Haus der Kulturen der Welt

Böse Musik

Festival der »Oden an Gewalt, Tod und Teufel« nächste Woche in Berlin

Text:

Chupame el Dedo
Who's bad? Und was fasziniert uns so am Bösen? Zwei bestimmende Fragen der letzten Wochen. Jetzt gibt es sogar das passende Festival dazu, die Böse Musik.                            

 
 

Unmenschliche Musik

Festival zu Walgesang, Klingonen & Algorithmenmusik beginnt

Text:

Unmenschliche Musik im HKW, Berlin

Im HKW in Berlin steht derzeit das vom Menschen geprägte Erdzeitalter des Anthropozän im Vordergrund. Beim heute beginnenden, von SPEX präsentierten Festival »Unmenschliche Musik« geben (unter der Beteiligung von Alexander Hacke, David Cope, Jerry Dammers u.w.) vorerst aber Wale, Gletscher, Bohrmaschinen, Software und Klingonen den Ton an.                            

 
 

Die Kunst zum Frühling

Das Festival »Meeting Points 6« über den arabischen Raum

Text:

mona-hatoum

Der arabische Raum und seine Gesellschaften sind im Umbruch begriffen. Das Gegenwartskunstfestival Meeting Points 6 bemüht sich von heute bis Samstag im HKW, Berlin, um eine historische Kontextualisierung, differenzierte Perspektiven und Dialoge. Spex ist Medienpartner.                            

 
 

Im Zeichen globaler Musikrezeption

Jahcoozi, Gebrüder Teichmann & Modeselektor mit Nairobi-Austausch, EP & Album, Live in Berlin & Köln, Sparmaßnahmen im Haus der Kulturen der Welt

Text:



Schon seit langer Zeit erfreut sich der kreative Austausch zwischen europäischen und afrikanischen Musikern wieder höchster Beliebtheit. BLNRB, das vom Goethe Institut Kenia initiierte Projekt zwischen den Berliner Acts Jahcoozi, Modeselektor und Gebrüder Teichmann mit den aus Nairobi stammenden Club-Musikern Just A Band, Abbas Kubaff, Nazizi und vielen anderen, wird mit Konzerten in Berlin und KKöln vorgestellt, dazu erscheinen eine gemeinsame EP und ein für 2011 geplantes Album. Parallel dazu ringt das Berliner Haus der Kulturen der Welt mit akuten Sparmaßnahmen, die auch das »Worldtronics Festival« treffen könnten.                            

 
 

Ein Raum rebellischer Selbstbehauptung

Das ivorische Tanztheater »Rue Princesse« Live in Berlin & Hamburg

Text: , Michael Lutz

Rue Princesse Monika Gintersdorfer»Das ist ein Kampf, wenn auch kein bösartiger«, kommentierte die Regisseurin und Choreografin Monika Gintersdorfer im »Kunstsprache Theater«-Interview in Spex #328 das für Europäer ungewohnte Publikumsgebaren in Abidjan an der Elfenbeinküste. »Das Publikum ist alles andere als still. Da schaltet niemand sein Handy aus, die Leute brüllen ihre Begeisterung oder ihre Aufregung heraus, und im Gegensatz zu Deutschland partizipieren sie auch gerne.« Vom 2. bis 4. September bringt Gintersdorfer mit ihrem langjährigen Bühnenpartner Knut Klaßen das Tanztheater »Rue Princesse« ins Haus der Kulturen der Welt Berlin, im Oktober gastiert »Rue Princesse« in Hamburg.                            

 
 

Juana Molina & Jazzanova für Rubén Rada

Haus der Kulturen der Welt Berlin ehrt südamerikanischen Musiker, Konzerte, Verlosung

Text:

Rubén RadaIn seiner Heimat Uruguay gehört der Perkussionist und Sänger Rubén Rada zum musikalischen Allgemeingut, oder präziser: Rada ist dort ganz einfach seit Jahrzehnten ein Popstar. Dass Musikern solch ein Status längst nicht in jedem Land vorauseilt, dürfte all jenen klar sein, die sich auch abseits von grellem Plastik-Pop mit Musik beschäftigen. Seit Ende der 1960er Jahre arbeitet Rubén Rada ausgehend von Funk-Musiken an der Entwicklung von Candombe, einer äußerst rhythmischen und auf Trommeln basierenden lokalen Tanzmusik mit Wurzeln in Montevideo und Buenos Aires. Wie vielfältig dabei nicht nur der Candombe, sondern die südamerikanische Musikkultur im Allgemeinen ist, zeichnet derzeit die dritte Ausgabe der Veranstaltungsreihe »LifeLines« im Berliner Haus der Kulturen der Welt nach. Anlässlich des »Bicentenario«, des 200. Jahrestags der Unabhängigkeitsbewegungen der Länder Südamerikas, wird Rubén Rada gemeinsam mit Jazzanova auftreten, außerdem wird die argentinische Muikerin Juana Molina Cover-Versionen von Radas Band Totem spielen.                            

