Text:
Walter W. Wacht
Den Humor von Wu-Tang kann man wohl traditionell als ›eigen‹ bezeichnen: Das begann stets mit Kung-Fu-Samples in ihren Tracks und setzte sich beispielsweise im Video zu »Gravel Pit« fort. Auch Raekwon, Langzeitmitglied des Clans seit 1993, ist diese Art von Humor natürlich nicht fremd, was vermutlich erklärt, wie das bizarre Cover-Artwork seines neuen, musikalisch äußerst genialen Albums »Only Built 4 Cuban Linx Part II« zustande kam. Wobei: Es dürfte sich dabei um einen frühen Entwurf gehandelt haben, schließlich steht in den Plattenregalen mittlerweile eine ›seriösere‹ Verpackung. Ab Mittwoch stellt er die neue Platte im deutschsprachigen Raum vor.
Text:
Walter W. Wacht
Verhältnismässige Übertreibung gehört zum Geschäft des Boulevard-Journalismus, das ist wohl jedem bekannt. Umso weniger wird es die geneigten LeserInnen überraschen, gestern und heute mit der quasi-skandalösen Berichterstattung zu Lady GaGas und Dr. Dres quasi-diktatorischer Pressekonferenz im Rahmen der Funkausstellung IFA konfrontiert zu sein.
Text:
Sebastian Hammelehle

Zwar ist derzeit kein neuer »Herr der Ringe«-Film oder Ähnliches zu erwarten. Freunde der ganz großen Blockbuster-Produktion können trotzdem beruhigt den Nachos-Eimer bereitstellen – es gibt ja noch Eminem! »Relapse« ist so etwas wie »Marshall Mathers: Episode V«, die multiplextaugliche Breitwand-Hiphop-Platte des Jahres. Die deutsche Presse erwies sich wieder als die höflichste der Welt und lobte das Album. Schließlich stehen auch in den letzten Bedenkenträger-Wärmestuben des Feuilletons heutzutage Computer, auf denen unablässig die alte Achtziger-Jahre-Weisheit blinkt: Mainstream ist das neue Indie.
Erschienen in SPEX #321 05-06.2009 | 19.06.2009 09:10
Text:
Stephan Szillus

Der talentierte Mr. Mosley. Wurde seine instrumentale Kreativität in der Vergangenheit von einem konservativen Vokalisten gezähmt, dann gerieten seine Subwoofergranaten nicht selten zu Geniestreichen. Wenn er jedoch selbst die Fäden in der Hand hielt, wie auf seinen gemeinsamen Alben mit dem mittelmäßig talentierten Comic-Rapper Magoo, dann bekam man eine heteroge ...
Text:
Lars Brinkmann

Der Meister der Dada-Rhymes, der Form-Over-Substance-Flowmaster, der Rap-Star mit der kalten Hundeschnauze ist endlich wieder dort angekommen, wo schon immer alles scheißegal war, wo sich nach wie vor Original Gangstas und (andere) Proleten mit dem Charme von Sackläusen um ihren kümmerlichen Restverstand amüsieren, wo sich erwachsene Menschen mit grimmiger Entschlossenheit an ...
Erschienen in SPEX #306 01-02.2007 | 11.01.2007 00:00