Text:
Daniel Fersch
Da treffen sich die beiden bedeutendsten Rapper der Gegenwart und haben - außer der Selbstüberhöhung des eigenen Erfolgs und Reichtums - nicht viel mitzuteilen. So ähnlich lautet das Fazit vieler Rezensionen zum heute auch auf CD erschienenen Kollaborations-Album Watch The Throne von Jay-Z und Kanye West.
Text:
Tobi Müller
Dieses Album ist nicht die Weiterentwicklung des lustigen Autotune-Onkels geworden, den viele hinter einem Sample aus Kanye Wests aktuellem Werk vermutet haben. West spielte am Anfang von Lost in the World unbehandelt BON IVERs synthetischen Falsett-Folk aus dessen Stück Woods, und auch auf Wests Track Monster hört man die lässigen Pitch-Modulationen, die weniger an den jungen James Blake denn an den alten Frank Zappa erinnern. Die Referenz ist hier nicht das europäische Kunstlied, das selbst in den Gospel-Aneignungen Blakes noch zu hören ist, sondern die scheinbare Kunstwerdung der Natur. Und dafür steht bei Justin Vernon, Boss von Bon Iver, weites flaches Land, irgendwo westlich von New York.
Erschienen in SPEX #333 07/08 2011 | 28.07.2011 14:00
Text:
Daniel Fersch
Nach Jahren des Niedergangs feierte die Kunstform des MUSIKVIDEOS in den vergangenen Monaten eine kleine Renaissance. Die Musik-Konzerne investieren wieder in aufwändige Produktionen, nachdem das Genre zuvor durch günstige HD-Kameras und die Online-Video-Plattformen einen Paradigmenwechsel hin zum zum Do-It-Yourself-Medium erfahren hatte. Beim wichtigsten Festival in Deutschland, dem Musikvideo-Wettbewerb der Kurzfilmtage Oberhausen, spielt diese Entwicklung aber offenbar keine Rolle.
Text:
Walter W. Wacht

Ist Spike Jonze die Entschlüsselung des Phänomens Kanye Wests gelungen? Gemeinsam arbeiteten der Regisseur und der Sänger/Produzent/Designer/die Medienfigur West an dem Kurzfilm »We Were Once A Fairytale«, einer Art kathartischer Reinigung des Rappers, der zuletzt seine »Fame Kills«-Tour mit Lady GaGa kommentarlos absagen ließ – was für die Yellow Press zu Spekulationen von kreativer Neuausrichtung bis zu Alkoholproblemen und Entzug reichte.
»We Were Once …« zeigt uns nun den im Nachtclub feiernden und sichtbar neben der Spur stehenden Entertainer West als er selbst, der die guten Ratschläge seiner Freunde sendungsbewusst bzw. großkotzig ausschlägt, sich wankend auf die Tanzfläche rettet und betrunken Frauen anrempelt.
Text:
Die Redaktion
Noch mehr Spott für Kanye »YO SPEX, I’M HAPPY FOR YOU, I’MMA LET YOU FINISH, BUT EXPECTINGRAIN.COM HAS THE BEST NEWS TICKER OF ALL TIME!!« West – – – Noch einen Marshmallow mehr Versuchung für Kinder – – – Außerdem: Bat For Lashes am Klavier – – – Why? mit neuem Management – – – The Big Pink im Stream – – – Ausschnitte aus Bob Dylans Weihnachtsalbum – – – Der Spextrakt.
Text:
Die Redaktion
The
Kanye-Incident, Teil 1:
Kanye vs. Jay Leno – – – Teil 2:
YouTube Users vs. Viacom – – – Teil 3:
Obama vs. Kanye – – – Außerdem im Programm:
8-Bit-Schulvideo von
They Might Be Giants – – – Neuer
Panda-Bear-Song im
Stream – – – Die
Outtakes von
Jay-Z als MBlueprint3 – – – Die
LCD-Soundsystem-
Remixes als MP45:33 – – – Der Spextrakt.
Text:
Die Redaktion
Jason Forrest penetriert seine iPhone-App – – – Kanye West düpiert Taylor Swift bei den MTV VMAs – – – Gil Scott-Heron reüssiert mit Album-Teaser – – – Neil Landstrumm massiert mit Album-Stream die Magengrube – – – Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht
Ist dies das schlechteste Promo-Foto aller Zeiten? Sicherlich nicht. Ist dies aber das schlechteste Promo-Foto dreier Künstler, die sich derzeit allesamt auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befinden? Absolut!
Enstanden ist das Foto während des Videodrehs zu Jay-Zs neuer Single »Run This Town«, wie der Großteil seines neuen Albums »The Blueprint 3« produziert von Kanye West, in der Mitte des Bildes sieht man die im Video mehrfach Kostüme wechselnde Rihanna. Im New Yorker Fort Totten Park wurde der düstere, soziale Unruhen mittels maskierter und Camouflage-tragender Schlägertrupps nahelegende Clip von Regisseur Anthony Mandler gedreht. Beruhigend: statt dem Trend zu folgen und das Modell professionell auszuschöpfen, begnügt sich das Video zu »Run This Town« mit gerade einmal eineinhalb Product Placements: für wenige Augenblicke ist ein neuer Adidas-Sneaker zu sehen, die schwere Limousine von BMW hat man sicherheitshalber gleich in Brand gesetzt.
Text:
Jan Kedves

Strify, bürgerlicher Name unbekannt, ist Sänger der deutschen Jugendzimmerband Cinema Bizarre. Diese mischt Glamrock-Zitate und melodiösen Gesang mit japanischen Visual-Kei-Looks und wird deswegen häufig mit Tokio Hotel verwechselt. Als Vertreter einer Generation, die von Kindesbeinen an vernetzt war und ganz natürlich von sich sagt, dass sie ihr Selbstbewusstsein über Google gefunden habe, spricht Strify hier über den Auto-Tune-Effekt, Psychoterror in Online-Communities und den nicht digitalisierbaren Rest der Menschheit.
Erschienen in SPEX #321 07-08.2009 | 10.08.2009 10:05
Text:
Alexander Müller

Wenn das mal keine Ansage ist: »I hear the bass and I say whoa!«, heißt es im Opener zu A-Traks Mix-CD – und danach lässt dieser Bass tatsächlich nicht mehr von einem ab. Es ist natürlich kein Geheimnis mehr, dass Alain Macklovitch alias A-Trak – Tour-DJ von Kanye West und ehemaliges Mitglied der Invisibl Skratch Piklz – über eine gewisse Fingerfertigkeit an den Turntables verfügt.
Erschienen in SPEX #321 05-06.2009 | 29.06.2009 09:15
Text:
Walter W. Wacht

Das Video zur nächsten Single »Paranoid« aus Kanye Wests Album »808 & Heartbreak« taucht Regisseur Nabil Elderkin in schwarz-weiße fünfziger-Jahre-Ästhetik. Einen Gastauftritt sieht man von R&B-Sängerin Rihanna: im (Alb-)Traum erscheint ihr der leibhaftige Auto-Tune-Kanye, ein zum Wersänger mutierter Rapper, der sie im Sportwagen sitze ...
Text:
Christoph Braun
»Empire Of Love« lautet der Titel der neuesten Veröffentlichung des Brooklyner Trios Mobius Band. Anlässlich des Valentinstages vom vergangenen Wochenende haben Peter Sax, Noam Schatz und Ben Sterlin sechs Songs anderer Leute ausgewählt und sie als lose gestricktes Liebesdrama arrangiert. »Empire Of Love« zeigt anhand von Kanye West- oder Townes Van Zandt-Stücken die Kunst der Coverversion.