – – Weise Worte Žižeks zum Kapitalismus – – – Keine Worte zu Joy Orbison – – – Englische Worte zu einem deutschen Schlachtertreffen – – – Erste Worte zu Mike Skinners vorerst letzten Album – – – Ohne Worte: Live-Shows bzw. -Sets von Pavement bzw. Autechre – – – Der Spextrakt: Wort!
Text:
Walter W. Wacht

Als wir vor bald einem Jahr an anderer Stelle über »One Pig«, das Konzeptalbum des britischen Komponisten und Künstlers Matthew Herbert berichteten, schloss der Beitrag mit der Frage, wie wohl die Tierschutzorganisation PETA auf Herberts Vertonung des Lebenszyklus eines Schweines reagieren würde. Die Reaktion von Peta liegt nun vor: Ablehnung, kategorische! In einem auf Matthew Herberts »One Pig«-Blog veröffentlichten Artikel liest sich die Reaktion von PETA International so:
Text:
Walter W. Wacht

Ein ganzes Album, zugeschnitten auf einen einzigen Club samt seines Publikums, aufgenommen innerhalb von zwei Stunden an einem Abend: Der Musiker, Komponist und Produzent Matthew Herbert hat in seiner Karriere schon viele zunächst bizarr anmutende Album-Konzepte gewagt, sie aber letztendlich stets in einer schlüssigen Form präsentiert. Am kommenden Mittwoch wird er – wir berichteten – im Frankfurt-Offenbacher Club Robert Johnson die Arbeit zu seinem zweiten 2010 erscheinenden Album aufnehmen, einer Vertonung jeder Nische des Robert Johnsons samt Einrichtung und Publikum. Herbert erläutert:
Text:
Walter W. Wacht
Aufnahmen des blauen Himmels, welker Blätter an dürren Ästen, darüber die grobkörnig dargestellte Silhouette von Sängerin Micachu. Für das Musikvideo zu »Turn Me Well« der britischen Twee-Noise-Band Micachu & The Shapes scheint nicht das größte Budget zur Verfügung gestanden haben – dennoch wirken Musik und Bilder stimmig, arbeitet der Clip mit denselben Be- und Entschleunigungseffekten, die auch die rauen, kantigen und ruppigen Songs der von Matthew Herberts Label Accidental Records protegierten Band prägen.
Text:
Die Redaktion
CD-Jewel-Cases zu Häuserfassaden – – – Thom-Yorke-Gerüchte zu Thom-Yorke-Wahrheiten – – – Matthew-Herbert-Schweinereien zu lebendigen Projekten – – – Außerdem: ein MP3-Minimix von Hudson Mohawke – – – Boys Noize & Erol Alkan mit neuen Songs im Stream – – – Blumentopf mittels Video zur Wähler-Aktivierung – – – SZ mit Pop und Staatsknete – – – Und: Metal nervt – – – Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht
Beginnen wir diesen Text mit einem Kalauer: Matthew Herbert hat bisher kein Schwein gehabt. Seit der Ankündigung Ende Mai wartet der britische Musiker vergeblich auf die Geburt eines Ferkels, dessen Leben und Tod er im weiteren Verlauf akustisch einzufangen und in Albumform zu bringen gedenkt. Kein Wunder also, dass sich der derzeit unterbeschäftigte Herbert nach anderen Projekten umsieht. Ende September erfolgt der Beschäftigungstherapie erster Streich, Matthew Herbert plant eine Hommage an eine der reinsten Formen des Feierns von Musik: Herbert wird den Offenbacher Club Robert Johnson samt Publikum und Toiletten vertonen.
Text:
Walter W. Wacht
Vor wenigen Tagen informierten wir an anderer Stelle über die letzten Aktivitäten des Komponisten und Accidental Records-Betreibers Matthew Herbert: seinen Beitrag zum Eurovision Song Contest 2009, der bei genauerer Betrachtung der Veranstaltung in Moskau als wahres Highlight des Abends gewertet werden darf. Nun informierte uns Herbert über sein zukünftiges Projekt: die Geburt, Aufzucht, Schlachtung, Zubereitung und den Verzehr eines Schweins. Und dessen Klangs.