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Thomas Vorreyer

Die neue Justin Timberlake-Single hat es knapp verpasst, aber nun gibt es doch ein neues Myspace. Eine erste Tour durch das umgebaute Netzwerk bringt viele Bilder, etwas Musik, vor allem aber viel Weiß und Grau auf den Bildschirm.
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Thomas Vorreyer

Es ist die Zeit der großen Comebacks im Chart-Pop: 2013 will auch Justin Timberlake ein neues Album veröffentlichen. Nun gibt es mit »Suit & Tie« die erste Single aus The 20/20 Connection zu hören. Produziert hat den Feelgood-Konfirmanden-Sound Timbaland, Jay-Z gastiert.
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Walter W. Wacht
Facebook ist überall. Nicht nur auf dieser Seite als Infrastruktur-Funktion des sozialen Netzwerks – auch überall sonst ist Facebook präsent: In Straßencafés sieht man die blau-weiße CI aus aufgeklappten Laptops leuchten, in öffentlichen Verkehrsmitteln Menschen ihre Timeline aktualisieren, in Bars schnappt man Wortfetzen vom Nachbartisch auf, in denen echte Menschen ›in echt‹ über »dieses eine schreiend lustige Video« sprechen, das Freund (oder ›Kontakt‹) XY neulich auf Facebook geposted hat. Facebook ist das derzeit beliebteste soziale Netzwerk, Mark Zuckerberg hat mittlerweile über 500 Millionen Freunde, nein: Nutzer. Was lag bei all der Popularität näher, als ein Film darüber. Ausschnitte des dazugehörigen Soundtracks von Trent Reznor und Atticus Ross werden nun verschenkt.
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Christoph Braun
Die Kollegen vom Tonspion haben einen Selbstversuch unternommen. Unter dem glamourösen Titel »Stars On MP3« hat sich Chefredakteur Udo Raaf anhand der Top Ten der derzeitigen Album-Charts auf die Suche nach DRM-freien Angeboten gern gekaufter Musik begeben. Das Ergebnis zeit eine Fratze, die ähnlich schlimm aussieht wie die Charts selbst. Denn während Number One ( »Viva La Vida« von Coldplay) und Two (»Zaubermond«, Helene Fischer, Schlagersängerin) noch umstandslos bei Itunes, Musicload etc. zu haben sind, wird's danach ganz schnell ganz düster. Siehe »Stars On MP3«:
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Carmen Böker

Im August wird sie fünfzig, aber die Schwerkraft soll nimmer triumphieren über Madonna. So wie sie ihren Körper mit Hochleistungstraining vor jeglichem Verfall bewahrt, so ist auch ihr elftes Studioalbum von einer gewissen Alterslosigkeit geprägt – wenn man es denn freundlich formulieren will! Man könnte nämlich ebenso gut und unsportlich sagen: Auf &raq ...
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Christoph Braun

Rap-Jungs müssen hart sein und böse, dann schaffen sie es auch in den
Express und auf
Spiegel Online. Und wie also heißt deshalb allerorten die Schlagzeile für die Geschehnisse nach dem Kölner
Justin Timberlake-Konzert? »Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen Timbaland«, »Köln ermittelt gegen Timbaland« und natürlich »Prügel-Skandal nach Timberlake-Konzert«. Allem Anschein hat sich nach dem Justin-Timberlake-Konzert in der Kölnarena tatsächlich etwas nach allen zur Verfügung stehenden Mitteln nicht Hinnehmbares ereignet. Denn Timberlakes Produzent
Timbaland, gefeatured als Gaststar während Timberlakes Show, ist in der Nacht rassistisch beleidigt worden. Mit dem N-Wort. So jedenfalls die Aussage Timbalands laut Kölner Polizei. Die hatte Timbaland und einige seiner Begleiter gegen Mitternacht verhaftet, weil sie einen »29-jährigen IT-Unternehmer« (Express) ziemlich brutal zusammengeschlagen haben sollen. Mehrere Rippenprellungen deuten auf ein krasses Vorgehen von Timbaland und Entourage hin. Als Timbaland mit »F.«s Freundin geflirtet habe, sei »F.« nichts besseres eingefallen als das N-Wort, woraufhin Timbaland zu prügeln begonnen habe. Gewalt hin oder her: Ein Weißer sagt einem Schwarzen, er sei Teil einer lediglich als Arbeitskräfte zu nutzenden Sklavenmasse. Hätte er vorher doch mal besser überlegt.
Text:
Christoph Braun

Christiane Rösinger schreibt über das
Justin Timberlake-Konzert vom vergangenen Mittwoch in der
taz sinngemäß: Tanzen irre, Musik und Typ überbewertet.
Groove-Kollege Heiko Hoffmann mailt drei Instant-Beschreibungen: »Wahnsinnsbühnentechnik«, »mieser Sound« und »Mischung aus MTV-Choreografie und Zurschaustellung musikalischer Fähigkeit (allein am Flügel etc.)«.
Wie dem auch sei, niemand kann ein ganzes Leben lang jeden Abend für zwei Stunden powerjazzen und popcrumpen. Justin Timberlake baut jetzt vor. Nur kurze Zeit nach der Verlautbarung, ein eigenes Label namens Tenman Records gegründet zu haben, hat er sich jetzt eine erste Sängerin an Bord geholt. Sie ist die Arctic Monkey des R'n'B, kommt aus den Niederlanden und heißt
Esmee Denters. Bekannt geworden durch Coverversionen von
Beyoncé und eben Timberlakes »
What Goes Around« auf YouTube, wurde sie innerhalb kürzester Zeit zum Darling der R'n'B-Stars. Die ersten Eindrücke: ziemlich super, aber auch noch ziemlich formbar zum Besten wie zum Schlimmsten.
Oder?
Text:
Stephan Szillus

Der talentierte Mr. Mosley. Wurde seine instrumentale Kreativität in der Vergangenheit von einem konservativen Vokalisten gezähmt, dann gerieten seine Subwoofergranaten nicht selten zu Geniestreichen. Wenn er jedoch selbst die Fäden in der Hand hielt, wie auf seinen gemeinsamen Alben mit dem mittelmäßig talentierten Comic-Rapper Magoo, dann bekam man eine heteroge ...
Text:
Tobias Thomas

Als ich euch, meinen Eltern, Freunden und Bekannten, damals vor etwa vier Jahren, diesen sympathischen jungen Mann mit den – zugegebenermaßen entliehenen – Worten vorstellte: »He’s a friend of mine. And he goes by the name: Justin«, meine Güte, war das ein Geschrei und Gezeter! Bist du jetzt komplett bescheuert? Was soll denn der Scheiß? Wilde Drohung ...
Erschienen in SPEX #303 10/06 | 07.01.2007 00:00