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Thomas Vorreyer

Rundumschlag in Sachen Bassmusik. ZOMBY veröffentlicht eine neue EP und spielt heute in Berlin. BURIAL remixt Massive Attack. SEPALCURE aus NYC veröffentlichen ihr Debütalbum und R&S Records in diesem Jahr nicht nur eine Kompilation, sondern auch eine weitere EP von JAMES BLAKE, den Spex demnächst auf Tour präsentiert.
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Daniel Fersch
Das britische Label Deep Medi Musik ist bisher vor allem als Hort eines, fast schon orthodoxen, klassischen Dubstep-Sounds bekannt geworden. Schließlich gehört der Gründer der Plattenfirma, Mark Lawrence (alias Mala) als Mitglied des Produzenten- und DJ-Duos Digital Mystikz zu den Pionieren des Genres. Mit Songs for William, einem Album des österreichischen Künstlers ULRICH TROYER, erweitert Deep Medi nun jedoch das Spektrum des Labelprogramms.
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Aram Lintzel
Wie viel Dubstep steckt noch im Post-Dubstep? Das fragt sich wohl der eine oder andere im Hardcore Continuum ansässige Ostlondoner, der mit Dubstep adoleszente Aufwühlung verbindet. Historisch neu ist diese Substanzsuche natürlich nicht, schon der Pogo-Veteran, der 1979 ein Konzert von sagen wir PIL oder den Swell Maps besuchte, dürfte grübelnd nach dem Punk im Post-Punk gesucht haben. Die Frage nach der Essenz mag spießig sein, drängt sich aber doch immer wieder auf, zum Beispiel, wenn man die neuesten Tracks der Post-Dubstep-Protagonisten Mount Kimbie und James Blake hört.
Erschienen in SPEX #333 07/08 2011 | 16.07.2011 17:30
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Daniel Fersch
Das Heimstudio mit Mischpulten und Samplern als Hintergrund, ein Strobo, zwei bunte Lichtstrahler, ein paar Schallplattencover, diverse Outfits und eine Webcam - mehr Zutaten sind eigentlich nicht nötig, um ein großartiges Musikvideo zu produzieren. Das beweist der britische Musiker und Produzent Ralph Cumbers alias BASS CLEF (Bass-Notenschlüssel) mit seinem Youtube-Clip I think you are ready now for the eternal point of no return.
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Tim Caspar Boehme
Zwei Jahre Sendepause. In der Clubszene ist das eine ziemliche Ewigkeit. Bei ZOMBY, dem anonymen britischen Dubstep-Star, hatte es nach seinem gefeierten Debütalbum Where Were U in ’92? von 2008 gerade mal noch eine EP gegeben, dann ward nichts mehr von ihm gehört. Bis jetzt.
Erschienen in SPEX #333 07/08 2011 | 05.07.2011 15:00
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Daniel Fersch
Seit BJÖRK Anfang Mai auf ihrer Webseite ihr neues Album Biophilia ankündigte, sind nur häppchenweise neue Informationen über das Projekt bekannt geworden. Biophilia (in etwa: »die Liebe zu allem Lebenden«) sei eine Erkundung der Beziehungen zwischen Musik, Natur und Technologie, hieß es zunächst etwas schwammig in einem offiziellen Statement. Einige Tage später kam heraus, dass es sich nicht um ein klassisches Album handelt, sondern um ein Multimediaprojekt, das als Serie von iPad-Apps erscheinen wird. Nun ist mit Crystalline der erste Song von Biophilia im Internet aufgetaucht - und dieser überrascht vor allem musikalisch.
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Daniel Fersch
Das SAXOFON genießt im Pop nicht unbedingt den besten Ruf: Als spontane Assoziation drängt sich etwa Joe Cockers Version von Randy Newmans You Can Leave Your Hat On auf, die in Folge des 80er-Softsex-Vehikels 9 1/2 Wochen zum Synonym für schmierige Striptease-Musik verkam. Oder die Crossover-Truppe Dog Eat Dog, die in den Neunziger Jahren jedes ihrer Fun-Rap-Stücke mit einem nölenden Saxsolo verunstaltete. Doch es scheint, als würde dieses - durchaus würdevolle - Instrument in diesem Sommer eine Chance zur Rehabilitation seines angeknacksten Rufs bekommen.
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Daniel Fersch
Jedes Jahr an Pfingsten wird Berlin zu einer Partyzone der besonderen Art: Beim Karneval der Kulturen übernehmen die Stadtbewohner aus aller Welt die Straßen von Kreuzberg und zelebrieren die Musik- und Karnevalskulturen ihrer Herkunftsländer. Einen passenderen Termin hätten sich die Veranstalter des Festivals RADICAL RIDDIMS nicht aussuchen können, denn während nur ein paar Straßen weiter die mobilen Danchall-Reggae- und Soca-Soundsysteme auf der Karnevalsparade ihre Runden ziehen, stellen sie in den Räumen der Galerie Schau Fenster und des Clubs Ritter Butzke verwandte Stile aus dem globalen Bassmusikuntergrund vor.
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Daniel Fersch
Seit einigen Jahren hat sich Mike Paradinas, der Betreiber des britischen Plattenlabels Planet Mu, immer wieder als Archivar und Ethnograf regionaler elektronischer Musikstile hervorgetan. Nun hat er sich eine neue Mission auf die Fahne geschrieben und versucht mit dem Album Kentje'sz Beatsz des 18-jährigen Produzenten Anti-G die niederländische Untergrundszene BUBBLING der Obskurität zu entreissen.
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Daniel Fersch
»Hoxton club heads, queers and skinheads, feds and yardies, MPs and priests [...]«, vor einem Jahr zählte der Spoken-Word-Poet Joshua Idehenin dem Stück Face Of God auf, wer alles den Londoner Bus Nr. 38 benutzt, der vom Bezirk Clapton im Nordosten in die Innenstadt fährt. Die Buslinie, die auch schon von Grime-MCs wie Wiley verewigt wurde, genießt nicht gerade den besten Ruf. Idehen diente sie als Inspiration für eine ganze Maxi-Single – die 38 EP, die er zusammen mit dem Produzenten-Trio LV aufnahm.
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Daniel Fersch
Dass JAMES BLAKE mit seinem Post-Dubstep-Pop offensichtlich einen Nerv getroffen hat, beweist der Ansturm auf seine Mini-Tournee durch Deutschland in dieser Woche: Alle vier Konzerte in Köln, Hamburg, Berlin und München sind restlos ausverkauft. Diejenigen, die keine Karten mehr bekommen haben, mag da vielleicht über die verpasste Live-Show hinweg trösten, dass es demnächst neues Material von Blake zu erwerben gibt.
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Walter W. Wacht
Wo ist Dubstep? Oder anders gefragt: Wo ist Housemusik? Darren Cunningham alias Actress schob Anfang des vergangenen Jahres mit seinem Album »Splazsh« erfolgreich die Genretektonik an, die Musiken begannen seitdem immer mehr zu driften und sich zu reiben: Joy Orbison veröffentlichte zuletzt immer mehr von geraden Beats geprägte Tracks oder legte konsequenterweise auch gleich House statt Dubstep auf – so geschehen u.a. 2010 im Horst Kreuzberg, was auf der Tanzfläche durchaus für Irritationen ob der musikalischen Taktung sorgte. Mit dem neuesten Teil der Reihe »fabric Live« gibt nun der 22-jährige Produzent David Kennedy einen Überblick über seinen Output unter den Pseudonymen Ramadanman und Pearson Sound.