Tag: London Page 1 of 4

Rauch über Enfield

pias_logoIn Enfield im Norden London ist gestern Nacht ein Vertriebszentrum des Unterhaltungskonzerns Sony in Flammen aufgegangen, in dem auch die PIAS Entertainment Group – einer der größten Vertriebe für Independent-Labels in Großbritannien – ihr zentrales Lager unterhielt. Der 20.000 Quadratmeter umfassende Gebäudekomplex wurde durch einen Großbrand fast vollständig zerstört. PIAS vertreibt im Vereinigten Königreich unter anderem die Tonträger von Domino, XL Recordings, Beggars Group, Warp und Sunday Best.

Artefakte des Untergangs

the-distance-narrowsIn der ehemaligen Botschaft des Irak in der DDR nahm das Kunstprojekt The Distance Narrows, über das wir in diesem Frühjahr in der Spex-Ausgabe #331 ausführlich berichteten, seinen Anfang. Von 12. Juli bis 17. September ist es – wenn auch in anderer Form – in der Serpentine Gallery im Londoner Hyde Park zu sehen.

Maskenmann mit Seele

sbtrktAls der britische Produzent Aaron Jerome vor zwei Jahren das Pseudonym SBTRKT annahm, machte er zuerst mit Remixen auf sich aufmerksam. Doch es wäre fahrlässig, Jerome als reinen Remix-Spezialisten abzutun. Denn gerade  die Kompromisslosigkeit, mit der er in seinen eigenen Stücke einen eleganten Stil-Mix aus Dubstep, Broken Beat und House ausformuliert, machen ihn zu einem der spannendsten Vertreter jener neuen englischen Musiker-Generation, die in den Nachwehen der Dubstep-Explosion nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten sucht.

Chorgesang, Kunst und Rap

gaggles-video-i-hear-fliesDie Redaktion des Arte-Magazins TRACKS hat sich für eine Spezialausgabe der Sendung auf die Suche nach der Frauenpower in der aktuellen Popkultur gemacht. Gefunden haben die Macher dabei eine Vielfalt von Positionen.

Lebende Skulpturen

gilbert-george-joy-denalane-video-niemandIhr Auftritt dauert nur eine Sekunde, doch er hat unsere Redaktion in helle Aufregung versetzt: Wie kommt das legendäre Künstlerpaar GILBERT & GEORGE bloß in das Video zu Joy Denalanes Song Niemand (Was wir nicht tun)? Wir haben nachgefragt.

In der Nummer 38

lv-joshua-idehen»Hoxton club heads, queers and skinheads, feds and yardies, MPs and priests […]«, vor einem Jahr zählte der Spoken-Word-Poet Joshua Idehenin dem Stück Face Of God auf, wer alles den Londoner Bus Nr. 38 benutzt, der vom Bezirk Clapton im Nordosten in die Innenstadt fährt. Die Buslinie, die auch schon von Grime-MCs wie Wiley verewigt wurde, genießt nicht gerade den besten Ruf. Idehen diente sie als Inspiration für eine ganze Maxi-Single – die 38 EP, die er zusammen mit dem Produzenten-Trio LV aufnahm.

Weniger Euphorie, mehr House

Es war in den vergangenen Monaten etwas stiller geworden um Joy Orbison, den Londoner Produzenten, auf dessen Track »Hyph Mngo« sich im vergangenen Jahr wirklich alle DJs quer durch die elektronischen Tanzmusikrichtungen einigen konnten. Doch jetzt meldet sich der 23-Jährige, dessen bürgerlicher Namen Peter O’Grady lautet, mit einer Maxi-Single auf seinem eigenen Label Doldrums eindrucksvoll zurück. Gleichzeitig erscheint dort die erste Platte von Steve Braiden, einem weiteren vielversprechenden Produzenten der Post-Dubstep-Generation, dessen Track »The Alps« mit etwas Glück für genauso viel Wirbel sorgen könnte wie »Hyph Mngo«.

Von Croydon nach Tokio

In dem rasant geschnittenen, einstündigen Dokumentarfilm »Bassweight« erzählt der britische Regisseur Suridh Hassan die Geschichte des Aufstiegs von Dubstep nach. Der als Roadmovie inszenierte Film beginnt mit einem Rundgang durch den Londoner Vorort Croydon – in dem die Szene rund um den Plattenladen »Big Apple« ihren Anfang nahm – und endet bei einem Auftritt von Londoner Dubstep-DJs in Tokio.

Chrome Hoof: Slaves to the rhythm

Ricardo Villalobos, Video zu »Fizheuer Zieheuer«

»Jeder, der einmal die beiden spanischen 12-Jährigen gesehen hat, die in einem Youtube-Video zu ›Fizheuer Zieheuer‹ durch ihr Kinderzimmer hüpfen, weiß, dass auch dieser ewig lange Monsterjam seine Hitqualitäten hat.«, schreibt Tobias Rapp über Ricardo Villalobos (in Spex #311). Das darf man dann natürlich auch niemand vorenhalten. Allerding …

Ebony Bones im Porträt

Chrome Hoof Pre-Emptive False Rapture

Es war abzusehen, dass der Heavy Metal in seiner neu erlangten Popularität früher oder später den Schulterschluss mit der Club- und Discokultur eingehen würde. Experimente dieser Art wurden bisher von den wenigsten Bands und Vertretern dieser Musik ausgeführt, galt doch die Koketterie mit elektronischen Klangerzeugern und genrefremden Stilistiken als Verrat an einer handge …