Tag: Helge Schneider

Des Entertainists nächster Schachzug

Gonzales HvE Steve Brookland TeaserEinatmen: Wo sollen wir seit unserer letzten Gonzales-bezogenen Meldung beginnen? Vielleicht bei der Antwort auf die Frage, wie es denn nun eigentlich bei Gonzales »Piano Talk Show« im Berliner Babylon Kino war. Nun, der selbsternannte ›Entertainist‹ lieferte vor restlos ausverkauftem haus eine rund zweistündige, von frenetischem Applaus begleitete und mit drei Zugaben äußerst befriedigende Show. Er präsentierte den befreundeten Jazz-Drummer Mocky auf dem Schlagzeugschemel, als Überraschungsgast betrat inmitten des Sets Joel »The Hidden Cameras« Gibb die Bühne, um gemeinsam mit Gonzales und Mocky ein Cover von Zarah Leanders 1937 aufgenommenes Stück »Ich steh’ im Regen« zu schmettern.

    Dies und die Zusammenfassung der gesamten Show kann man untenstehend als Video ansehen, denn nun heißt es zügig weiter im Text: Gonzales hat bereits die nächsten Schachzüge parat: Ein neues Album, Single und Musikvideo, einen Spielfilm und Konzerttermine mit Peaches sowie – Achtung! – Helge Schneider.

Der Spextrakt vom 19. August 2009

Patrick Wolf möchte sich gerne wegen der Köln-Bambule entschuldigen – – – Warp produzieren All-Tomorrow’s-Parties-Film – – – Radiohead verschenken ihre gewundenen Worte als MP3 – – – Helge Schneider wird zu Pulp Fiction gemasht – – – Der Spextrakt

Der Spextrakt vom 31. Juli 2009

Die Wochenendausgabe des Spextrakts bringt uns Texte zur Kunst von Marc Brandenburg, neue Ideen für das Musikstreaming im Netz und auf Mobilgeräten vs. Musikpiraterie, einen Gedanken-raubkopierenden Bob Dylan, Berlin-Wochen von und mit Helge Schneider und Musik von La Roux, jj und einen Mitschnitt aus Moritz Wolperts »Schaltzentrale«.

Alexander Kluge – Eisenstein, Marx, Kluge auf DVD

Ideologische AntikeNun beginnt sie, die neue Filmedition des Suhrkamp-Verlages. Den Anfang machen Brecht/ Dudows »Kuhle Wampe«, eine Sammlung mit TV-Filmen von Samuel Beckett, die Michael Knopf-Verfilmung des von Horváth-Romanes »Jugend ohne Gott« sowie zwei Filmporträts, eines über Thomas Bernhard, ein weiteres über Pierre Bourdieu. Zu dieser Aufbereitung der Film- und TV-Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts kommt ein Großprojekt des Filmemachers und Schriftstellers Alexander Kluge hinzu.

Heino Jaeger – Nestor des hanseatischen Hortes

Wie sieht's bei Euch aus?Es gibt gleichzeitig zuviel und zuwenig Humor. Zuviel: Comedy et al. Zuwenig: Die Kostüme des Diether Krebs, das Sich-Verhaspeln des von mir heißgeliebten Heinz Strunk. Wegen beidem, dem Zuviel und dem Zuwenig, mache ich mir wohl sowenig Mühe mit dem Suchen nach der Geschichte des Lustigen in deutscher Sprache. Da braucht es schon eines konventionell-feuilletonistischen Anlasses, mich mit der Nase auf Heino Jaeger zu schubsen. Danke, konventionelles Feuilleton!

Tonangeberei – Kinder-Compilation von Bernadette La Hengst

TonangebereiJaja, das hippe Wissen und seine stetige Ausdifferenzierung. Jetzt werden schon die Kleinen mit subkulturellen Distinktions-Steroiden gefüttert! »Songs für jedes Alter ab 3« lautet der Untertitel der Compilation »Tonangeberei«. Sie erscheint am 25. Januar auf Trikont/ Indigo. Bernadette LaHengst hat darin ein paar Größen der Hamburg School und des Berlin Cool versammelt, auf dass sich Kinder in Zukunft nicht mehr mit den pädagogisch wertvollen Infotainment-Clownerien der Kika-Kultur abgeben müssen.

Florian Horwarth – Neues Album im März

Florian HorwarthAm vergangenen Wochenende stellte Florian Horwarth, der Wiener Sendeturm für softverspulten Indiepop, erstmals die Stücke seines einstweilen noch unbetitelten neuen Albums vor. Während des Steirischen Herbstes spielte der Bärtige mit jener Band zusammen, der 2005 das immer wieder so ins Waldschratige driftende »We Are All Gold« gelang. Allerdings werden sie nun bereichert:

Heinz Strunk Der Schorfopa

Kurzhörspiele, Vol. 2: Der Heinzer setzt einen drauf. Das Prinzip ist dasselbe wie bei »Mit Hass gekocht«. Anders als die im TV laufende Comedy, die zwar Schwule und Migranten kennt (und furchtbar mühselig voran kommt in deren Darstellungsmöglichkeiten), aber kaum soziale Schichten, geht Strunk in die Bierkneipen und Großraumdiscos. Es ist bescheuert, Witze zu erkl …