City Slang

In diversen Containern

Arcade Fire & Chris Milk mit Google-Maps-Mashup-Video zu »We Used to Wait«

Text: Walter W. Wacht

Arcade Fire Google Chrome We Used to Wait Teaser»Was gibt es für Marketingleute Besseres als eine Gruppe mit eindeutigem ›unique selling point‹?«, fragt Sebastian Hammelehle in seinem Artikel zu Arcade Fire in unserer aktuellen Ausgabe Spex #328. Klassische Musikvideos zählen nicht zum Marketingrepertoire der kanadischen Band. Ihr Clip zu »Neon Bible« war interaktiv, eine rein auf die Vermarktung über das Internet zugeschnittene Bewegtbildarbeit – und erzeugte eine dementsprechend große Aufmerksamkeit im Netz. Auch der neue experimentelle Kurzfilm »The Wilderness Downtown« von Regisseur Chris Milk zu Arcade Fires Stück »We Used to Wait« (aus »The Suburbs«) spricht diese digitale Sprache.                            

 
 

Vertrackt, fragmentiert und brüchig

Barbara Panthers neue Matthew-Herbert-produzierte EP »Empire« im Stream

Text: Walter W. Wacht

Barbara Panther Empire EP StreamIhre Stimme erinnert an Björk, ihr Auftreten an Grace Jones, ihre Musik ist von elektronischer Verzerrung bestimmt. Die in Ruanda geborene, in Brüssel aufgewachsene und in Berlin lebende Sängerin Barbara Panther veröffentlicht in Kürze ihre von Matthew Herbert produzierte Debüt-EP, die wir in Gänze exklusiv als Stream anbieten.                            

 
 

Kein Bluff

Arcade Fire Live in Berlin, München & Düsseldorf, »Ready to Start« im Stream

Text: Michael Lutz

Arcade Fire Spex präsentiert TeaserEigentlich waren die nuller Jahre für den Indierock ein ergiebiges Jahrzehnt. Doch was blieb, bei Lichte besehen? Vor allem ein beeindruckendes Missverhältnis von Quantität und Qualität. Die Bands, deren Namen heute noch geläufig sind und die mehr herausholten als bloß die verwischte Momentaufnahme ihres eigenen Einfluss-Overkills, sind schnell aufgezählt. Arcade Fire aus Montreal gehören zu den wenigen Hochinspirierten der Szene, und man darf ihnen durchaus zutrauen, auch in den Zehnern bedeutend zu bleiben. Im August und November kann man sie bei drei Deutschland-Shows live sehen, einen weiteren Song ihres neuen Albums »The Suburbs« kann man nun vorab streamen.                            

 
 

»Sólo diez pesos«

Norman Palms Album ist ›geleaked‹, ›Konsequenz‹: »Shore to Shore« im Stream

Text: Walter W. Wacht

Norman Palm Shore to Shore Leak ViralDas Internet und die Musikindustrie, das bedeutet seit guten zwölf Jahren: die vorzeitige, unfreiwillige Album-Veröffentlichung, im Web-Duktus auch besser bekannt als Leak. Der Berliner Songwriter und Grafiker Norman Palm arbeitet derzeit auf die Veröffentlichung seines zweiten Albums »Shore to Shore« hin und meldete heute in diesem Zusammenhang: »Album leak!«.                            

 
 

Honky-Tonk und Beinahe-Punk

Arcade Fire mit neuem Album, zwei neuen Songs im Stream, Shows in Berlin, München & Düsseldorf

Text: Walter W. Wacht

In den letzten beiden Jahren nicht wirklich ausgeruht haben sich die Prototyp-Indie-Romantiker Arcade Fire. Nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums »Neon Bible« und ausgiebigem Tourbetrieb zogen sich die Kanadier zurück und begannen die Arbeit an dem, was nun als »The Suburbs« in Albumform gegossen wurde. Die ersten beiden Stücke kann man nun schon streamen, das Album vorbestellen und bei uns Tickets für ihr Berlin-Konzert am Tag der Album-Veröffentlichung gewinnen.                            

 
 

Health

We are Water

Text: Walter W. Wacht

Guten Morgen am Montag, es gibt Blut zum Frühstück: Horror, Terror und Splatter vom Feinsten serviert Regisseur Eric Wareheim im neuen Musikvideo der aus Los Angeles operierenden Noise-Band Health, weshalb es hiermit allen feinfühligen, zartbesaiteten und magenempfindlichen Spex-Lesern strengstens verboten ist, das untenstehende Video zur neuen, mit kreischenden Gitarren und verzerrten Feedbackschleifen arbeitenden Health-Single »We are Water« anzuschauen.                            

