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Daniel Fersch
Das britische Label Deep Medi Musik ist bisher vor allem als Hort eines, fast schon orthodoxen, klassischen Dubstep-Sounds bekannt geworden. Schließlich gehört der Gründer der Plattenfirma, Mark Lawrence (alias Mala) als Mitglied des Produzenten- und DJ-Duos Digital Mystikz zu den Pionieren des Genres. Mit Songs for William, einem Album des österreichischen Künstlers ULRICH TROYER, erweitert Deep Medi nun jedoch das Spektrum des Labelprogramms.
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Walter W. Wacht
Eine kurze Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse: Auf dem Bonaparte-Album »My Horse Likes You kollaborierten sie mit Tobias Jundt bei dem Stück »Orangutang«, eine Fortsetzung gab es in Form eines gemeinsamen Live-Sets im Rahmen des Melt! Festivals. Ihre Zusammenarbeit mit Thom Yorke bei dem Track »The White Flash« wurde von Robag Whrume geremixt auf Freude am Tanzen veröffentlicht. Am 28. September spielen sie mit Sascha Ring als Moderat in der Volksbühne Berlin. Und ihre »Body Language«-Compilation ist nun auch beinahe wieder ein Jahr alt. Zeit für Neuigkeiten in Sachen Modeselektor also: Auf ihrem Label Monkeytown Records erscheint im November der erste Teil der »Modeselektion«-Reihe, dazu bringen sie das Setup für einige Live-Shows in deutsche Clubs.
Text:
Walter W. Wacht
Endlos lange im Raum stehen blieb Burials für 2008 angekündigter Beitrag zur DJ-Kicks-Reihe des Berliner Labels !K7 Records. Was sich mit der Release-Ankündigung anließ wie ein feuchter Musik-Geek-Traum, hinterließ nach Monaten der Ereignis- bzw. Releaselosigkeit nur noch die vage Hoffnung, dass Burial seine Master-Aufnahme vielleicht doch nur versehentlich hinter den Plattenschrank gefallen sei und er ihn früher oder später doch noch beim Aufräumen finden würde. Aber Pustekuchen! Kein DJ-Mix, nur vereinzelte Single-Veröffentlichungen bzw. Album-Beiträge gab es vom Dubstep-Wunderkind. Aber genug der Verbitterung: Mit Steve Goodman alias Kode 9 hat !K7 nun gleich den Labelbetreiber von Hyperdub Records für die DJ-Kicks-Reihe gewonnen
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Christoph Braun
Das Bomb Squad kommt. Die Brüder Hank und Keith Shocklee produzierten die Beats für Public Enemy und potenzierten den Informationsgehalt sample-basierter Musik für immer. Nach zwei Jahrzehnten im Hintergrund und Arbeit für Filme wie etwa Spike Lees »Do The Right Thing« oder »American Gangster« von Ridley Scott sieht das New Yorker Duo nun wieder die Zeit für Live-Auftritte gekommen. Gemäß eines Interviews von Dazed Digital mit Hank Shocklee will das Bomb Squad Bass, Bass, Bass.
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Davide Bortot

Entstanden als begrifflicher Notnagel im steten Fluss der britischen Breakbeat-Evolution, hat das Fantasiekonstrukt Dubstep mittlerweile ein beachtliches Eigenleben entwickelt. Grime-MCs fallen rudelweise über Benga & Cokis Spätsommerhymne »Night« her, jeder halbwegs ambitionierte Techno-DJ brüstet sich mit mindestens einer DMZ- oder Hyperdub-Maxi in seiner Kiste, k& ...
Erschienen in SPEX #312 01-02.2008 | 02.11.2007 00:00
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Christoph Braun

Soul Jazz müssen wohl inzwischen damit beginnen, ihre eigenen Veröffentlichungen zu archäologisieren, und nicht mehr bloß nur die des Studio One, der Trommeln Kubas oder des Funk aus New Orleans. Denn, und das zeigt diese Dreifach-Compilation in ziemlich verblüffender Weise, der Standard der Vinyl-EPs des Londoner Labels lag in den zurückliegenden beiden Jahren hoch, ...
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Christoph Braun
Neben immer neuen Forschungsarbeiten wie etwa jüngst den »Drums Of Cuba«, in deren rituellem Trommel-Purismus sicher auch für einen Ricardo Villalobos viel Spaß und Weiterverwendung stecken, entwickelt sich Soul Jazz Records mit Wucht zum Meta-Label für Dubstep. Den Willen zumindest belegt die Ankündigung des Londoner Labels, zunächst am 22. Oktober eine CD-Compilations der »Singles 2006 – 7« zu veröffentlichen, nur um dann am 12. November mit der Dubstep-Compilation »Box of Dub 2« gleich nachzulegen.
Text:
Christoph Braun

Tja, es hört einfach nicht auf. Nach The Verve, den Smashing Pumpkins und natürlich Genesis gilt es heute, schon wieder ein Supergroup-Comeback zu vermelden. Vor elf Jahren veröffentlichten Jörg Burger und Wolfgang Voigt als Burger/ Ink ihr angeglamtes Neopoptrance-Album »Las Vegas«, und vor zehn Jahren standen sie zum letzten Mal als Live-Act gemeinsam auf der Bühne. Doch wie gehabt zelebriert
Kompakt eine große Sause zur
c/o pop und stellt zur »Total 8«-Party traditionsgemäß die gleichnamige Label-Compilation vor, die vom lapidar betitelten Burger/ Voigt-Track »Man lebt nur zweimal« eröffnet wird. Der spielt auch wieder mit diesen Spaghetti Western-Motiven, wie es Burger/ Ink auf »Las Vegas« bereits taten, schön. Natürlich geht bei c/o pop auch in diesem Jahr wieder soviel, dass ich an dieser Stelle gar nicht erst mit Namen wie M.I.A., Architecture In Helsinki, Uffie oder Digital Mystikz anfangen will. Neben dem Festival wird es auch in diesem Jahr wieder die drei weiteren Säulen Affair, Conference und Fussballturnier geben. Unser Schwestermagazin
Groove präsentiert unter anderem das Clubprogramm »Deutschlandreise«, für das je ein Kölner Label mit einem anderen Label aus Deutschland zusammen arbeiten wird. Zudem werden die »Musikzimmer«-Bilder des Fotografen Ragnar Schmuck gezeigt. Für die gleichnamige Groove-Interviewreihe fotografierte Schmuck unter anderem die Heimstudios von Dixon, Dominik Eulberg, Richie Hawtin oder Ricardo Vilalobos.
c/o pop
15.-19.08. 2007
Köln, diverse Orte
Text:
Christoph Braun

Cultural Gap, du olles Ding: Kaum gibt es auch außerhalb Berlins regelmäßige Dubstep-Partys, kaum hat das Feuilleton deutscher Sprache sein Herz für die Bassmusik aus England entdeckt, da macht man sich in der Heimat des forschenden Slow Mo-Offbeats auch schon an die Historisierung der ganzen Chose. Soul Jazz hat vorab mit der Split-12“ der Digital Mystikz und Kode 9 be ...