Tag: Daniel Richter

Die Wahrheit Über Die Kolonien Und Den Osten

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Während Anfang der Woche die russische Künstlergruppe Voina und die polnische Kuratorin Joanna Warsza als Artur Żmijewskis Mitstreiter für die 7. BERLIN BIENNALE bekanntgegeben wurden, eröffnet heute in Hamburg die Ausstellung DIE WAHRHEIT ÜBER DIE KOLONiEN (01) mit Werken von u.a. AIDS-3D, Daniel Richter und Peter Roehr.

Tago im Museum, Damo auf der Bühne

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Vierzig Jahre nach dem Erscheinen von CANs bahnbrechendem Album Tago Mago ist die Musik noch immer jede Auseinandersetzung mit ihr wert. In Stuttgart und bald auch in Berlin tut das gerade die prominent besetzte Ausstellung Halleluwah! Hommage à Can. Gleichzeitig wird die Platte mit Bonusmaterial wiederveröffentlicht. Sänger DAMO SUZUKI ist mit einem neuen Projekt und anderen Krautrockern wie Camera & Dieter Moebius live in Berlin zu sehen. Spex verlost Gästeliste für die Krautrock-Nacht.

Deichkind »Die Toco Die (In the Name of Björn)«

Deichkind Die Toco Die TeaserAm Samstag endete die erste Plattenladenwoche, dem Zusammenschluss zahlreicher deutscher Plattenfachhändler. Und im Rahmen jener Plattenladenwoche legten – wie viele andere Künstler – auch Tocotronic und Deichkind eine gemeinsame, streng limitierte 7"-Single auf: Tocotronic steuerten ihren Song »Ich verabscheue Euch wegen Eurer Kleinkunst zutiefst« von 1996 bei, Deichkind wiederum nahmen den neuen Track »Die Toco Die (In the Name of Björn)« auf. Wie zu erwarten war die stark limitierte Split-Single schnell vergriffen, weshalb wir uns umso mehr freuen, den Deichkind-Track exklusiv im Stream anbieten zu können.

Die Goldenen Zitronen Übriggebliebene ausgereifte Haltungen / Material

Mit seinem Dokumentarfilm »Übriggebliebene ausgereifte Haltungen« gelingt Peter Ott ein Spagat, der sich ausdauernd zwischen klassischer Rockumentary und rotziger Bild- und Ton-Collage dehnt. Bis es knackt. Und dieses Knacken mischt sich auf das Schönste mit der Musik seines Gegenstandes, den Goldenen Zitronen.

    »Wie denn sonst, wenn nicht über …

Dockville Festival – Musik und Kunst im Hafen

dockville1Das Dockville ist ein Hamburger Stadtfestival. Nichtsdestotrotz wird man das Gefühl haben, aus der Stadt hinaus und ins Idyll zu reisen, wenn man über die Elbbrücken auf die Südseite der Elbe zum Reiherstieg-Hauptdeich fährt. Das heißt: Hafenindustrieromantik zwischen jahrzehntealten Kränen und Schiffen, grüne Wiesen am Flusswasser und dieser tolle, alles durchpustende Wind!

Zur Aufgabe gemacht haben sich die Macher des Dockvilles die Symbiose von Musik und bildender Kunst, von Künstlern und Publikum; eine »Werkschau kreativer Vielfalt«. Neben einem Bühnenprogramm zwischen Gitarren- und Computermusik, großen und kleinen Namen, lokalen Helden und internationalen Gästen, präsentiert sich ein vielfältiges Kunstprogramm. Das Dockville verspricht eine (Be-)greifbarkeit des künstlerischen Objekts, das Verbindungen und Interaktion mit den Besuchern zulässt und regelrecht fordert.

Das meistbeachtete Werk wird mit Sicherheit Daniel Richters Elbphilharmonie sein. Nach der Losung »billiger, schneller, besser« installiert Richter aus Containern, Schrott und Strandgut seine Alternative zum für 2010 geplanten Millionenprojekt in der Hafencity. Richters Elbphilharmonie dient denn auch als Ausstellungs- und Arbeitsfläche für die Objekte der anderen Künstler, auch Live-Musik wird in ihr dargeboten werden.

Nik Nowak – als ein weiteres Beispiel – installiert laut Programminformation einen hochgerüsteten Zwitter aus Musik und Bild, ein »Spielzeugpanzer der zur Boombox wird, fahrbare Soundmaschinen mit Motorradreifen, die einerseits robusten Klang und wummernde Beats erzeugen, andererseits als verführerische Propagandamaschinen dienen könnten – ganz nach Belieben des Benutzers«. Des Weiteren werden cineastische Interpretationen elektronischer Musik auf Leinwand, St-Pauli- und Hafengemälde, Art-Brut-Comic-Kunst, Streetart, mobile Siebdruckmaschinen und skulpturale Mode zu bestaunen sein.