Text:
Thomas Vorreyer

Der Kommerz hat die alternative Musikszene längst erfasst. Und wo die Beschwerden verstummen, gibt es zumindest doch noch Überraschungen. Der US-Werbesampler UNCLASSIFIED bietet nun zum Teil unveröffentlichte Titel von u.a. Zomby, Actress, Burial, SBTRKT, Kode9. Inklusive Stream und Link zum Download.
Text:
Daniel Fersch
Es ist eine seltsame Welt aus Celebrity-Besessenheit, Doppeldeutigkeit und linguistischen Späßen, die sich die in Berlin ansässigen Exil-Briten Inga Copeland und Roy Blunt für ihr gemeinsames Musikprojekt HYPE WILLIAMS zusammengezimmert haben. Das Spiel mit den Meta-Ebenen fängt schon bei den Pseudonymen der beiden Bandmitglieder an.
Text:
Daniel Fersch
Auch an der Musikwelt ist das Erdbeben in Japan nicht spurlos vorübergegangen: Die Solidaritätsbekundungen und Spendenaufrufe von Musikern, Labels und Veranstaltern sind inzwischen kaum mehr überschaubar. Viele dieser gut gemeinten Benefiz-Aktionen sind jedoch so unininspiriert zusammengestellt, dass es am Ende sinnvoller erscheint, das Geld direkt an eine Hilfsorganisation zu überweisen. Es gibt aber auch Ausnahmen, bei denen die Spende mit einem musikalischen Mehrwert einhergeht.
Text:
Walter W. Wacht
Apropos »DJ-Kicks«: In Kürze wird nicht nur Kode9s Beitrag zur »DJ-Kicks«-Reihe veröffentlicht, der Hyperdub-Gründer bietet mit »You Don’t Wash«, einem 15-minütigen Mini-Mix der Compilation sowie einem kostenlosen Mittneunziger-Jungle-Set auch neues Material aus dem Wobble-Kosmos. Daneben sind auch King Midas Sound aktiv: Ihr Album »Waiting For You« gibt es nun auch als Vinyl, dazu erscheint eine neue EP samt Musikvideo.
Text:
Walter W. Wacht
Endlos lange im Raum stehen blieb Burials für 2008 angekündigter Beitrag zur DJ-Kicks-Reihe des Berliner Labels !K7 Records. Was sich mit der Release-Ankündigung anließ wie ein feuchter Musik-Geek-Traum, hinterließ nach Monaten der Ereignis- bzw. Releaselosigkeit nur noch die vage Hoffnung, dass Burial seine Master-Aufnahme vielleicht doch nur versehentlich hinter den Plattenschrank gefallen sei und er ihn früher oder später doch noch beim Aufräumen finden würde. Aber Pustekuchen! Kein DJ-Mix, nur vereinzelte Single-Veröffentlichungen bzw. Album-Beiträge gab es vom Dubstep-Wunderkind. Aber genug der Verbitterung: Mit Steve Goodman alias Kode 9 hat !K7 nun gleich den Labelbetreiber von Hyperdub Records für die DJ-Kicks-Reihe gewonnen
Text:
Die Redaktion
Lynch auf DVD gemashed – – – Drummond zu keiner Musik befragt – – – GaGa mit totem Anthropologen verglichen – – – Plattencover zur Wahl gestelt – – – Robocop Kraus im Studio abgefgilmt – – – Buch zum schallkriegerischen Probelesen – – – Kode9 zum betreffenden Buch befragt – – – Im Stream: Ein DJ-Mix von King Midas Sound und das neue Album von Supersilent
Die Shortcuts heute mit Fever Ray, Major Lazer, DOOM & Thom Yorke, Harmonia, Brian Eno, Appleblim & Komonazmuk, Korallreven & NHessingtons und The Beatles – – – Der Spextrakt.
Text:
Martin Hossbach, Max Dax

Er lebt ein digitales Doppelleben: Tagsüber ist der Schotte Steve Goodman Doktor der Philosophie und unterrichtet als Dozent an der University of East London Kurse in »Sonischer Kultur«. Nachts ist er Kode 9, bekannter Dubstep-Produzent und Betreiber des Labels Hyperdub. Dort erscheinen unter anderem auch die Produktionen des geheimnisumwitterten Dubstep-Stars Burial.
Erschienen in SPEX #321 07-08.2009 | 27.07.2009 11:19
Text:
Walter W. Wacht

Die magischen Worte fallen in der sechzehnten Minute: »Every song could be dubbed. You have to find the Dub«, hält die Produzenten-Legende Mad Professor in der Dokumentation »Dub Echoes« fest. Der Film von Regisseur Bruno Natal ist unbedingt sehenswert, zeichnet er doch in zahlreichen Interviews detailliert die Geschichte der Bass-Musik von den ersten Dubplates, Studio One Records und Soundsystems über The Clash, das erste DJing von Kool Herc und Notting Hill Carnival bis zu den heutigen Genres Drum&Bass und Dubstep nach.
Text:
Tim Stüttgen

Als The Bug arbeitet sich der Dubstep-Produzent Kevin Martin an Intensität ab. Ein Gespräch über die Interfaces von Dub und Grime sowie der Widrigkeit, der Zeit voraus zu sein.
Text:
Walter W. Wacht
Wer Steve Goodman alias Kode9 bisher nur aus der Produzenten- und Labelbetreiber-Perspektive kannte, der kann bis Ende März seinen Horizont erweitern: Goodman, schon seit 2001 als Dozent an der University of South London tätig, wird am morgigen Freitag gemeinsam mit seinem Partner Toby Heys die Installation »Unsound Systems« präsentieren. Es handelt sich dabei um eine räumliche Klanginstallation, die mittels mehrerer Niedrig-Frequenz-Lautsprecher Klang spürbar und begreifbar werden lässt.
Text:
Christoph Braun

Dieser Track. Bereits über ein Jahr ist es her.
Hyperdub-Chef
Kode 9 hatte diesen DJ-Mix auf der
Sonar-Website hinterlassen. Gülden glänzte und funkelte ein Stück daraus. »
Cool Out« der Name,
King Midas Sound der Projektname. Und die Recherche nach diesem einen Stück begann: Skelettartig der Beat und doch so schwer und schleichend, dass die Zeit allmählich jede Kontur verliert. Und dieser Gesang: Übliche Battle-Zeilen à la »We kill soundbwoy in a shaolin style« erklingen in einem glockenklaren, von jeder schnöden Lebenserfahrung offensichtlich unbelasteten Tenor.
Text:
Christoph Braun

Nach
Burial meldet sich der andere Solitär des Dubstep wieder.
Kode9 veröffentlicht dieser Tage »Confusion« und damit den ersten Vorboten des zweiten Albums. Nach »
Memories Of The Future« 2006 soll das zweite Album des Londoner Producers,
Hyperdub-Gründers,
Bloggers und DJs noch in diesem Jahr erscheinen. Kreierte Kode9 in der Zeit nach »Memories Of The Future« ziemlich roughe, von Industrial und rougher Dancehall mitgeprägtem Sound, so klingt der neue »Confusion«-Track mellow, süffisant, schön.