Text:
Michael Lutz

Sortiert eigentlich noch jemand seine CDs und Platten? Oder wurde dem Chaos (aka Artwork) schon mit sauber editierten Playlisten zu Leibe gerückt? Für alle Haptiker, die sich sonntagnachmittags immer noch am liebsten mit Logik und Leidenschaft dieser ungemein meditativen Aufgabe stellen, hier ein Vorschlag (falls nicht schon geschehen): Am besten gleich ein neues Regalbrett für sämtliche Veröffentlichungen der kanadischen Indie-Darlings
Broken Social Scene, der einzelnen Mitglieder, Kollaborateure sowie Seitenprojekte an die Wand nageln, denn ihr beängstigender Output wird auch in Zukunft nicht abreißen.
Im laufenden Jahr traten unter anderem bereits
Feist,
Apostle Of Hustle,
Kevin Drew,
Stars und
Emily Haines mit guten bis hervorragenden Platten in Erscheinung und für 2008 sind bereits die nächsten Releases angekündigt. Neben Brendan Canning, der derzeit am zweiten Teil der
»Spirit If...«- »Broken Social Scene Presents«-Reihe bastelt, hat
Jason Collett sein neues, drittes Album in der Pipeline.
Text:
Lina Brion

Broken Social Scene waren immer vor allem eins: ein Kollektiv. Das implizierte einen komplexen, opulent instrumentierten Sound, der einen in seiner Massivität lawinenartig zu überrollen vermochte, der aber auch Schicht um Schicht jedes Mal aufs Neue eine Unzahl an raffi niert verknüpften Details und wahnwitzigen Einfällen freilegte. Broken Social Scene vermittelten den Eindruck ...
Erschienen in SPEX #310 09-10.2007 | 14.09.2007 00:00
Text:
Michael Lutz

»Set Yourself On Fire«, das dritte Album der kanadischen Band Stars, ist mittlerweile schon über zwei Jahre alt. Als Schlüsselrelease für die Karriere der Band, zieht das Werk jedoch immer noch weite Keise: Nach wie vor taucht der Titel beständig und vielerorts in Lieblingslisten auf und gilt als Referenzwerk im Bereich emotional-empathischer Popmusik aus Kanada. Zw ...
Text:
Georg Brunner

Überraschend ist es nicht, dass nach Miss Feist mit ihren edlen Pop-Tunes und dem trunkenen Country-Folk der meist sturzbetrunkenen Stars-Sängerin Amy Millan mit Emily Haines nun auch die dritte Sängerin aus dem kreativen und output-freudigen Umfeld von Broken Social Scene auf Solopfaden wandelt.
Während Haines mit ihrer Hauptband Metric vor allem vorherseh ...
Text:
Michael Lutz

Leslie Feist?
Durch! Amy Millan? Been there! Emily Haines? Heard that! Jason Collett?
Längst! Nahezu alle bekannteren Namen des kanadischen
Arts & Crafts-Labels glänzten in der (jüngeren) Vergangenheit mit eigenen musikalischen Werken.
Kevin Drew aber, Kernmitglied der kanadischen
Broken Social Scene und bisher für diese Art der Veröffentlichungen weniger bekannt, wird diesen Sommer sein erstes Solo-Album veröffentlichen.
Die Platte des früheren
KC Accidental-Musikers entstand während der BSS-Tourneen der letzten beiden Jahre, betitelt wurde das 14 Stücke starke Album »Spirit If...«.
Vornehmlich ruhigere, schwelgerische Nummern finden sich darauf, allesamt mit oppulentem Instrumentarium ausgestattet. Die Produktion übernahmen – neben Kevin Drew selbst – die
Do Make Say Think-Musiker Charles Spearin und Ohad Benchetrit. Als einer der vielen BSS-Vokalisten startet Drew damit die Reihe »Broken Social Scene Presents«, die dem umfassenden Output des Indie-Kollektivs endlich Rechnung tragen soll. Der andere Gründervater,
Brendan Canning, arbeitet derzeit bereits am zweiten Teil der Serie, der Anfang des nächsten Jahres erscheinen soll. Außerdem will man sich den gesammelten Film-Scores der BSS-Beteiligten widmen.
Für Oktober wurde bereits eine Tour von Kevin Drew / Broken Social Scene in Aussicht gestellt, im September spielt Drew ein exklusives Konzert in der Londoner Scala. »Spirit If...« erscheint am 14. September bei
City Slang.
Text:
Walter W. Wacht

Menschen im Supermarkt, kollabierend wie Dominosteine. Die Synopse des Videos zu »Doctor Blind« ist schnell geklärt, die Wirkung hallt nach: Regisseur Jaron Albertin (vorher; Death From Above 1979, Ascii Disko, Maxïmo Park) drehte gemeinsam mit Metric-Sängerin und Solo-Künstlerin Emily Haines unter Zeitdruck. Innerhalb von zehn Stunden musste das Video gedreht werde ...
Text:

Das vorletzte, große Bright Eyes-Album »I'm Wide Awake, It's Morning« beinhaltete ein Stück, »At The Bottom Of Everything«: Im dazugehörigen Video wurde ein Flugzeug von Wind und Wolken durch die Atmosphäre gewirbelt, die Kulisse bestand größtenteils aus animierter Watte.
Nun haben Conor Oberst (Bright Eyes) und Andrew Whiteman (Apostle Of H ...
Text:
Lüder Castringius

Das Label Tomlab war 2006 noch schwieriger zu greifen und in Bezug auf die Veröffentlichungen noch beeindruckender als bereits in den Jahren zuvor. Casiotone For The Painfully Alone neben Hey Willpower, Les Georges Leningrad und The Blow – großartige Releases, die kaum etwas miteinander zu tun haben, aber dann doch irgendwie ins Labelmuster passen. Bands also, die ihre ureigene Vi ...
Erschienen in SPEX #306 01-02.2007 | 25.01.2007 00:00
Text:
Walter W. Wacht

Das Welt-ein-Dorf-Phänomen schlägt unerbittlich, jederzeit und überall zu. Da wartet man nur auf den Besuch eines Kanadiers, den Freund der Mitbewohnerin. Und kaum angekommen bestätigt dieser das, was man sowieso längst weiß: eng gesponnene Freundschaften quer durchs Land, andere würden das Netzwerk nennen. Und dann kommt das Jason Collett-Album zu genau jener Z ...
Erschienen in SPEX #296 03/06 | 30.05.2006 00:00
Text:
Jan Niklas Jansen

Und, oh ja, er kann aussehen wie Frank Zappa. Und er kann Gitarrensoli in harmonische Abenteuerreisen verwandeln. Und auch weit ausholend über seine Musik schreiben kann er ziemlich gut. Aber auch wenn die Erklärungen über Erfahrungen in Kuba und ein inniges Verhältnis zu spezifisch kanadischer Literatur durchaus interessante sind, beleuchten sie doch nur Teilaspekte dieses Alb ...
Erschienen in SPEX #283 12/04 | 12.01.2005 00:00