Text:
Jan Kedves

Wie sich im Internet der Blick auf Mode nicht nur vertrashen, sondern auch intensivieren lässt, führt Scott Schuman seit drei Jahren mit seinem Blog The Sartorialist vor.
Erschienen in SPEX #318 01-02.2009 | 09.02.2009 00:00
Text:
Walter W. Wacht
Gestern teilten wir an anderer Stelle Neuigkeiten bezüglich Peter Bjorn And john mit (mehr …) und versprachen weitere Aufklärung für heute. Nach mehreren Hördurchgängen können wir nun erfreulicherweise vorweg mitteilen, dass es sich bei »Living Thing« um ein anständiges Album der Schweden handelt. Beruhigend: es findet sich darauf kein Hit wie »Young Folks«, über den man nach sich im Verlauf des Jahres ob seiner Omnipräsenz wieder aufregen würde. »Lay It Down«, das man vielleicht schon aus einem Musikvideo kennt, kommt aber schon ziemlich nah an einen langfristig erträglichen, schmissigen Popsong ran. Mehr zum Album ›demnächst‹. Bei der weiteren Recherche auf ihrer Webseite sahen wir dann nämlich Folgendes:
Text:
Die Redaktion

Mit der Reihe »Besondere Songs« versucht die Redaktion in jeder Ausgabe einen Überblick über wichtige Musikstücke zu geben, die aus der Flut der Veröffentlichungen herausragen.
Erschienen in SPEX #317 11-12.2008 | 26.11.2008 00:00
Text:
Christoph Braun

»The Renaissance« lautet der Titel des neuen Albums von
Q-Tip. Es erscheint heute, am 31. Oktober und ist hier im Ausschnitt zu sehen. Der bereits jetzt schon berühmte leere
Herz-Luftballon jedoch ziert die Maxi »Love Lockdown«. Sie erscheint am 14. November und kündigt »808’s & Heartbreak« an, das (entgegen anderslautenden früheren Meldungen) für eine Woche später angekündigte Album
Kanye Wests. Lassen wir die Schwergewichte des Rap doch mal battlen.
Text:
Walter W. Wacht

Das Radio – liebe Leserinnen und Leser – ist nun wirklich kein junges Medium mehr. Vor nicht wenigen Jahren noch – vor der großflächigen Erschließung des Internet – war das Radio eine der relevaten Institutionen in Sachen Geschmacksbildung. Diesen Status hat das Medium längst eingebüßt – begrüßenswert ist die musikalische bzw. stilistische Vielfalt, die das Internet heute bietet. Gleichzeitig begann mit der universellen Verfügbarkeit von Musiken der Verlust des Überblicks: Online-Magazine, Musikblogs, Webradios und soziale Netzwerke nahmen bald die Leuchtturm-Funktion ein und verschafften dort Überblick, wo ein Interesse abseits gigabytegroßer Datenablagen bestand.
Besonders Webradios waren vor einigen Jahren noch äußerst populär, weil sie – anders als die Livestreams der großen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten – abseitige Musik spielten. Das Problem des Gros jener Sender war meist die fehlende redaktionelle bzw. inhaltliche Begleitung des Musikprogramms. In einem Fall hat sich dies hingegen deutlich geändert: Anfang Januar nahm in
Hamburg der Radiosender Byte FM den Betrieb auf. Mit striktem Sendeschema, moderierten Sendungen und einer überschaubaren Musikauswahl – im Internet. Anders als bei vielen Webradio-Streams steht bei Byte FM klar der journalistische Anspruch, der Wunsch nach Aufarbeitung musikalischer Informationen und die Greif- und Erreichbarkeit der Moderatoren und Redakteure im Vordergrund – beginnend bei Moderatoren wie Klaus Walter, Eva Garhte, Christoph Twickel, Sandra Zettpunkt oder Tobias Rapp und endend mit profanen Dingen wie der unregelmäßigen Service-Ansage der Uhrzeit.
Bereichert wird das eigene, vielfältige Programm durch Kooperationen mit anderen Medien wie ZEIT Online, der taz – und ab heute Nacht auch in Kooperation mit Spex. Ab Mitternacht
stellt die Spex-Redaktion in einer einstündigen, unmoderierten Sendung die »20 besonderen Songs« der aktuellen Ausgabe #317 vor – ein Programm, das wir fortan stets am letzten Dienstag des Kalendermonats zwischen 0 und 1 Uhr morgens gestalten dürfen. Wir freuen uns, die unter unseren Lesern beliebte Rubrik der Printausgabe so auch adäquat hörbar machen zu können.
Im Anschluss an die Sendung wird man an dieser Stelle übrigens auch die Playlist der Sendung samt zusätzlicher Künstlerinformationen finden können.
Spex-Mixtape auf Byte FM:
28.10. auf
www.byte.fm (00:00 bis 01:00 Uhr)
immer am letzten Dienstag des Monats
(Foto: YlvaS | CC)
Text:
Walter W. Wacht

»
I'm cool with the paparazzi«, war der trockene Kommentar von
KanYe West,
den er vor drei Tagen via Twitter durch die Welt schickte. »
They do theirs, I do mine. Back in the lab.« So sieht’s aus! Aber zum Kern der Meldung: der »hardest blogging musician around« – KanYe führt ein zwar wenig ambitioniertes, dafür aber
goutiertes Blog über Luxus und Lifestyle – »traf« vor wenigen Tagen in der Warteschlange des Abfertigungsbereichs auf dem Los Angeles International Airport auf einen Paparazzo, er zertrümmerte eine Kamera und wurde anschließend verhaftet. Das
Beweisvideo »in question«
findet sich hier, der Kommentar unsererseits dazu lautet »Whatever…«.
Für uns sind nämlich eher folgende drei Dinge von Interesse:
Text:
Philipp Lembke

