Text:
Christoph Braun
Das inzwischen berühmte Zitat der Manic Street Preachers »We Hate Slowdive More Than Adolf Hitler« zeugt nicht nur vom unbedingten Willen zur NME-Hall of Fame dieser inzwischen vielleicht dann doch zu Recht in Vergessenheit geratenen Glam-Pop-Gruppe. Gleichzeitig spitzt es die Diskussion zu, die um die Shoegazer von Anfang an geführt worden ist. Pale Saints, Chapterhouse, Adorable, Ride - meist waren es Jungs, die ihren Traum von einer schöneren Welt von der Bettkante aus träumten und deren wehklagender Ton gerne zum Synonym von Luxusproblemen erklärt wurde. Bloß sind Luxusprobleme halt auch reale Probleme, und außerdem begleitete Shoegazing perfekt diese frühen Neunziger Jahre als Gitarrenmusik für die MDMA-Glückskekse in Vorbereitung auf und Erholung vom Rave. Schon immer wurden Lush und Slowdive deshalb von den Ravern kooptiert, und Seefeel veröffentlichten gar auf Warp.
Text:
Christoph Braun

Ok, ok. Das mit dem Franchise-Label klingt jetzt total wie ein Vorwurf. Soll es gar nicht sein. Denn das Debüt-Album von
Telepathe, das am 23. Januar 2009 auf V2 / Cooperative Music erscheint, klingt. Nur haben Melissa Livaudais und Busy Gangnes eben immer auch etwas, was die Titel-Gruppe von Spex #317 so berühmt gemacht hat: Schimmerndes Amalgam, alles drin, alles fließt. Die Auflösung folgt auf dem Fuß: Nach einer Maxi auf IAMSOUND und einer 7"-Single für Merok haben sich Telepathe, ganz Brooklyn Ladies, Dave Sitek von
TV On The Radio als Produzenten ausgesucht.
Text:
Thomas Hübener

Robin Guthrie sorgte zu Beginn der achtziger Jahre mit den gurgelnden Glissandi und spleißigen Stakkatos seiner Gitarre für das instrumentale Gerüst des wavigen schottischen Duos Cocteau Twins, das mit den Jahren und Alben peu à peu sphärischer und außerweltlicher wurde. Schließlich begründete er mit Liz Fraser und einer Menge Effektgeräten die Gat ...
Text:
Christoph Braun

Sie spielt mit der Kargheit, mit Formen des Naiven, und sie schafft abstrakte Umgebungen für konkrete Motive: die Bilder von
Rosilene Ludovico erkämpfen sich ihre scheinbare Verklärtheit. Spuren in ihren Arbeiten, überall Hinweise auf das Soziale in diesen Gemälden von Gegenständen meist aus der Natur. Die 1969 in Espirito Santo geborene Ludovico lebt in Düsseldorf, wo sie an der Kunstakademie studiert hat. Mir ist sie vor drei Jahren zum ersten Mal aufgefallen, wo sie auf dem Art Forum Berlin von der
Galerie Zink zusammen mit u.a.
Yoshitomo Nara präsentiert wurde. Und mir gefiel dieser Ton so sehr. Rosilene Ludovico ist ungefähr die
Elizabeth Frazer der zeitgenössischen Kunst. Es wird sich also lohnen, ihre Ausstellung »Rainy Days And Mondays« zu besuchen. Sie wird am Samstag, den 25. August um 11h in der Berliner Niederlassung der Galerie Zink eröffnet.
Rosilene Ludovico: »Rainy Days And Mondays«
28. August - 13. Oktober 2007
Eröffnung 25. August, 11h
Galerie Zink Berlin
Schlesische Str. 27
10997 Berlin
Text:
Ole Wagner
Erschienen in SPEX #307 03-04.2007 | 16.04.2007 00:00
Text:

Das fühlt sich schon wieder an wie 2005. Als »A Certain Trigger« Münder weit offen stehen liess. Und auch wenn »Our Earthly Pleasures« nicht mehr die musikalische Überraschung ist, die Maxïmo Park zu Beginn ihrer Karriere auslösten, so ist es dennoch eine Sensation geworden. Ein Album, das die Kinnladen schön weit runterklappen lässt. Um e ...