Text:
Michael Lutz
Der Daumenklavier-Virtuose und LKW-Fahrer Mingiedi Mawangu gründete Konono N° 1 bereits vor über 40 Jahren und sieht sich seitdem immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob er damals mit dem kongolesischen Oktett den seinerzeit aufblühenden deutschen Krautrock nachspielen wollte. Absurd! Im Februar und März kommt das auf Trommeln aus Schrottteilen und einer Backline aus Bahnhofslautsprechern spielende Kollektiv aus Kinshasa präsentiert von Spex nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, in Berlin werden sie zudem von Shackleton und Mark Ernestus begleitet.
Text:
Ralf Krämer

Als Schlagzeuger von Can zählt Jaki Liebezeit zu den renommiertesten Musikern seines Fachs. Ralf Krämer sprach mit ihm über Popmusik, den Herzschlag und den Siebzehntel-Takt.
Text:
Christoph Braun

Der dritte Streich zweier verrückter Professoren des Rhythmus folgt.
Burnt Friedman, beliebt als Chef der Nu Dub Players, und
Jaki Liebezeit, berühmt als Jaki Liebezeit, sind wieder den verschlungenen Pfaden der geheimen Rhythmen gefolgt. Im Vergleich zu den Teilen 1 und 2 soll der Fokus stärker auf dem Spielen der Instrumente, also vornehmlich Bass und Schlagzeug liegen. Das Editieren findet zwar nach wie vor seinen Platz, rückt aber etwas in den Hintergrund. Dubwise soll es trotzdem klingen.
Text:
Christoph Twickel

»Ich saß zwischen den Stühlen«, sagt Axel Krygier über seine Vergangenheit als Musiker. »Ich hörte Laurie Anderson, doch ich spielte in einer Folklore-Band.« Womit die Idee, die diese Musik trägt, schon mal grob umrissen ist. Wenn das Nortec Collective in Tijuana die geografische Nordgrenze der neuen klangtüftlerischen Herrlichkeit Lateinameri ...
Erschienen in SPEX #309 07-08.2007 | 08.08.2007 00:00
Text:
Christoph Braun

Nach der Auflösung von
Japan, dieser so stilvollen, pathetischen Pop-Gruppe, hat sich
David Sylvian in den 80er Jahren immer mehr einer Gesang-als-Ambient-Ästhetik verschrieben. Ob solo, mit seiner Band
Nine Horses oder in zahlreichen Kollaborationen mit
Jaki Liebezeit,
Ryuichi Sakamoto oder
Burnt Friedman, vor allem in der jüngeren Vergangenheit hat der Sänger und Multi-Instrumentalist immer wieder die passenden Kontexte für seine leicht nasale, sehnsuchtsbeladene Tenor-Stimme gefunden. Das schiere Ausmaß seines Oeuvres scheint ihn nun selbst zu belasten. Denn Sylvian geht im Herbst auf Welt-Tour, die ihn auch nach Berlin, Offenbach und Köln führen wird. Er kommt nicht alleine, sondern mit einem Trio im Rücken. Vor allem aber bringt er eine große Geste mit: Das letzte Mal soll es sein, dass Sylvian seine bisher erschaffenen Songs singt. Danach, so hofft er, sei er frei für völlig neue Songs. Also, zum letzten Mal Japans »Ghosts«, zum letzten Mal »The Librarian«, das er mit Jaki Liebezeit und Burnt Friedman aufnahm.
David Sylviain – The World Is Everything-Tour ‘07
06.10. Berlin - Schillertheater
07.10. Offenbach - Capitol
08.10. Köln - Theater am Tanzbrunnen