Text:
Thomas Vorreyer

Das New Yorker Label DFA RECORDS, ein Eckpfeiler der jüngeren Musikgeschichte, wird gerade zehn Jahre alt. Hold My Breath, das neue Video von HOLY GHOST! und aktuelle DFA-Single, nutzt den Moment für eine sich aus den privaten Fotoalben bedienende Hommage.
Text:
Daniel Fersch
In der B-Movie-Komödie The Toxic Avenger (1984) mutiert der unscheinbare Hausmeister Melvin Ferd III nach einem Fall in eine Tonne mit Chemieabfällen zu einem (gutartigen) Monster mit Superkräften. Der Pariser Musiker Simon Delacrois, der seinen Künstlernamen dem Filmtitel entlehnt hat, verwandelt sich auf der Bühne dagegen in einen maskiertes Electropop-Phantom. Am 25. August wird THE TOXIC AVENGER mit seinen Genre-Mutationen zwischen Electropunk, Dark-Folk und Blip-Hop bei der Jägermeister Wirtshaus Tour das Vereinslokal des Hamburger Renn-Clubs unsicher machen.
Text:
Walter W. Wacht

Schon vor einer ganzen Weile wiesen wir an anderer Stelle zunächst auf einen neuen, kostenlosen Track von Holy Ghost!, später von Chromeo hin: Beide teilten sich ihr Engagement für Green Label Sound, den Musik-Ableger eines amerikanischen Brauseherstellers. Nun gibt es – wie im Fall von Holy Ghost! – auch ein Musikvideo zum betreffenden Gratis-Download, realisiert von Jérémie Rozan, Teil des Regie-Duos Rozan & Schmeltz und Mitbetreiber des Film- und Modebüros Surface2Air, das bisher für Clips von u.a. Justice vs. Simian, The Streets, Black Kids und vielen anderen verantwortlich zeichnete.
Text:
Die Redaktion
Ted Gaier mit Brief an die Stadt Hamburg – – – GEMA mit Brief an die nächste Bundesregierung – – – Neil Landstrumm mit Podcast für Resident Advisor – – – Phoenix mit neuem Grincheux-Dangereux-Remix – – – Chromeo mit neuem Skream-Remix – – – Palminger, Erobique und Baumann mit neuem Song for Joy – – – Editors mit neuem Albumstream – – – Der Spextrakt.
Text:
Die Redaktion
Daniel Johnstons iPhone-App – – – Chromeos Quasi-App – – – Gonzales Sieg über Andrew W.K. – – – Phoenix im Animal-Collective-Remix – – – Hyperdubs neue Dubstep-Band Darkstar – – – Dizzee Rascal im Stream – – – Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht
»Auf die kaputte Art« war Florian Sievers Artikel zum Soul-Funk-Duo Chromeo aus Spex #309 übertitelt. Anlässlich des neuen Stücks »I Can’t Tell You Why«, welches als kostenloses MP3 die Veröffentlichung der ersten »DJ-Kicks«-Platte seit zwei Jahren antriggern soll, möchte man die Überschrift im positivsten Sinne zu »Auf die schmierige Art« variieren. Chromeo, denen es schon mit ihrem Debüt »She’s In Control« gelang, die Talkbox und damit die deutlich hörbare Stimm-Modulation wieder Salonfähig zu machen (wir denken da an die jüngst sehr populäre Verwendung des Auto-Tune-Plugins), haben nun das Eagles-Stück »I Can’t Tell You Why« von 1980 gecovert.
Text:
Philipp L'heritier

Wie lange wird man ihn noch reiten können, den alten Gaul? Mittlerweile ist er wirklich schon ein bisschen müde. Für die Zusammenstellung und standesgemäße Verkabelung ihrer ersten Mix-CD haben die sympathischen Menschen von Kitsuné den Exil-Franzosen Jerry Bouthier ins neonfarbene Gummiboot geholt. Der hat sich, den französischen Meistern im Zusammendenken vo ...
Text:
Florian Sievers
Irgendwann in den frühen Sechzigern hat Pete Drake die Idee seines Lebens. Der damals mittelmäßig erfolgreiche Steel-Gitarrist aus Nashville bastelt sich ein Gerät zusammen, das den Klang seiner Gitarre über Schläuche in seinen Mund und dann zurück an einen Verstärker leitet. Auf diese Weise ermöglicht es ihm sein »Talkin’ Actuator«, den Klang seiner Gitarre, ja überhaupt jeden Klang mit seinen Lippen, seiner Zunge und seinem Rachen zu modulieren. Es kitzelt ein bisschen an den Zähnen, aber es bringt die Instrumente zum Sprechen, macht ihren Sound zu einem Hybriden aus Mensch und Maschine. Die Talkbox, wie Drakes Entwicklung irgendwann genannt wird, landet in der Folgezeit in den Händen von vielen Protagonisten altherriger, weißer Rockmusik, Peter Frampton, The Eagles oder Aerosmith. Aber eben auch in denen von Bootsy Collins, Johnny »Guitar« Watson oder Roger Troutman, die erkennen, dass in dieser Mischung aus menschlichem Ausdruck und gegenständlicher Kühle das entsteht, das sie und viele andere Funk nennen.
Erschienen in SPEX #309 07-08.2007 | 08.08.2007 00:00
Text:
Walter W. Wacht

In den Kommentaren war die Empörung groß! Man ließe hier ja »mittlerweile popkulturrelevante Dinge außer Acht«, wie »lulu shakazulu« feststellte. Und das nur weil man sich erlaubt hat, die Regisseure Rozan & Schmeltz bzw. ihr mittelmäßiges Video zu Goose' »Bring It On« zu kritisieren. Hiermit also jetzt die Wiedergutmachung, ...
Text:
Michael Maurer

Mit ausgefallener Beinarbeit kommen nicht nur Profitennisspieler und Turniertänzer zu Ruhm und Ehre, sondern auch auf dem Dancefloor ist das oberste Gebot, eine gute Figur abzugeben. Oder um es etwas antiquiert auszudrücken: eine kesse Sohl aufs Parkett zu legen. Wenn das gelingt, steigt nicht nur das Ansehen in der eigenen Peergroup, nein, man darf sich auch Chancen ausrechnen, mehr ode ...
Text:
Walter W. Wacht
»She's In Control« war »outstanding«! Das hört sich leicht dahergesagt an, kommt der Wahrheit aber doch sehr nahe. Mitten im Gitarren-Sommer 2004 veröffentlichten die Kanadier P-Thugg (bürgerlich: Patrick Gemayel) und Dave 1 (bürgerlich: David Macklovitch) ihr erstes Album und schufen sich damit auf Anhieb ihre eigene Schublade im Retro-Bizz. So sehr nach 80er Jahren hatte keine Band geklungen. So gut Richtung Roger Troutman, Kokane und Prince hatten in den letzten Jahren die wenigsten Künstlern der längst vergessen geglaubten Dekade Respekt gezollt. Drei Jahre später soll aus dem »outstanding« auch Erfolg gemacht werden: Das neue Chromeo-Album »Fancy Footwork« trumpft nicht nur mit wunderbarem Pop-Appeal auf, sondern auch mit vielen (prominenten) Freunden.