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Walter W. Wacht
Alle Jahre wieder: das Weihnachtspopmusikgeschäft kehrt zurück. Nur wer großes Glück, derzeit keine Supermarktbesuche avisiert oder das Radio abgedreht hat, ist bisher noch nicht ›gewhamt‹ worden. Aber nicht nur aus der Christmas-Classics-Abteilung droht Gefahr, auch zahlreiche Neuerscheinungen haben Weihnachten zum Thema: Mariah Carey, Annie Lennox, Jessica Simpson, ja sogar Nathan Fake und nicht wenige andere bringen Singles oder gleich ganze Alben mit eigenen Songs und Interpretationen bekannter Weihnachts-Klassiker auf den Markt. Das aus Manchester stammende Duo Hurts geht diesbezüglich auf Nummer sicher: Ihre Single beschwört gleich zwei Feste, Weihnachten und Neujahr. Währenddessen wächst auch in diesem Jahr der Hörerfrust, als Weihnachtssingle versuchen Internetuser John Cages stille Komposition »4’33« auf Platz 1 der Charts zu platzieren.
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Walter W. Wacht
Facebook ist überall. Nicht nur auf dieser Seite als Infrastruktur-Funktion des sozialen Netzwerks – auch überall sonst ist Facebook präsent: In Straßencafés sieht man die blau-weiße CI aus aufgeklappten Laptops leuchten, in öffentlichen Verkehrsmitteln Menschen ihre Timeline aktualisieren, in Bars schnappt man Wortfetzen vom Nachbartisch auf, in denen echte Menschen ›in echt‹ über »dieses eine schreiend lustige Video« sprechen, das Freund (oder ›Kontakt‹) XY neulich auf Facebook geposted hat. Facebook ist das derzeit beliebteste soziale Netzwerk, Mark Zuckerberg hat mittlerweile über 500 Millionen Freunde, nein: Nutzer. Was lag bei all der Popularität näher, als ein Film darüber. Ausschnitte des dazugehörigen Soundtracks von Trent Reznor und Atticus Ross werden nun verschenkt.
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Walter W. Wacht

Bevor morgen sein neues Album »Cosmogramma« auf Warp Records erscheint, wird noch einmal an der Marketing-Maschine nachjustiert. Seit heute bieten Warp und Flying Lotus mit »Fieldlines« eine interaktive Musikapplikation für PC- und Mac-Betriebssysteme an, mit der man als Benutzer mit einigen Musikspuren Flying Lotus’ interagieren kann. Daneben kann man »Cosmogramma« nun auch in Gänze streamen.
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Die Redaktion
Ein Brief der Titanic an u.a. Spex – – – Das Interview-Blog von David Lynch – – – Das Manifest für den Online-Journalismus – – – Spotify mit Killer-Applikationen für Smartphones – – – Und: ein Outtake aus »Villalobos« – – – ein MIT-Remix von Harmonia – – – eine heute fällige Erinnerung an Moondog – – – Der Spextrakt.
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Die Redaktion
Das Internet ist gefährlich und braucht neue Regeln, meinen die einen. Das Internet braucht wie Clubs nur ein paar nette Türsteher, finden andere. Außerdem im heutigen Spextrakt: die Musikwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist mal wieder im Wandel und im Fernsehen laufen reihenweise die achtziger Jahre.
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Die Redaktion
Ein zwiespältiges Mashup. Ein halbstündiges Mixtape. Ein als PDF wiedererlebbares Magazin. Ein ganz unorigineller Wahlwerbespot. Ein Spextrakt vom 20. Juli 2009.
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Die Redaktion
Der überaus sendungsbewusste Gonzales legt zwei neue Folgen des »Superproducers« nach, Oasis kann man im Livestream sehen, Morrissey findet die Netzaktivitäten seiner Fans doof, zu den White Stripes darf man nun auch tanzen, Jochen Distelmeyer will Live mehr und die Friendly Fires haben Sade nicht gecovert. Der heutige Spextrakt, frisch gepresst aus sechs sonnig gereiften Hyperlinks.
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Die Redaktion
Im heutigen Spextrakt haben wir nur drei Links zu bieten, zwei davon haben es dafür in sich: das schwedische Duo Air France kompiliert ein tolles Mixtape mit zehn Stücken und das Blog msm bietet zwanzig sehenswerte Musikvideos. Außerdem: die Süddeutsche kommentiert das Thema Internet im Wahlkampf und die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Beißreflexe:
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Jan Kedves, Philipp Ekardt

In Krisenzeiten verabschieden sich Fischerspooner von der Üppigkeit: keine Millionenvorschüsse einer implodierten Plattenindustrie mehr, aber auch keine neuromantischen Bildexzesse, ebenso kein appropriierter Bombast-Rock-Sound. Stattdessen schalten Casey Spooner und Warren Fischer auf den Anfangsgedanken ihres gemeinsamen Projekts zurück und gehen in die Performance-Offensive – mit Unterstützung der New Yorker Wooster Group, mitsamt Kopfbedeckungen, die wie Weltraumstationen aussehen, und Körperfortsatzkostümen, die vom Bekleidungsdiscounter Target inspiriert sind. Ein Gespräch mit Casey Spooner über das neue Fischerspooner-Album »Entertainment«, über die Arbeit in Musik- und Kunstindustrie, und wie man mit deren Unvereinbarkeit umgeht.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 08.06.2009 14:30
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Christoph Braun
Geschätzte 25 Millionen User weltweit besuchen sie regelmäßig, die Datenbucht von Pirate Bay. Damit gibt es keinen größeren Torrent Tracker als die schwedische Site, die sich inzwischen mit Fan-Merchandise (www.bytelove.com), Image-Hosting (bayimg.com) oder dem Spam-Schutz slopsbox.com zur Marke entwickelt hat. Heute, am 16. Februar 2009, beginnt in Stockholm der Prozess gegen Pirate Bay. Hauptangeklagte sind die drei Betreiber Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm Warg und Peter Sunde Kolmisoppi sowie Carl Lundström, der Geld und Server zur Verfügung gestellt haben soll.
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Max Dax
Kunst macht arm, zumindest ihre Künstler. Mit einer »Konferenz zur Lage der postökonomischen Musik« wollen der Musiker Ekkehard Ehlers und der Musikwissenschaftler und Spex-Autor Björn Gottstein die weit reichenden Konsequenzen für Musik, Musiker und Musikhörer eruieren. Unter dem Schlagwort »Audio Poverty« wird die ökonomische Krise zur Wertkrise erweitert. Mit Blick auf Geschichte, Praxis und Theorie soll im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, der Ratlosigkeit des Musikstandes begegnet werden. Apokalypse nicht ausgeschlossen. Der Kongress findet vom 6. bis 8. Februar 2009 statt.
Erschienen in SPEX #318 01-02.2009 | 24.01.2009 00:00
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Walter W. Wacht
Im letzten Jahr veröffentlichte Cadence Weapon sein knallendes Album »Afterparty Babies«, der »geilste Electro-Hiphop aus kanadischen Eiswüsten« landete schließlich auf Platz 43 der Spex-Redaktionscharts 2008. Zehn Monate nach Veröffentlichung des Albums schiebt Cadence nun das 20 Stücke starke Mixtape »Separation Anxiety« nach.