 
 

Caribou

Odessa

Text: Walter W. Wacht

Eine kleine Sensation ist Dan Snaith alias Caribou mit seinem am 16. April erscheinenden Album »Swim« gelungen, nämlich jene Hot-Chip-Platte, die Hot Chip in diesem Jahr selbst nicht schreiben konnten oder nicht mehr schreiben wollten: Mehr Soundforschung als noch auf dem letzten Caribou-Album »Andorra«, aber eben deutlich mehr von Electronica, Techno, House und Funk inspirierte Soundforschung. Wo Snaith bei »Andorra« noch streckenweise mit dem Fuß auf der Bremse stand, gilt für »Swim« nur noch Beschleunigung. Nun wurde ein Musikvideo zur Single »Odessa« veröffentlicht, in dem eine junge Frau mitten im Nirgendwo in einen Autounfall beschleunigt.                            

 
 

Caribou

Odessa

Text: Walter W. Wacht

Sollte sich sein neues Album »Swim« ebenso gut anlassen, wie dessen erste Single »Odessa«, dann steht uns eine aufregende Platte ins Haus: Im April erscheint das fünfte Album des kanadischen Multiinstrumentalisten und Sound-Geeks Dan Snaith alias Caribou, vorab wurde heute der erste Song als Gratis-MP3 veröffentlicht. Darin hört man Dan Snaiths zarte, säuselnde Stimme über einem drückenden Funk-Stück.                            

 
 

Get Well Soon

Vexations

Text: Jan Kedves, Wibke Wetzker, Max Dax, Ralf Krämer

Get Well Soon Vexations Tonträger Pop-Briefing Spex #324    KEDVES: Konstantin Gropper alias Get Well Soon begeht den Fehler, die Idealspiellänge von Alben zu missachten. 14 Tracks, die hier zusammen eine Spieldauer von über einer Stunde ergeben – ein nachvollziehbarer Spannungsbogen will da nicht erkennbar werden. Man muss es wohl als Hinweis darauf werten, dass der Künstler zu verliebt ist in sein eigenes Schaffen. Auch von schwächeren Songs kann er sich nicht trennen. Dabei hilft in solchen Fällen noch immer die Devise: Kill your darlings.                            

 
 

Royal Bangs

Let it Beep

Text: Max Dax, Andreas Reihse, Michael Lutz

Royal Bangs Let it Beep Tonträger Pop-Briefing Spex #324    DAX: Auf-die-zwölf-Musik aus Knoxville, Tennessee. »Let It Beep« verweist im Titel auf die Rolling Stones (»Let It Bleed«) und somit auf eine Neigung zum Rock als Besorger-Geste. Noise-Poprock ist die Grundierung des Quartetts, dessen Spektrum an musikalischen Ausdrucksmitteln auch Computerbeats, Samples und Harmoniegesang umfasst. Mit dem Effekt, dass man als Hörer permanent Schlüsselreizen ausgesetzt ist. Man könnte vielleicht von einem sonischen Rock-Verständnis sprechen, das sich zwischen den Stones, dem LCD Soundsystem und den frühen Pixies verortet.                            

 
 

Engel in fiesen Frequenzen

Health

Text: Sebastian Hammelehle

Health Spex #322 TeaserNatürlich ist Lärm nicht gleich Lärm: Health aus Echo Park, Los Angeles, gelten als exzellente Live-Band und waren mit Nine Inch Nails auf Tour. Auf ihrem neuen Album »Get Color« verbinden sie analytisch fragmentierten Krach mit Engelsgesang und schenken Noise neue Relevanz.                            

 
 

Health

Die Slow

Text: Walter W. Wacht

Junge Menschen, ihre Körper ineinander verschlungen, im Kunstblut leidenschaftlich badend. Das Musikvideo zur Single »Die Slow« der aus Los Angeles stammenden Noiserock-Band Health besteht gleich – im wörtlichen Sinne – aus mehreren Ebenen: Einzelne, hart und schnell geschnittene Szenen bzw. Frames werden immer wieder von visuell ruhigeren Einstellungen überlagert. Das von Health-Bassist und Noise-Modulator John Famiglietti konzeptionierte Video betont so auf geschickte Weise die Musik von Health, in der sich »analytischen, reduziert wirkenden Noise mit geradezu engelshaftem, sphärischen Gesang verbinden« (Sebastian Hammelehle, Spex #322).                            

 
 
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