Feist »Graveyard«
Von Sterblichkeit und Verlust
Text: Thomas Vorreyer
Performance-Video einmal anders: Das Video von Feist zu »Graveyard« offeriert die Auferstehung als Bildschirmschoneranimation auf sandigem Grund.

Performance-Video einmal anders: Das Video von Feist zu »Graveyard« offeriert die Auferstehung als Bildschirmschoneranimation auf sandigem Grund.

Vom kalifornischen Big Sur ins Netz: Am Freitag veröffentlicht FEIST ihr neues Album Metals. Das Werk gibt es nun komplett im Stream vorab zu hören. Ein erster Deutschlandtermin ist leider längst ausverkauft.
Er kann auch ganz anders: Kürzlich erst wiesen wir an anderer Stelle auf die neue »Klavierwerke«-EP des britischen Dubstep-Produzenten James Blake hin, heute überrascht er mit einem Musikvideo zu seiner älteren Cover-Version des Feist- und Gonzales-Songs »Limit to Your Love«.

Wenn es ein Genre gibt, das sich in den letzten Jahren stets als vital und hakenschlagend erwiesen hat, dann heißt dieses Genre Dubstep. Den Namen des britischen Produzenten James Blake sollte man sich daher schon einmal merken: Mit seiner neuen »Klavierwerke«-EP sorgt er derzeit für große Aufregung.

Vor kurzem erschien »Popsongs« – für Klavierquartett arrangierte, vom Fauré Quartett eingespielte Coverversionen von Popsongs von Künstlern wie Pet Shop Boys, Elliott Smith oder Prefab Sprout. Das Projekt entstand auf Anregung der Klassikabteilung von Universal Music, die Umsetzung übernahm Produzent, Komponist und Musikvideo-Regisseur Sven Helbig. Im Gespräch in einem türkischen Restaurant in Kreuzberg äußerst sich Helbig zu Björn Gottsteins Kritik zu »Popsongs« in Spex #323, welche er aber erst nach dem Interview liest.
Was man dem Kanadier Dominic »Mocky« Salole nicht vorwerfen kann, ist mangelnde Musikalität. Er spielt nahezu jedes Saiten-, Rhythmus- oder Tasteninstrument, hat eine angenehme Singstimme, rappt, huht und haht, schreibt Arrangements von Weltniveau und drückt auch noch selbst die Aufnahmetaste. Als Produzent der Jamie-Lidell-Alben »Jim« und »Multiply« gelangen ihm als Co-Autor und -Produzent Meilensteine der aktuellen Neosoul-Bewegung – er ist somit nicht ganz unschuldig an der Tatsache, dass Lidell als Support-Act für Elton Johns »Red Piano«-Tour gebucht wurde.

Mit großen Namen konnten die Initiatoren der Charity-Serien »War Child« und »Red Hot« schon immer protzen. Für erstere griffen bislang vor allem die jeweilige Crème de la Crème der britischen Inseln in die Saiten, letztere bestritten zumeist nordamerikanische Künstler in variierenden Genres: Mal waren Coverversionen von Fela Kuti zu hören, ...

Ein Feuerwerk, also. Hat man schon hin und wieder gesehen, gerne auch in Musikvideos. Für den Clip zur neuen Feist-Single »I Feel It All« hat Regisseur Patrick Daughters (The Directors Bureau) allerdings wieder einmal sein Gespür für das richtige Setting bewiesen. Leslie Feist drischt vor nächtlicher Kulisse auf ausgebrannte Ölfässer ...
Sortiert eigentlich noch jemand seine CDs und Platten? Oder wurde dem Chaos (aka Artwork) schon mit sauber editierten Playlisten zu Leibe gerückt? Für alle Haptiker, die sich sonntagnachmittags immer noch am liebsten mit Logik und Leidenschaft dieser ungemein meditativen Aufgabe stellen, hier ein Vorschlag (falls nicht schon geschehen): Am besten gleich ein neues Regalbrett für sämtliche Veröffentlichungen der kanadischen Indie-Darlings Broken Social Scene, der einzelnen Mitglieder, Kollaborateure sowie Seitenprojekte an die Wand nageln, denn ihr beängstigender Output wird auch in Zukunft nicht abreißen.
»She's In Control« war »outstanding«! Das hört sich leicht dahergesagt an, kommt der Wahrheit aber doch sehr nahe. Mitten im Gitarren-Sommer 2004 veröffentlichten die Kanadier P-Thugg (bürgerlich: Patrick Gemayel) und Dave 1 (bürgerlich: David Macklovitch) ihr erstes Album und schufen sich damit auf Anhieb ihre eigene Schublade im Retro-Bizz. So sehr nach 80er Jahren hatte keine Band geklungen. So gut Richtung Roger Troutman, Kokane und Prince hatten in den letzten Jahren die wenigsten Künstlern der längst vergessen geglaubten Dekade Respekt gezollt. Drei Jahre später soll aus dem »outstanding« auch Erfolg gemacht werden: Das neue Chromeo-Album »Fancy Footwork« trumpft nicht nur mit wunderbarem Pop-Appeal auf, sondern auch mit vielen (prominenten) Freunden.