Dwayne Michael Carter alias Lil’ Wayne zählt jetzt schon zu den Gewinnern des Jahres, keine Frage. Zeigt man auch nur einen Funken Interesse am gereimten Wort und der anhängenden Kultur namens Hiphop, man kommt an diesem Künstler im Sommer nicht vorbei. Vorweg schon einmal dies: sein aktuelles Album, simpel mit »Tha Carter III« betitelt, ist besser als beide Vorg&a ...
Text:
Stephan Loichinger

Man fragt sich noch, warum Estelle die Strophen in »No Substitute Love« so singt wie damals George Michael in »Faith«, schon muss man zum Elektro-Beat der aktuellen Single »American Boy« und Kanye Wests kristallklarer Stimme mit dem Kopf nicken. Eingeleitet hat das zweite Album der neuen britischen R&B-Hoffnung die Vorab-Single »Wait A Minute (Just A T ...
Text:
Christoph Braun

Der King Of Pop ist wieder da. »
Michael Jackson - 25 Years After Thriller« lautet die Titelgeschichte der US-amerikanischen Zeitschrift
Ebony, einem der meinungsbildenden Medien des Black America. Und auch wenn mir hier jetzt nicht sofort eine Ausgabe zur Hand liegt, im Internet verstreuen sich die Aussagen Jacksons. So zitiert das Klatschportal
hollyscoop.com den Sänger unter anderem mit den Worten, Pop-Musik leide darunter, dass die Leute nicht mehr experimentell und innovativ genug seien.
Text:
Christoph Braun
Nochmal kurz den Wettlauf der beiden Schwergewichte im Rap-Ring zu resümieren und wie die Chose denn ausgegangen ist, bedeutet schlicht eine Frage des Respekts. Denn natürlich ist die Verkaufszahl eine künstlerische Kategorie, solange ich von HipHop und seiner (usa-)spezifischen Geschichte rede. Insofern steckt in dem ganzen Hype um die gleichzeitige Veröffentlichung von 50 Cents »Curtis« und Kanye Wests »Graduation« mehr als bloß die PR absoluter Super-Profis. Besonders in den Staaten wurde großes Augenmerk gelegt auf den Vergleich zwischen West als Sproß der schwarzen Mittelklasse und seinen weltumspannenden Sample-Einkäufen versus Ghetto-Kind 50 Cent, auf dessen Album sich die Gastauftritte auf Stars aus R'n'B und Rap beschränken.
Text:
Christoph Braun

Im Vorfeld seines dritten Albums »Graduation« versteht es
Kanye West grandios, für
Schlagzeilen zu sorgen. Sie bestehen vor allem in bekannten Namen der Kooperation: Hype Williams macht die Videos, Takashi Murakami (Fürstin Gloria von Thurn und Taxis war gerade noch vor einem seiner Bilder im heimischen Schloss in der deutschen Ausgabe von Vanity Fair zu sehen) die Cover, und Daft Punk werden gesampelt. Nun sorgt der MC mit einer weiteren Anfrage für Erstaunen, Belustigung, zur Kenntnis nehmende Tss, Tss, Tsse: Kanye West möchte
Peter, Björn & John als Backingband.
Zumindest für seinen Auftritt beim
Way Out West-Festival in Göteborg am 11. August, und zumindest laut Pitchfork. Die Meldung verliert etwas an Sensation, wenn man bedenkt, dass auch Kanye West in seinem letzten Mxtape über deren »Young Folks«-Instrumental gerappt hat. Dem schwedischen Trio wird der Rummel recht kommen. Sie sind seit gestern, also dem 31. Juli auf US-Tour. Und nachdem auch in Großbritannien ihr One Hit nicht tot zu kriegen ist, wird der Song dort im September erneut als Single veröffentlicht. Weil's ja immer wieder schön ist:
hier eine beseelte Bluegrass-Version.
Text:
Walter W. Wacht

Gut: Sicherlich weiß mittlerweile jeder dem
Conscious-Rap zugetane Mensch, dass
Kanye West im August sein neues Album »Graduation« veröffentlichen wird. Aber: Das Video zur zweiten Single »Stronger« (dazu später mehr) ist gerade Anlass genug, den Faktenkatalog zum Album etwas anzureichern.
1. »Graduation« ist sein drittes Studio-Album und erscheint bei
Roc-A-Fella Records / Def Jam Recordings. Ein viertes wurde bereits für ANfang 2008 in Aussicht gestellt.
2. Die Liste Album-Kollaborateure lässt sich bereits jetzt gut an:
Dr. Dre,
Pete Rock,
Daft Punk,
Chris Martin,
Young Jeezy,
Cassie und
DJ Toomp.
3. Die Videos zu den beiden Vorab-Singles »Stronger« und »Can't tell Me Nothing« wurden von
Hype Williams gedreht.
4. Das abstrakt-traditionelle Artwork zu »Can't tell Me Nothing« wurde von dem renommierten Künstler
Takashi Murakami gestaltet.
5. Die neueste Single »Stronger« drehten West und Williams in Japan: Das Stück arbeitet mit einem Sample von
Daft Punks »Harder, Better, Faster, Stronger«, die beiden franzosen haben ebenfalls einen Gastauftritt im Video. Bei der Bildästhetik bediente sich Williams deutlich bei dem Manga-Klassiker
Akira (eine Analyse des Videos gibt es
bei No Trivia).
6. Kanye West wird am 07. Juli bei Life Earth auftreten, die Übertragung des Konzerts kann man
online bzw. bei N24/Pro Sieben verfolgen.
7. Das Video zu »Stronger«
sieht so aus: