Text:
Walter W. Wacht
Derzeit ist Fußball – überall. Ob am Kiosk nebenan, in der Cocktail-Bar, im Schuhgeschäft, in Agenturen, Cafés, Restaurants und Clubs, eigentlich überall wird derzeit auf Leinwände bzw. in Monitore und Röhren geschaut, wer keinen Fernseher anbietet, hat bereits (potenzielle Gäste) verloren. Der Negativeffekt: Bei dem Überangebot an Live-WM-Übertragungen in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Räumen muss nun jeder noch ein Stück weit mehr um Aufmerksamkeit kämpfen: Mit besserem Beamer, größerer Leinwand, schönerem Ambiente oder eben Rahmenprogramm. Am heutigen Spieltag der Gruppe A treffen Südafrika auf Uruguay (Spielbeginn: 20:30 Uhr) dürfte der wahre Sieger Festsaal Kreuzberg Berlin lauten: Gleich im Anschluss an das Spiel gibt die Gruppe Kreidler dort nämlich ein Gratis-Konzert.
Text:
Walter W. Wacht
Was ist denn hier passiert? Wie ein Fremder in der eigenen, zugegeben noch übersichtlichen Diskografie klingen Von Spar mittlerweile, ihr drittes Album »Foreigner« signalisiert Aufbruch. Nach Im-weitesten-Sinne-Postpunk und verkrampft-zerfasertem Avant-Krautrock stieg zunächst Sänger Thomas Machmoud aus der Band aus, abgesehen von einigen wenigen Shows, einer Kollaboration mit Station 17 und der Single »HyBoLT« hörte man nichts von den Kölnern Von Spar. Was nun eher nebensächlich ist, denn ihr neues Album »Foreigner« ist wohl das, was man als gelungenes Comeback bezeichnen kann.
Text:
Michael Lutz
Kreidler, vor fünfzehn Jahren von Thomas Klein, Andreas Reihse, Detlef Weinrich und Stefan Schneider gegründet, gehören nach wie vor zu den bemerkenswertesten und wandelbarsten Bands aus Deutschland. Wenn sie nun im Winter ihr neues Album »Mosaik 2014« auf einer ausführlichen Live-Tournee vorstellen, wird wieder alles möglich sein. Eines ist aber gewiss: Es wird gut.
Ganz ähnlich klingt dies auch im Kreidler-Blog auf Spex.de, in dem sich Andreas Reihse anlässlich jüngster Frankreich-Konzerte an frühere Reisen erinnert.
Text:
Die Redaktion
Stadt Hamburg spendiert Clubs Geld für die GEMA – – – Tim Renner gibt der Musikindustrie Tipps für die Musik-Flatrate – – – Gizmodo überbringt Indie-Labels schlechte Nachrichten in Sachen »iTunes LP« – – – No Age liefern veganen Sneaker ab – – – Außerdem: Silver Columns im Hot-Chip-Remix – – – Kreidler im Bodytonic-Podcast – – – Hyperdub-Sampler im Stream – – – Inoffizielles Burial-Musikvideo – – – Der Spextrakt.
Text:
Carmen Böker

Auf seinem vierten Album erzählt das Duo Coloma aus Köln/Berlin die Geschichte einer prototypischen Liebe als Zyklus: von der Ekstase bis zum bitteren Ende.
Erschienen in SPEX #318 01-02.2009 | 16.01.2009 00:00
Text:
Holger Klein

Jens-Uwe Meyer alias Popnoname, 1979 auf der Ostseeinsel Fehmarn geboren, ist ein Vertreter der neueren Kölner Schule zwischen Pop, Shoegaze, Ambient, Krautdisco, Trance, House-Texturen, Neunziger-Techno und euphorisierenden Rave-Signalen. Schon auf seinem letztjährigen Debüt »White Album« ging es nicht zuletzt darum, klassische Songstrukturen unter Clubbedingungen beste ...
Text:
Matthias Schönebäumer

Es gehört schon eine gesunde Portion Selbstbewußtsein dazu, ein Debütalbum »White Album« zu betiteln. Zu viele pophistorische Assoziationsfallen öffnen sich, die Gefahr, sich in Querverweisen und Referenzhöllen zu verfangen, erscheint unumgänglich. Diese Dreistigkeit ist im Fall des von Jens-Uwe Beyer initiierten Projekts Popnoname jedoch durchaus schl&uu ...