 
 

Re: John Cage

»Variations VII«-Interpretation, Klangforschungslabor & Workshops in Berlin

Text:

johncage variationsviiHundegebell und andere Tiergeräusche. Die schleifenden Klänge maschinell ausgeführter Klärbewegungen. Das dumpfe Rattern der S-Bahn-Räder über die Schwellen. Der surrende Rhythmus rotierender Druckpressen. Diese und andere Field Recordings werden am kommenden Freitag telefonisch dem Berliner Radialsystem V zugeschaltet – »Klänge, die zum Zeitpunkt der Performance zur Verfügung standen«, nannte dies der Künstler, Komponist und maßgeblicher Wegbereiter der »Neuen Musik« John Cage in Bezug auf seine 1966er-Vorführung »Variations VII« in New York. Die Eröffnungsveranstaltung mit :zoviet*france:, Matt Wand und Atau Tanaka des Berliner Experimental-Musik- bzw. Kunstlabors »Sommercamp+Workstation« adaptiert Cages Konzept nun in einer Neu-Interpretation.                            

 
 

Worldtronics

Welt der elektronischen Musik

Text:

MankindedodHat sich die Cologne On Pop inzwischen als der Treffpunkt für die elektronische Musik etabliert, so veranstaltet das Haus der Kulturen der Welt in Berlin nun zum zweiten Mal ein Festival mit anders gelagertem Schwerpunkt. Die »Worldtronics« stellen elektronische Musik weniger bekannter Menschen aus drei ausgewählten Ländern vor. Zusätzlich öffnet ab Mittwoch, den 26. November täglich um 18h der Elektronik-Fachmarkt als Mini-Leistungsschau von Dienstleistern der Digitalen Musikproduktion im weitesten Sinne: Ableton, Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie, Creative Commons, Iosons Soundsystems zeigen in der Waschmaschine im Tiergarten ebenso neueste Produkte wie die Labels Staubgold, M-Enterprise, Sonar Kollektiv und andere.                            

 
 

In der Wüste der Moderne – Stadtlabor Nordafrika

Text:
Wueste ModerneDas Haus der Kulturen der Welt in Berlin blickt mit einer historischen Architekturausstellung auf die Stadtplanung des von Frankreich kolonialisierten Nordafrika. »In der Wüste der Moderne« läuft ab 29. August und zeigt, wie französischer Städtebau in Casablanca und weiteren Großstädten nördlich der Sahara seit den Dreissiger Jahren die Kolonien als Laboratorium modernistischer Urbanismus-Theorie begriff und dort die Praxis folgen ließ. Autogerechte Stadt und Tiefgarage, derartige Konzepte wurden als Projekte angesichts der Aufgabe entwickelt, für eine große Zahl von Menschen Städte zu planen. Die These der Ausstellung lautet deshalb:                            
 
 

Ausstellungen – Asien, Baumbach, Nara

Text:
Fehmi Baumbach: GripEin Wochenende voller Ausstellungen in Berlin, Fürth und München wartet. Los geht es am Freitag, den 14.3. in der Galerie Zink München mit einer Einzelausstellung von Yoshitomo Nara, dessen Werk viel Pop gefressen und als Comic ausgespuckt hat und sich darüberhinaus für psychoanalytische Interpretationen bewirbt.                            
 
 

Worldtronics Festival – Der Elektronik neue Tendenzen abgewinnen

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Worldtronics2007Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten wir die Wiedereröffnung des Berliner Hauses der Kulturen der Welt (HdKdW) melden. Das musikalische Programm leitet seit rund einem Jahr der frühere SPEX-Chefredakteur und -Herausgeber und Zimmermänner-Musiker Detlef Diederichsen, was unter anderem auch zu dem Wahnsinns-Lineup des New York-Festivals im HdKdW geführt hat. Eine ähnliche Herangehensweise – die Zusammenführung verschiedener experimenteller und traditioneller Musiken – zeichnet nun auch das »Worldtronics 2007 - Festival für elektronische Musik« (27.11. - 01.12.2007) aus.                            
 
 

Haus der Kulturen der Welt – Eröffnungsmarathon

Text:

HKWEin Jahr lang war es ruhig im Haus der Kulturen der Welt, in der »schwangeren Auster«, jener vor fünfzig Jahren von Hugh Stubbins Jr. schwungvoll in die Umgebung des Berliner Tiergartens eingefassten Design-Leistung. Die Wiedereröffnung nach den langen Renovierungsarbeiten wird ab dem 23. August gefeiert. Das dazugehörige, sich über zwei Monate verteilende Programm dürfte dafür sorgen, dass das Haus der Kulturen der Welt auch in Zukunft maßgeblich am Kulturtransfer zwischen Deutschland und dem Ausland beteiligt sein wird.

Schon das Eröffnungswochenende vom 23. - 26. August markiert den Umfang von »New York - States of Mind«. Bis spät in die Nacht hinein portraitieren Musik, Performances, Predigten, Radioprojekte und Ausstellungen das weite Feld der verschiedenen amerikanischen Kulturen, der Einwandererstadt New York mit all ihren ethnischen und kulturellen Eigenheiten. Dass diese 72 Stunden dabei nur an der Oberfläche kratzen können versteht sich von selbst. Bis zum 04. November wird der Stadt daher in alle Lebensbereiche nachgegangen. Dazu später mehr.                            

 
 

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